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Medienrundschau:
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News vom 07. - 09. Februar
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JOURNAL
FRANKFURT -Titelgeschichte: Ich bleib keusch.
Kein Sex vor der Ehe -
Frankfurts Jugend hält sich zurück |
- BREVOORD, Nicole (2007): Wir bleiben
keusch!
Jeder hat ihn - jeder will ihn. Glaubt man der Werbung, den
Fernsehserien wie "Sex and the City" und den gut gemeinten Tipps
einschlägiger Frauenzeitschriften und Männermagazine, dann dreht
sich in unserer Gesellschaft alles um Sex. Doch es gibt zunehmend
Jugendliche, die sich diesem Trend widersetzen. Keuschheit ist in -
zumindest vor der Ehe,
in: Journal Frankfurt Nr.4 v. 09.02.
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- BREMER, Nils (2007): Pendeln macht
Spass.
Ein Pendlerleben: Marion Epp arbeitet in Frankfurt und lebt im
Bergischen Land bei Köln. Vier Stunden Zugfahrt jeden Tag. Aber: Gar
kein Problem, sagt sie,
in: Journal Frankfurt Nr.4 v. 09.02.
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SCHMITT, Cosima (2007): Alte Jungfern sterben aus.
Eine Studie stellt fest: Die "alte Jungfer" ist nicht nur aus dem
Wortschatz verschwunden, sondern auch aus der Realität - was ein
unerwartet hoffnungsvolles Licht auf das Leben im hohen Alter wirft,
in: TAZ v. 09.02.
- Inhalt:
Cosima SCHMITT gibt für die Risikogruppe der
alten, partnerlosen und kinderlosen Frau Entwarnung:
"Die
heutigen Rentnerinnen haben gute Aussichten, dass ihnen ein einsames
Altern erspart bleibt.
Laut Studie hatten 2000 nur 13 Prozent der pflegebedürftigen
Frauen Partner und Kind. Im Jahr 2030 werden es 28 Prozent sein.
Diese Umstände aber beeinflussen das Alter entscheidend. Wenn eine
Frau zu Hause gepflegt wird, dann fast immer vom Partner oder vom
Kind. Das heißt also: Gerade die Gruppe, die das geringste Risiko
hat, irgendwann einmal im Pflegeheim zu leben, wächst drastisch an.
Umgekehrt verringert sich der Anteil der Frauen, denen ihrer Vita
nach besonders oft nur der Umzug ins Heim bleibt: Die Quote der
Frauen, die sowohl alleinstehend als auch kinderlos sind, sinkt von
7 auf 4 Prozent. Die Seniorin, die weder liiert noch Mutter ist, ist
ein Auslaufmodell.
(...).
Vorbei ist die Hochzeit der Kriegerwitwen oder derer, die aus
Männermangel ledig blieben. Etwa seit 1998 erreicht eine
Generation von Männern das 75. Lebensjahr, deren Reihen nicht mehr
der Krieg gelichtet hat. Zudem holen die Männer in der
Lebenserwartung allmählich ein wenig auf. Folglich altern immer mehr
Frauen in ehelicher Zweisamkeit. Zudem können sie häufiger als ihre
Vorgängerinnen hoffen, dass sie notfalls das eigene Kind umhegt und
pflegt. Schließlich sind sie die Mütter der Babyboom-Generation.
Bei allen erregten Debatten über den demografischen Wandel wird eins
oft vergessen: Kinderlosigkeit ist in Deutschland kein neues
Phänomen. Lediglich eine Generation blieb tatsächlich sehr
selten ohne Nachwuchs: die Ende 1930 bis Ende 1940 Geborenen, die
derzeit das Seniorenalter erreichen."
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STEUER, Maria (2007): Wie der Staat Geschlechterpolitik macht.
Mit dem Elterngeld wird die klassische Familie zum Auslaufmodell,
in: Tagesspiegel v. 09.02.
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EHRENBERG, Markus (2007): Verrückt nach Dr. House.
Neurotischer Single sucht Liebe in Großstadt? Was bei neuen
Fernsehserien funktioniert und was nicht,
in: Tagesspiegel v. 09.02.
- Inhalt:
EHRENBERG versucht zu erklären, warum Single-Serien
wie "Verrückt nach Clara" floppen.
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URBAN, Hans-Jürgen (2007): Auftauchen aus der Flut.
Rente und Demokratie: Die Gewerkschaften sollten gerade jetzt ihr
politisches Mandat erneuern,
in: Freitag Nr.6 v. 09.02.
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WIELAND, Leo (2007): Portugal.
"Abtreibung ist wie die Todesstrafe",
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.02.
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WANDLER, Reiner (2007): Portugiesen stimmen über Abtreibung ab.
Bei einem Referendum am Sonntag geht es um die Einführung einer
Fristenlösung. Bislang ist ein Schwangerschaftsabbruch verboten. Im
Falle einer Mehrheit will die Regierung eine Gesetzesreform einleiten.
Rechte und Kirchen sind dagegen,
in: TAZ v. 09.02.
- DAHMS, Martin (2007): Der Bauch und das
Volk.
Portugal hat eines der strengsten Abtreibungsgesetze Europas. Am
Sonntag wird über eine Liberalisierung abgestimmt,
in: Berliner Zeitung v. 09.02.
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BERNSTORFF, Madeleine (2007): Als die Damen wieherten.
Sie waren die "Neuen Frauen": Quirlig, selbstständig und mit
feschem Image stürmten sie in den 10er- und 20er-Jahren das
Stummfilmkino. Die diesjährige Berlinale widmet den "City Girls"
zwischen Emanzipation und Konsum ihre Retrospektive,
in: TAZ v. 08.02.
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Wilhelm Genazino -
Mittelmäßiges Heimweh
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- SHAFY, Samiha (2007): Herz, Hirn und
Hormone.
Hat Eva Herman doch recht? Die Neuropsychiaterin Louann Brizendine
hat wissenschaftlich nachgewiesen: Frauen ticken anders als Männer,
in: Vanity Fair
Nr.1 v. 08.02.
- Inhalt:
Im neuen Herrenmagazin des
Ulf POSCHARDT, über das im Vorfeld
viel geschrieben wurde, pflegt man den postfeministischen
Differenzfeminismus:
"VANITY FAIR: Sie
sagen, dass die Hormone dafür verantwortlich seien, wie eine Frau
die Welt sieht - und für ihre Stimmungsschwankungen.
Louann BRIZENDINE: Das
Gute daran ist, dass Hormone uns zu Frauen machen. Sie bewirken,
dass wir flirten, attraktiv sein wollen, gern tratschen, für Kinder
sorgen möchten:
all diese weiblichen Eigenschaften, die für die Gesellschaft sehr
wichtig sind."
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- LÖBBERT, Raoul (2007): "Danke,
Springer!"
Termin mit Rainer Langhans, Kommunarde,
in: Rheinischer Merkur Nr.6 v. 08.02.
- Inhalt:
"Sein Leben ist wie Berlin, »arm,
aber sexy«", charakterisiert LÖBBERT den Ex-Kommunarden Rainer
LANGHANS. Das garantiert ihm München und der deutsche Sozialstaat:
"Heute ist Rainer Langhans 66 Jahre alt. Die Rente ist das erste
geregelte Einkommen seines Lebens. Natürlich sei sie kaum der Rede
wert, erzählt er im »Zerwirk«, dem einzigen veganen Restaurant
Münchens. Aber Besitz sei ihm eh nie wichtig gewesen. Er hat ein
Fahrrad, das ihn überall hinbringt, ein winziges Apartment in
Schwabing, eine Matratze, auf der erstundenlang liegen und
meditieren kann."
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- MISIK, Robert (2007):
Hey, ihr da unten!
Heute erscheint sie also: die deutsche "Vanity Fair". Hat sich
Chefredakteur Ulf Poschardt endlich ein Zentralorgan seines
neokonservativen Bobospießertums gebastelt?
in: TAZ v. 07.02.
- Inhalt:
Robert MISIK,
der selber mit den Bobos liebäugelt, liefert gerade
deshalb eine schillernde Charakterisierung dieser
neuen Bobokratie:
"Im neueren deutschen
Spießertum haben sich in den vergangenen Jahren zwei paradigmatische
Phänotypen herausgebildet: der pausbäckig-altväterliche »Mehr-Anstand-mehr-Kinder-mehr-Sittlichkeit«-Typus
vom
Udo-di-Fabio-Eva-Herman-Schlag
und das hippe, zeitgeistige Bobospießertum, das seine
Trägerschichten in verweichlichten Mittelstands-Bubis gefunden hat,
die früher Pop gehört und
Müll getrennt haben und nun, weil sie sich im
bundesrepublikanischen Sozialstaat langweilen, mehr Härte ins Leben
bringen wollen.
Wohlgemerkt: mehr Härte ins Leben der Anderen.
(...).
Die bemerkenswerteste
Figur dieser neokonservativen Parallelgesellschaft ist
Ulf Poschardt, Ex-Tempo-Redakteur, Ex-SZ-Magazin-Macher und
nunmehr Leithammel der Vanity Fair, die ab heute der neue Stern am
deutschen Lifestyle-Magazin-Himmel sein will.
(...).
Was den Poschardt-Typus aber vom Traditionsspießertum unterscheidet,
ist, dass er den
neoliberalen Neiddiskurs mit dem Geist der Revolte, dem
Poprebellentum und dem Erbe von Punk und Nonkonformismus
kurzschließt. Die Kinder der Revolte, führte er in
raumgreifenden Essays von Zeit über taz bis zur Revival-Tempo
aus, seien doch die natürlichen Parteigänger des
Neoliberalismus, mit seinem Staatshass und seinem
Verwirkliche-dich-selbst!-Pathos.
(...).
Das Pathos vom »Abenteuer der Existenz« und der Kitzel von den
»Härten der Realität«, den Poschardt zu einem
Sartre-Hayek-Jünger-Brei verrührt, die haben mehr als nur
oberflächliche Verwandtschaft mit der
Verachtung für die Fadesse des Normalolebens, wie sie in
jungrevolutionären Zirkeln seit je dazugehört.
»Abenteuer der Existenz«: Das wurde nicht nur in Jüngers
»Stahlgewittern« gefeiert, sondern auch von Spontis und vom
»schwarzen Block«.
Sagen wir es so simpel und offen wie möglich: Es gibt ein breites
Spektrum von Milieus, links bis grün bis alternativ bis Indie, ein
Meer von Leuten, die nichts mehr hassen, als Mainstream zu sein,
die gerne gut leben, aber den hoch dotierten Brotjob verabscheuen,
die Lifestylekonsum pflegen, dabei aber möglichst ökologisch korrekt
vorgehen, die sich über wachsende soziale Ungleichheit grämen
und ein selbstbestimmtes Leben ohne Chef vorziehen, die brodelnde
innerstädtische Quartiere mit einem schönen Mix aus ehemals
besetzten Häusern, abgefuckten Kneipen, guten Esslokalen und ein,
zwei Falafelbuden zu schätzen wissen. Sie alle sind objektiv ein
bisschen Komplizen des Neoliberalismus."
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Zu den News vom
01.
- 06. Februar 2007
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