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Medienrundschau:

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News vom 05. - 08. Mai 2018: [05.05.] [07.05.] [08.05.]

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Urban Birding als coole Beschäftigung der Stadtmenschen

Rotkehlchen in der Großstadt, Foto: Bernd Kittlaus 2018

"Lindo sagt: »Urban Birding ist der neue Rock'n'Roll.«
Es gab auch schon vor ihm Menschen, die wussten, dass es in Städten Rotkehlchen und Amseln gibt (...).
Braucht Natur diesen neuen Anstrich?
»Ja, unbedingt«, sagt Derk Ehlert. Er ist seit 18 Jahren Wildtierreferent der Stadt Berlin (...). Wer nur Tauben und vermooste Wegplatten vor Augen hat, wenn er an Natur in der Stadt denkt, wird auch nur diese sehen, wenn er auf die Straße tritt. Dabei gibt es in Berlin 20.000 nachgewiesene Tier- und Pflanzenarten, mehr als auf gleicher Fläche im ländlichen Brandenburg."
(Claudia Fromme "Wild in der City", Süddeutsche Zeitung v. 05.05.2018)

 
       
       
   

08.05.2018

 
       
   

CREUTZBURG, Dietrich & Kerstin SCHWENN (2018): "Breitbandausbau nicht gegen Mütterrente ausspielen".
Im Gespräch: Arbeitsminister Heil über die Rolle der Arbeitnehmer, über eine neue Digitalstrategie - und den Vorwurf, dass die Regierung Rentenpolitik auf Kosten der Jüngeren betreibt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.05.

 
       
   

Die MEA-Studie Die Kosten der doppelten Haltelinie in der Kritik

HORN, Gustav A. & Rudolf ZWIENER (2018): Warum die Angst vor einer demografischen Monsterwelle übertrieben ist.
Immer wieder suggerieren Studien, dass die umlagefinanzierte gesetzliche Alterssicherung auf Dauer nicht in der Lage sein wird, dem demografischen Wandel standzuhalten – und die Rente daher gekürzt werden muss. Allerdings ignorieren diese Untersuchungen elementare Faktoren und dass sich der demografische Wandel nicht nur über das Rentensystem gestalten lässt,
in: makronom.de v. 08.05.

 
       
   

Die Oberbürgermeisterwahl in Freiburg in der Debatte

SOLDT, Rüdiger (2018): Grüne Krise.
Der Lieblingstraum der Grünen, Volkspartei zu werden, ist im Südwesten einstweilen geplatzt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.05.

Rüdiger SOLDT sieht in Baden-Württemberg Schwarz-Grün auch wegen der schwächelnden CDU in Gefahr, die durch die AfD unter Druck steht.

SCHULTE, Ulrich & Benno STIEBER (2018): Weckruf oder Abgesang.
Ist die Niederlage von Dieter Salomon bei der Oberbürgermeisterwahl in Freiburg der Anfang vom Ende für Grün-Schwarz? Das jedenfalls hoffen SPD und Linke. Bei den Grünen tun es viele als regionales Problem ab,
in: TAZ v. 08.05.

Die dem grünen Wohlfühlbürgertum schmeichelnde Reportage über Freiburg vom Wochenende hat SALOMON nichts genützt - er wurde dennoch abgewählt. Nun entdeckt STIEBER, dass die Linkspartei mit ihrer Kandidatin mit sozialen Themen in grünen Hochburgen wie Vauban erfolgreich war.

Die Grünen in Baden-Württemberg sind längst wirtschaftspolitisch eine Öko-FDP geworden, während sie gesellschaftspolitisch ein CDU-Imitat ist. 

 
       
   

FRITSCHE, Andreas (2018): Es ist Landratswahl und kaum einer geht hin.
Brandenburg: SPD-Kandidaten gewinnen zwar in Ostprignitz-Ruppin und im Barnim, verfehlen aber die Mindeststimmenzahl,
in: Neues Deutschland v. 08.05.

In Brandenburg geht der Niedergang der "Linken" weiter!

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

FORSTER, Christof & Tobias GAFAFER (2018): "Die Probleme sind nicht vom Tisch".
Bundespräsident Berset verteidigt seine Pläne, die AHV mit einer happigen Steuererhöhung zu sanieren,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 08.05.

ENZ, Werner (2018): Reintegrieren statt invalidisieren.
Fälle von Arbeitsunfähigkeit wegen psychischer Leiden nehmen stark zu - zwei Versicherer geben erfolgreich Gegensteuer,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 08.05.

 
       
   

07.05.2018

 
       
   

FROMME, Herbert (2018): Der Arbeitgeber muss ran.
Was Beschäftigte tun können, wenn ihre Pensionskasse weniger zahlen will,
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.05.

Im Artikel von Herbert FROMME wird deutlich, wie die Bildzeitung vor drei Tagen zu ihrer Titelschlagzeile kam:

"Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung gab es Ende 2015 20,4 Millionen Anwartschaften auf Betriebsrenten, einschließlich Mehrfachanwartschaften. Aktuellere Zahlen fehlen bisher. Davon entfielen 4,8 Millionen auf Pensionskassen. Nach Angaben der Bafin haben ein Drittel von ihnen Probleme. Damit könnten bis zu 1,6 Millionen Berechtigte betroffen sein."

SEIBEL, Karsten (2018): So sicher sind Betriebsrenten wirklich.
Die Finanzaufsicht BaFin Schlägt Alarm: Sie sieht Teile der betrieblichen Altersversorgung in Gefahr. Antworten auf die wichtigsten Fragen,
in: Welt v. 07.05.

Karsten SEIBEL stellt die Pensionskassenkrise in den größeren Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge. Als Experten werden nur Mitarbeiter von Unternehmensberatungen zitiert, die in erster Linie die Interessen der Unternehmen und nicht der Kunden im Auge haben. Explizit wird zumindest erwähnt, dass inzwischen vermehrt das "Risiko von den Arbeitgebern auf die Arbeitnehmer übertragen" wird. 

 
       
   

GREIVE, Martin (2018): Die große Steuerschwemme.
Bund, Länder und Gemeinden können mit deutlichen Mehreinnahmen rechnen. In den Beratungen für den Bundeshaushalt 2019 dürfte das für neuen Streit um den Wehretat sorgen,
in: Handelsblatt v. 07.05.

Martin GREIVE verteilt gerne Geld, das noch gar nicht existiert - so wie er gerne Geld verschwinden lässt, wenn es um die Belange des Sozialstaats geht. Und immer wird das zu einer Titelgeschichte aufgeblasen, die jeweils mit dem passenden Gesichtsausdruck des jeweiligen Finanzministers bebildert sind.

GREIVE greift mit dem Artikel den Ergebnissen der 153. Sitzung des Arbeitskreises "Steuerschätzungen" vor, die erst in zwei Tagen veröffentlicht werden.

Statt sich mit zukünftigen Schätzungen zu befassen, wäre ein Rückblick auf die Schätzungen der vergangenen Jahre sinnvoll. Die Schätzungen des Arbeitskreises in den Jahren 2001 bis 2015 finden sich hier als PDF-Datei.

"Mitten in die hektische Haushaltsaufstellung platzt nun auch noch die Frühjahrs-Steuerschätzung, die den Beamten ihre Arbeit nicht gerade erleichtern wird",

schwadroniert GREIVE. Die Steuerschätzungen fallen jedoch nicht vom Himmel wie man meinen möchte, wenn man den dämlichen Artikel von GREIVE liest, sondern sie finden regelmäßig jedes halbe Jahr statt. Man könnte so etwas auch als Mystifizierung von politischer Arbeit bezeichnen im Gegensatz zu Aufklärung über die Funktionsweise des politischen Systems in Deutschland. Begriffe wie "Schwemme" und "Löcher" sind die beiden wertenden Lieblingsvokabeln von Antiaufklärern wie GREIVE. Der Leser soll sich schließlich keine eigene Meinung bilden, sondern die implizite Wertung des Autors selbstverständlich übernehmen.  

 
       
   

05.05.2018

 
       
   

STRAUSS, Simon (2018): Einsamkeit hat viele Namen.
Noch nie wurde so viel kommuniziert wie heute. Was ist mit der schnell wachsenden Zahl derer, die allein sind? Ein Tag bei der Telefonseelsorge,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.05.

 
       
   

KROHN, Philipp (2018): Wie gefährdet sind deutsche Betriebsrenten?
Die Finanzaufsicht bereitet darauf vor, dass Pensionskassen mehr Kapital brauchen, um ihre Leistungszusagen einzuhalten. Wie dramatisch ist die Lage?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.05.

Für Philipp KROHN sind die Sorgen der Kunden sekundär, ihn treibt in erster Linie die Sorge um, dass durch die Krise der Pensionskassen der Ausbau der kapitalgedeckten Altersvorsorge ins Stocken kommen könnte. Von daher gilt es für KROHN die Lage der Pensionskassen zu verharmlosen. Dazu dient ihm ein internationaler Vergleich, der gleichsam noch eine andere Botschaft beinhaltet:

"Im europäischen Vergleich scheint die Situation in Deutschland aber nicht außergewöhnlich prekär. (...).
In Schweden und Dänemark war die Situation (...) recht komfortabel. Skandinavische Pensionseinrichtungen können ihr Kapital deutlich freier anlegen, weil es keine Tradition hoher Garantien gibt."

Oder anders formuliert: Wenn die Arbeitnehmer statt die Arbeitgeber die Risiken tragen müssten, dann gäbe es keine Probleme. Dazu passt, dass Neoliberale Risiken auf Kundenseite in Chancen umdeuten, während Risiken nur auf Unternehmerseite gesehen werden. Pech hat jener Kunde, der dieser Schönwetter-Rhetorik im Interesse der Unternhemen auf den Leim geht und sich Risiken als Risiken erweisen.

Wie gefährdet Pensionskassen sind, das erfährt man nicht bei KROHN, sondern bei MUßLER in der gestrigen FAZ. 

 
       
   

LÖHR, Julia (2018): Mehr Behörden braucht das Land.
Die Politik will die ländlichen Regionen beleben. Eine derzeit besonders beliebte Idee: Stellen im öffentlichen Dienst dorthin verlagern. Doch das ist leichter gesagt als getan,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.05.

Am neoliberalen Leitbild des schlanken Staates festhalten und gleichzeitig die strukturschwachen Gebiete stärken, geht das? Diese Frage stellt Julia LÖHR eigentlich, wenn sie fragt:

"Mehr Behörden aufs Land - ist das die Zukunftsperspektive für ausblutende Regionen?"

Natürlich geht das nicht. Neoliberalismus ist das genaue Gegenteil von Gegensteuern und daran ändern auch rhetorische Wendungen nichts.

"Schon seit dem Jahr 1992 gibt es die Vorgabe, Behörden vorrangig im Osten anzusiedeln, bis eine annähernd gleiche Verteilung in ganz Deutschland gewährleistet ist."

Dass gemäß LÖHR ausgerechnet Sachsen und Thüringen großen Nachholbedarf haben, ist wohl eher dem Umstand geschuldet, dass dort bei den nächsten Landtagswahlen ein Fiasko für die etablierten Parteien droht. Von einem Willen zur Stärkung strukturschwacher Räume kann auch gar keine Rede sein. Das neue Fernstraßenbundesamt - ein neoliberales Projekt par excellence - soll ausgerechnet in die gehypte Großstadt Leipzig. Dass dabei auch ein paar Außenstellen in Halle, Magdeburg, Erfurt und Dresden abfallen, statt in wirklich strukturschwachen Gegenden wird von LÖHR als Großtat hingestellt.

Fazit: Weiter-So und Aussitzen heißt die Devise nicht nur bei Politik, sondern auch in den Mainstreammedien!  

 
       
   

Anke Bernau - Mythos Jungfrau

KHAMIS, Hammed (2018): Die verbotene Frau.
Elyas und Gülcan sind verliebt. Sie arbeitet in der Bar seines Bruders und ist keine Jungfrau mehr. Für Elyas' Familie ist sie damit untragbar. Chronik einer unmöglichen Liebe,
in: Neues Deutschland v. 05.05.

Die Geschichte zeigt einen anderen Aspekt der Debatte um Jungfräulichkeit.

 
       
   

ROTHHAAS, Julia (2018): Es ist vorbei.
Freundschaften gehen meist leise auseinander. Wir machen selten offiziell Schluss, dabei kann das befreiend sein,
in: Süddeutsche Zeitung v. 05.05.

"Die durchschnittliche Beziehung hält rund vier, die Ehe 15 Jahre. Die Halbwertszeit einer engen Freundschaft liegt immerhin bei 24 Jahren",

erklärte uns der Focus letzte Woche in seiner Titelgeschichte. Eine mögliche Erklärung für dieses Ergebnis  bietet Julia ROTHHAAS an: Freundschaften werden im Gegensatz zu anderen Beziehungen nur seltener ausdrücklich aufgekündigt.

 
       
   

FROMME, Claudia (2018): Wild in der City.
Stadtmenschen beobachten plötzlich Vögel, erfreuen sich an Moosen und seltenen Blumen. Aufs Land fahren sie dafür nicht,
in: Süddeutsche Zeitung v. 05.05.

Wenn schwarze Jungen aus kleinen Verhältnissen statt ältere weiße Männer Vögel beobachten, dann wird daraus ein Trend, nämlich "Urban Birding". Voraussetzung: Es geschieht in Berlin

 
       
   

GESTERKAMP, Thomas (2018): Die Lücke namens Mann.
Gleichstellungspolitik ignoriert die Probleme von Männern. Das ist gefährlich, denn Antifeministen füllen das Vakuum,
in: TAZ v. 05.05.

"Ist es ein größeres Privileg, mehr Geld zu verdienen als länger zu leben?",

fragt Thomas GESTERKAMP, bleibt aber letztlich eine konsequente Antwort schuldig. Im Artikel geht es um Gleichstellungspolitik und die "Gender Gaps". Seit mit der AfD eine Männerpartei in Landtagen und nun auch im Bundestag sitzt, sind Linke gezwungen auf die berechtigte Kritik an den elitenfeministischen Positionen zu reagieren. Das ist traurig genug, denn belegt, dass es ohne eine neue Sozialstaatspartei nicht gehen wird, weil die linken Altparteien nicht gewillt sind, die Probleme tatsächlich anzugehen.

Auf dieser Website wurde schon seit langem kritisiert, dass der frühe Tod von Männern zu statistischen Verzerrungen führt, denn wer tot ist, der hat kein Altersarmutsproblem mehr. Davon abgesehen tauchen in den meisten Statistiken Menschen ohne Privathaushalt nicht auf. So sind z.B. bei den Wohnungslosen Männern stärker vertreten als Frauen.

"Die Krankenkassen setzten klare Prioritäten: Die Vorsorge gegen Brustkrebs und die regelmäßige gynäkologische Kontrolle des weiblichen Unterleibs waren besonders unterstützenswert, sie galten als entscheidend für die biologische Reproduktionsfähigkeit der Gesellschaft",

meint GESTERKAMP. Die Positionen, die er räumt, folgen auch nur dem gesellschaftlichen Nutzenkalkül, weshalb noch viel Raum für Kritik an der Männerpolitik der elitären Linken bleibt, die im Grunde nur Väterpolitik ist, denn nur als Väter sind Männer relevant. Diese Sicht ist kurzsichtig und diese Kurzsichtigkeit zeigt sich auf vielen Gebieten. Familiengründung mag zwar gesellschaftlich bedeutend sein, aber wer die Voraussetzungen außer Acht lässt, der grenzt viele Menschen aus - ob Mann oder Frau!         

 
       
   

STIEBER, Benno (2018): Fahrradfahrer dieser Stadt!
Freiburg ist die grünste Großstadt Deutschlands. Trotzdem könnte am Sonntag die Ära von Oberbürgermeister Dieter Salomon enden,
in: TAZ v. 05.05.

Benno STIEBER bezeichnet den Konkurrenten des Oberbürgermeisters als "Wohlfühlpopulisten". Dass SALOMON das Wohnungsproblem in Freiburg aussitzen wollte, ist für STIEBER kein Makel, wenn er schreibt:

"Der Makel, dass Salomon die Ader für das Soziale fehlt, haftet ihm an, seit der 2007 Freiburgs Sozialwohnungen verkaufen wollte, um den damals überschuldeten Stadthaushalt zu sanieren. Ein Volksentscheid verhinderte das damals. Auch heute fehlt bezahlbarer Wohnraum in Freiburg, wie in jeder attraktiven Großstadt in Deutschland. Aber inzwischen entstehen immerhin tausend neue Wohnungen jährlich."

Wer sich diese neuen Wohnungen jenseits des grünen Wohlfühlbürgertums leisten kann, das verrät STIEBER jedoch nicht!

 
       
   

LOSSAU, Norbert (2018): Der übersehene Faktor für ein langes Leben.
Reiche Menschen kommen leichter an Medikamente und bessere Therapien als arme. Trotzdem ist Wohlstand kein Garant für ein langes Leben. Bildung sei wichtiger sagt Sozialstatistiker Wolfgang Lutz aus Österreich,
in: Welt v. 05.05.

Der Artikel zeigt wie mit wissenschaftlichen Studien Verdummung betrieben werden kann. Es wird behauptet, dass zwischen Bildung und Lebenserwartung eine eindeutig kausale Beziehung besteht, während das für Einkommen und Lebenserwartung nicht gelten würde.

Die Untersuchung, die zitiert wird, ist jedoch gar nicht in der Lage dies zu belegen. Als Indikator für Wohlstand wird das BIP pro Kopf herangezogen, d.h. alle Einwohner eines Landes wird das gleiche Einkommen zugewiesen, egal wie viel jemand in diesem Land tatsächlich verdient. Es handelt sich also gar nicht um eine Kausalstudie, sondern lediglich um eine Korrelationsstudie. Eine Untersuchung, die 174 Länder vergleicht muss zwangsweise grob vereinfachen, denn wie lässt sich der Wohlstand von reichen und armen Ländern vergleichen?

"Nehmen wir Kuba. Die Lebenserwartung ist in diesem Karibikland eine der höchsten in ganz Latein- und Mittelamerika. Sie ist nach den jüngsten UN-Zahlen insbesondere sogar höher als in den USA, und zwar sowohl bei den Frauen als auch den Männern. Andererseits ist Kuba bekanntlich bettelarm, während die USA zu den reichsten Ländern der Welt zählen. Wie lässt sich das erklären? Doch wohl nun über das relativ gute Schul- und Gesundheitssystem in Kuba",

antwortet Wolfgang LUTZ. Da stellt sich die Frage, ob ein Wohlstandsmaß wie das BIP pro Kopf der Fragestellung nicht unangemessen ist und eher ein Maß für die Ungleichheit im Land erforderlich wäre. Und inwieweit ist die durchschnittliche Lebenserwartung ein angemessener Indikator? Das Maß sagt keineswegs etwas darüber aus, wie gesund das Leben in einem Land für die Mehrzahl der Menschen ist. Die 50 Prozent der Überlebenden könnten in Kuba ganz anders verteilt sein als in den USA. Der Artikel erzeugt mehr Fragen als er beantwortet!   

Einschränkend muss gesagt werden: Da die Untersuchung noch nicht einmal veröffentlicht wurde, ist eine Kritik nur anhand der Informationen des Artikels möglich.     

 
       
   

AMANN, Melanie & Ralf NEUKIRCH (2018): Lockerungsübungen.
Parteien: Die CDU ist uneins über den Umgang mit der AfD. Die Bundesspitze will jeden Kontakt strikt vermeiden. Doch im Osten suchen viele Unionspolitiker eine neue Strategie,
in: Spiegel Nr.19 v. 05.05.

"In Thüringen, Sachsen und Brandenburg stehen im nächsten Jahr Wahlen an, und die Umfragen verheißen wenig Gutes für die etablierten Parteien: In jedem dieser Ostländer liegt die AfD in Umfragen um die 20 Prozent, zugleich könnten Grüne und FDP an der Fünfprozenthürde scheitern. Wer als CDU unter diesen Umständen jegliche Gespräche mit Rechts- und Linkspopulisten ausschließt, könnte am Ende ohne Chance auf eine Regierungsmehrheit dastehen",

beschreiben AMANN & NEUKIRCH die Situation in den drei ostdeutschen Bundesländern, in denen sich die westlichen Volksparteien ins Abseits manövriert haben. Der Linkspartei droht in den neuen Bundesländern ebenfalls der Niedergang, was in dem Artikel außer Acht bleibt.

AMANN & NEUKIRCH sind der irrigen Meinung, dass man das AfD-Problem durch Aussitzen lösen könnte. Das Populismus-Mantra ist nichts als die Fortsetzung des Alternativlos-Mantras im neuen Gewand. Rhetorik-Wandel ist noch längst keine Ursachenbekämpfung!

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

SCHÖCHLI, Hansueli (2018): Streit um Rentenmodell im Bausektor.
Die Auffangeinrichtung der beruflichen Vorsorge kündigt den Vertrag mit der Baubranche,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 05.05.

 
       
 

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Bernds@single-dasein.de Stand: 15. Mai 2018