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Medienrundschau:
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News vom 01.
bis 15. Mai 2001
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- Thema des
Tages:
FAZ (2001): Kinder, Krippen, Karriere - Die
Förderung der Familien in Deutschland
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.05.
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- KOHSE, Petra
(2001): Frauen am Rande des
Planerfüllungssyndroms.
Was tun mit 30 Mark
Kindergeld? Entdecke die Möglichkeiten: Über
die Familie im Ikea-Dauertest und das Dilemma
postmoderner Frauen in der Erziehungszeit,
in: Frankfurter Nachrichten
v. 15.05.
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- POZNICEK, Eva
Graf (2001): "Singles sind öfters
krank".
David Leukert präsentierte
im Diogenes-Theater Altstätten Erkenntnisse
über Mann und Frau,
in: St. Galler Tagblatt v.
14.05.
- Textauszug:
"Zeugungsurlaub
für Männer
Das gewandelte Rollenverständnis der
letzten Jahre - die Emanzipierung der
Frau - löst Ängste in Leukert aus.
«Männer sind ständig auf der Flucht
vor Frauen», sagte er. «Männer müssen
endlich lernen, sich zu pflegen und zu
schonen, sonst haben sie keine
Überlebenschancen.» Dies deshalb, weil
die biologischen Grundlagen des Mannes
schwächer seien als jene der Frau.
Frauen nützten zudem die Schwächen des
Mannes gnadenlos aus, warnte der deutsche
Kabarettist. Die einzig logische
Konsequenz aus diesen Erkenntnissen ist
für den Kabarettisten die Forderung nach
einem Männerbeauftragten, nach
Männerhäusern für Geplagte und nach
Zeugungsurlaub."
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- MAURER,
Thomas (2001) Das Österreich-Lexikon.
Die Lage? Viel zu ernst,
in: Profil Nr.20 v. 14.05.
- Textauszug:
X, Generation, die:
In den Neunzigern schwer angesagt
gewesen, prominenteste Exponenten: Douglas
Coupland, Wynona
Ryder, >Westenthaler, Petzi . Dzt.
wegen Umbau geschlossen,
voraussichtlicher Name nach
Neueröffnung: "Generation
Kindergeld für alle".
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- CHRISTL,
Reinhard & Martin HIMMELBAUER (2001):
Arbeitskreis - Arbeitsgreis.
Höheres
Pensionsalter. Bis 65 sollen wir in Zukunft
arbeiten - sagen der Bundeskanzler und Experten.
Dazu bräuchte es aber einen Totalumbau der
Arbeitswelt - sagen die Unternehmer,
in: Profil Nr.20 v. 14.05.
- PROFIL (2001)
"Inländer raus".
Personalberater und
Wirtschaftspsychologe Otmar Hill über
"Arbeiten bis 65" und warum das kein
Fluch, sondern ein Segen sein kann,
in: Profil Nr.20 v. 14.05.
- Textauszug:
"Ich bin für
die Inländer-raus-Bewegung.
profil: Trotzdem werden wir nicht alle
60-Jährigen exportieren können.
Hill: Nein, daher müsste man sich
intensiv Gedanken machen, was mit denen
zu tun ist, die hier einen Job
brauchen."
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- ZÖCHLING,
Christa (2001): Der Haushaltsvorstand als
Gesinnung.
Volkszählung.
Christa Zöchling über Politiker, die sich
ungeniert in der Rolle des Paschas, des
vermeintlichen Frauenfreundes oder des
anarchistischen Verweigerers gefallen,
in: Profil Nr.20 v. 14.05.
- Textauszug:
"Neben vielen
privaten Angelegenheiten wird auch nach
der 'Stellung im Haushalt' gefragt. Es
wird empfohlen, denjenigen namhaft zu
machen, der am meisten zum
Haushaltseinkommen beiträgt. Der so
genannte Haushaltsvorstand kann - so die
Erläuterung im Beiblatt von Statistik
Österreich - ein Mann oder eine Frau
sein. Eine solche Großzügigkeit
widerspricht sogar dem Duden aus den
achtziger Jahren, der unter dem Begriff
'Haushaltsvorstand' einzig und allein den
'Vater' anführte.
(...) Irgendeinen Begriff brauche man nun
einmal, um alle anderen im Haushalt
lebenden Menschen in verwandtschaftliche
Beziehungen zu diesem setzen zu können.
Alles Mögliche habe man schon probiert.
Als Johanna Dohnal noch Frauenministerin
war, habe man sich besonders angestrengt,
etwas Zeitgemäßeres zu finden. In
Probezählungen wurden den Leuten damals
Begriffe wie 'Bezugsperson im Haushalt'
vorgesetzt oder auch 'statistischer
Haushaltsvorstand'. Doch die Verwirrung
war groß. So kam man wieder auf den
bewährten Haushaltsvorstand zurück.
Zweifellos liegt etwas Geheimnisvolles in
diesem Begriff. Seine Herkunft ist
unbekannt. Die meisten glauben, er stamme
aus Gesetzestexten zum Eherecht. Diese
Auffassung, dass es juristisch betrachtet
noch immer so etwas wie einen
Haushaltsvorstand gibt, reicht bis in
Regierungskreise. Wissenschaftsministerin
Elisabeth Gehrer etwa glaubt: 'Rechtlich
gesehen wird's der Mann sein. Die
praktische Arbeit mach aber ich.' Vor 26
Jahren wurde der entsprechende Paragraf
aus dem Allgemeinen Bürgerlichen
Gesetzbuch des Jahres 1811 abgeschafft.
Bis dahin hatte es geheißen: 'Der Mann
ist das Haupt der Familie und leitet das
Hauswesen (
). Die Gattin genießt
die Rechte seines Standes und hat die von
ihm getroffenen Maßregeln zu befolgen.'
Der sozialdemokratische Justizminister
Christian Broda setzte dieser Auffassung
über die Verhältnisse zwischen
Verheirateten 1975 ein Ende und
deklarierte die partnerschaftliche Ehe.
Doch mit dem Herzen waren die Männer nie
ganz dabei (...). Von den Frauen, die bei
der Volkszählung vor zehn Jahren mit
einem Mann gemeinsam in einer Wohnung
lebten, deklarierten sich übrigens bloß
3,6 Prozent als Haushaltsvorstand."
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- LOCHTE,
Adrienne (2001): "Bei uns gibt's nicht bloß
nackige Nudeln".
Die neunköpfige Familie
Wack hält sich vor allem für normal,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 13.05.
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Erziehung
heute:
- TÖRNE,
Lars von (2001): "Die Erwachsenen
dürfen nicht verwahrlosen".
Pädagoge Dieter
Lenzen über Möglichkeiten der
Erziehung,
in: Tagesspiegel v.
13.05.
- ULRICH,
Bernd (2001): Generation ohne
Grenzerfahrung,
in: Tagesspiegel v.
13.05.
- BRINCK,
Christine (2001): Zeit der Pflichten.
Deutschland
diskutiert über Kinder. Den Anstoß hat
die Frau des Bundeskanzlers gegeben. Sie
fordert mehr Werte. Um sie zu vermitteln,
müssen sich Eltern erst einmal über
ihre eigenen Prinzipien im Klaren sein,
in: Tagesspiegel v.
13.05.
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- HAUSWIRTH,
Mischa (2001): Die Ehekrise im Blut.
Erhöhte
Stresshormonwerte bei Frauen können ein Hinweis
sein, dass die Partnerschaft gefährdet ist,
in: Sonntagszeitung v. 13.05.
- Kommentar:
Für jene, die nicht
an Astrologie, sondern an die Biologie
glauben: "«Glücklich verheiratete
Menschen leben länger als Singles»,
sagt William Malarkey, Endokrinologe und
Mitautor der Studie, «aber in einer
unglücklichen Beziehung zu sein, ist das
Schlimmste von allem.»" Vielleicht
war es ja der Job und nicht die Ehe.
Sozialpsychologen sprechen hier von
Fehlattribuierungen.
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- MAUERSBERG,
Barbara/NOLL, Ute/SCHICKLING, Ulla (2001):
"Eine Leiche im Keller hat jeder".
Krimi-Autorin Ingrid Noll
über Mütter, Männer und Morde,
in: Frankfurter Rundschau
v. 12.05.
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- KREITH, Elena
M. (2001): Protokoll einer Online-Liebe.
Im Chat-Raum ist Wolfgang
der Tollste. Aber dann: diese Stimme und dieses
Sakko. Es gibt einfach nichts Perfektes,
in: Frankfurter Rundschau
v. 12.05.
- Textauszug:
"Ich schaffte
es gerade noch rechtzeitig, in den Zug zu
springen. Ja, das ist jetzt bald ein Jahr
her. Wolfgang und ich führen eine
Wochenendbeziehung."
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- FR (2001):
Danke, Mutti!
Was braucht eine Familie?
Die Politiker sind ratlos. Sie sollten mal die
Mütter fragen. Acht Frauen erzählen über ihren
Alltag zwischen Wickel- und Schreibtisch. Und den
ewigen Kampf gegen Klischees,
in: Frankfurter Rundschau
v. 12.05.
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- SZ (2001):
Der Mutterstand der Dinge.
Vom
Aussterben des deutschen Volkes bis zur
Menschwerdung im Reagenzglas: Acht Thesen zur
Zukunft der menschlichen Reproduktion,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 12.05.
- Kommentar:
Die
Berufspessimisten von der SZ:
"Doch
die Zukunft schaut nicht gut aus. Wird es
in einem halben Jahrhundert diesen Tag
überhaupt noch geben? Oder wird die Welt
entvölkert sein, werden ein paar einsame
Wanderer durch leerstehende Ruinenstädte
streifen, werden nachts in finsteren
Gebäuden von Kinderlachen träumen und
sich erinnern an die Zeiten, als es
Vater- Mutter-Kind noch gab? Die Alten,
und es wird fast nur noch Alte geben,
werden ein paar kluge Bücher schreiben,
in denen sie nachweisen werden, was
möglicherweise hätte besser gemacht
werden können damals."
Vielleicht
sollte man die Schreibermannschaft
austauschen. Schon mal etwas von Self
fullfilling prophecy gehört? Statt
Kulturpessimismus zu verbreiten, sollten
lieber Wege für eine bessere Zukunft
aufgezeigt werden. Waren Anfang der 80er
ökologische Katastrophenszenarios
modern, scheint sich diese Sehnsucht nach
Katastrophe ein neues Sujet gesucht zu
haben.
Man
könnte den Eindruck gewinnen, dass
Pessimisten fortpflanzungsfreudiger
sind...
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- LAU,
Mariam (2001): Endloser Abschied von der
deutschen Mutti,
in:
Welt v. 12.05.
- Textauszug:
"Vinkens
Buch ist das letzte in
einer langen Reihe dekonstruktivistischer
Bemühungen, alle Abhängigkeiten
zwischen Männern, Frauen und Kindern,
alle Abhängigkeiten von der Biologie aus
der Welt zu fisteln. Hierin hat die
nachfolgende Generation das Erbe der 68er
angetreten, die mit ihrem Misstrauen
gegen die Kleinfamilie, den Vater
schlechthin und das klassische (Ehe-)Paar
nicht nur private, sondern auch gleich
noch ein paar politische Probleme hatte
lösen wollen. (...) Ungeduldig macht
einen aber doch, dass in der
bundesrepublikanischen Gegenwart es ja
eben keine irgendwie kulturell
bedeutsame, meinungsprägende Position
gibt, von der aus das
"Nur"-Muttersein als attraktive
Option beschrieben wird. Daran ändern
auch neueste Überlegungen zur
Familienförderung und das Single-Bashing
nichts, das der 'Stern' ausgemacht haben
will. Im Zweifelsfall sticht Ally McBeal,
nicht die fünffache Mutter Meryl Streep!
Frauen, die ausschließlich zu Hause bei
ihren Kindern bleiben, sind gefälligst
unglücklich; wenn sie es noch nicht
wissen, können sie es jederzeit
nachlesen. Schönen Muttertag
allerseits!"
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- LLOYD, John
(2001): Und jetzt alle zusammen!
Der Autor von "Bowling
Alone" beobachtet das Aussterben von
Vereinen, Kirchen und Familienleben. Der
Niedergang des sozialen Kapitals, meint er, hat
schlechte Folgen für die Gesundheit und die
Wirtschaft,
in: Financial
Times v. 11.05.
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- BRÜHLMEIER,
Daniel (2001): Folgenschwerer Neid.
Die Rolle in Gesellschaft
und Wirtschaft,
in: Neue
Zürcher Zeitung v. 11.05.
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- SCHUBERT,
Bärbel (2001): Mobilität der Studenten.
Kleinstaatliche
Politik unerwünscht. Deutsche Hochschüler sind
eher ortsgebunden - Kultusminister beraten in
Hamburg,
in: Tagesspiegel v. 11.05.
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- BRINCK,
Christine (2001): Die Mutter aller Steuern.
Kleine Kinder brauchen eine
Familie: Warum staatliche Fremdbetreuung keine
Lösung ist,
in: Süddeutsche Zeitung v.
11.05.
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ZEIT-Dossier
"Land ohne Leute"
- KIRCHBACH,
Roland (2001): Land ohne Leute.
Der
Bevölkerungsschwund in Deutschland facht
neue Verteilungskämpfe an. Ein Gerangel
um Schüler, Kunden, Fachkräfte beginnt
- und spaltet die Republik in Gewinner-
und Verliererregionen. Ein Report über
soziale Konflikte in schrumpfenden
Städten,
in: Die ZEIT Nr.20
v. 10.05.
- HENARD,
Jacqueline (2001): Arme Deutsche,
glückliche Französinnen.
Warum Frankreich
einen Babyboom erlebt. Ein Gespräch mit
dem Demografen Hervé Le Bras,
in: Die ZEIT Nr.20
v. 10.05.
- Auszug:
"Es
stimmt zwar, dass in Ländern mit
vielen berufstätigen Frauen auch
viele Kinder geboren werden:
Norwegen, Schweden, Dänemark,
Frankreich. Wenn die Bevölkerung
nicht weiter altern sollte,
müssten die Frauen im
Durchschnitt aber nicht zwei,
sondern vier Kinder bekommen -
und das wollen sie nicht."
- NEUDECKER,
Sigrid (2001): Ciao, Bambini!
In Südeuropa
sinkt die Bevölkerungszahl noch stärker
als in Deutschland: Kinderreiche Familien
gibt es nur noch im Film,
in: Die ZEIT Nr.20
v. 10.05.
- Auszug:
"Die
Prognosen der Uno für Südeuropa
lassen die deutschen
Zukunftsängste harmlos
erscheinen: Im Jahr 2050 wird
Griechenland nach derzeitigen
Berechnungen gut 21 Prozent
weniger Einwohner haben, und die
spanische Bevölkerung wird um
fast 24 Prozent geschrumpft sein.
In Italien werden sogar 28
Prozent weniger Menschen leben
als heute."
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- ARD (2001)
Leeres Land - Sterben die Deutschen aus?
- Kommentar:
Früher nannte man
öde Landstriche, wo sich Fuchs und Hase
gute Nacht sagen, strukturschwaches
Gebiet oder Zonenrandgebiet und heute
belegt man damit bevölkerungspolitische
Notwendigkeiten...
- Kritiken
zum Film:
- PEUCKERT,
Tom (2001): Mehr als nur
Zahlenspiele,
in:
Badische
Zeitung v.
11.05.
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- OPASCHOWSKI,
Horst W. (2001): Lebensplanung als Designaufgabe,
in:
Welt v. 09.05.
- Kommentar:
Die Weltsicht des
Freizeitpädagogen ist einfach. Die Welt
braucht OPASCHWOSKI, denn
sonst würde ihr die kulturpessimistische
Sicht auf die Dinge fehlen:
"Steigender Lebensstandard und
wachsende Zeitnot, mangelnde Fantasie und
nachlassende Verbindlichkeit echter
sozialer Beziehungen bescheren schon
heute zahllosen Serviceagenturen einen
wahren Boom. Das Geschäft mit den
Ängsten und Nöten der Menschen
entwickelt sich zur Ausbeutung
menschlicher Bedürfnisse.
Vom
Geschäft mit der Zeitnot profitieren
Partyservice und Festeveranstalter,
Homeshopping und Sofortkredite. Das
Geschäft mit der Angst boomt bei
Babysittern und Bodyguards in Haus und
Garten, bei Diebstahl- und
Reiseversicherungen. Vom Geschäft mit
der Einsamkeit leben Singleklubs und
Singlereisen, Telefon- und
Kontaktdienste. Am Geschäft mit der
Langeweile verdienen Kinos und Kneipen,
Erlebnisparks und Fernsehanstalten. Das
Geschäft mit den Träumen beherrschen
die Traumfabriken Ferienklubs und
Reiseveranstalter, Shoppingcenter und
Badelandschaften. Im 24-Stunden-Service
wird alles möglich: Telefondienst für
Blinde oder Bodyguards für
Friedhofbesucher.
Der kanadische
Kultschriftsteller Douglas Coupland könnte
wieder einmal Recht behalten. In seinem
Buch "Life after God" machte er
sich schon 1995 Gedanken über ein Leben
nach Gott: Der Preis, den wir für dieses
goldene Leben bezahlen, ist die eigene
Unfähigkeit zum Leben aus erster Hand
und zum naiven Glauben an das
Kultmarketing als Ersatzreligion."
OPASCHOWSKI profitiert natürlich auch
irgendwie von jenen Menschen, denen er
die Defizite aufzeigt, die sie seiner
Meinung haben sollten. Ob das die
Menschen weiterbringt, oder nur
OPASCHOWSKI oder beide irgendwie
unerfüllt zurücklässt?
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- HESS, Andreas
(2001): Politik des Zensus
in: Frankfurter Rundschau v. 08.05.
- Inhalt:
HESS stellt das Buch
"American Census - A Social
History" der Historikerin Margo J.
ANDERSON vor. In dem Buch geht es um eine
sozialgeschichtlichte Betrachtungsweise
der politischen Bedeutung des
US-amerikanischen Bureau of Census. Dies
ist das amerikanische Äquivalent zum
Statistischen Bundesamt in Wiesbaden.
HESS schreibt über das Bureau of Census:
"als ein Ort der Definition befindet
es sich im Zentrum politischer und
sozialer Auseinandersetzungen. Zwar geben
Kongress, Exekutive und Judikative die
Leitlinien vor, doch bleibt es dem Bureau
vorbehalten, diese in Umfragen und
Ergebnisse umzusetzen." Da die
Sitzverteilung des Repräsentantenhauses
auf Größe und Einwohnerzahl der
einzelnen Staaten, welche vom alle zehn
Jahre stattfindenden Zensus festgestellt
wird, gibt es in den USA erbitterte
Kämpfe um Statistikergebnisse.
- Kommentar:
Ein solches
Buch fehlt in Deutschland.
Spätestens seit dem Urteil des
Bundesverfassungsgerichtsurteil
zur Pflegeversicherung dürfte
klar sein, dass das Statistische
Bundesamt eine zentrale Rolle im
Prozess der (rechts-)politischen
Entscheidungsfindung und
öffentlichen Meinungsbildung
innehat.
Die Zensusdaten bilden die
entscheidende Grundlage für
jegliche wissenschaftliche
Beweisführung, die sich auf
Repräsentativität beruft. Das
Bild der Familie in der
Öffentlichkeit wird nicht von
der Familienrealität, sondern
von der Haushaltsstatistik
geprägt. Der Familienbegriff des
Statistischen Bundesamtes prägt
die Sicht auf unsere Gesellschaft
so sehr, dass unsere
Wahrnehmungsmuster eher durch das
Statistische Bundesamt als durch
unsere Augen und Ohren bestimmt
sind. Anders lässt sich nicht
erklären, dass der Begriff
"Single-Gesellschaft"
eine solch rasante Karriere
gemacht hat, dass selbst
statistisch Kinderlose sich als
Eltern fühlen, ohne darin einen
Widerspruch zu empfinden. Sie
reagieren jedoch sofort
allergisch auf andere sichtbar
Kinderlose. Eine Hetzjagd auf
Kinderlose wie sie von manchen
Medien betrieben wird, wäre ohne
diese tiefsitzenden
Wahrnehmungsverzerrungen
undenkbar.
Die Definitionsmacht des
Statistischen Bundesamtes ist
bisher nicht sichtbar im Zentrum
der politischen
Auseinandersetzungen zwischen
Lebensstilen gestanden. Das
zeigt, dass der religiöse
Glauben durch den
wissenschaftlichen Glauben
ersetzt worden ist und dieser
säkulare
Letztbegründungszusammenhang
noch nicht ganz brüchig geworden
ist.
Die Scheinkontroverse
"Familien versus
Singles" könnte jedoch
dieses letzte Bollwerk
unhinterfragter
Selbstverständlichkeiten ins
Wanken bringen. Der Versuch die
Gesellschaft in
"Eltern" und
"Kinderlose" zu
spalten, könnte den
Begriffskonsens sprengen. Er
könnte die Absurditäten der
Begriffspolitik ins Bewusstsein
bringen.
Eine exakte Analyse der
politischen Interessen, die sich
hinter den Statistischen
Begriffen verbergen, ist
zukünftig unverzichtbar. Nicht
nur in den USA gibt es
Zusammenhänge zwischen den
politischen Machtverhältnissen
und den statistischen
Zensusergebnissen. Hier für
Transparenz zu sorgen ist eine
wichtige Aufgabe.
Die Zahl der Einpersonenhaushalte
ist ein Politikum ersten Ranges.
Der angeblich dramatische Anstieg
der Haushaltszahlen ist in hohem
Masse ein statistisches Artefakt.
Es bildet weniger die
tatsächlichen
Lebensverhältnisse ab, sondern
spiegelt die politischen
Machtverhältnisse und sonstige
gesellschaftlichen Verhältnisse
wider. Wenn dies von den Menschen
begriffen worden ist, dann wäre
schon viel gewonnen.
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- RHEINPFALZ
(2001): Bitte vermehrt euch, aber subito!
in: Rheinpfalz v. 07.05.
- Kommentar:
Der Autor stellt die
These auf, dass die Peer groups
entscheidend für die großen
Entscheidungen des Lebens sind. "Der
Lebensstil ist, grob gesagt, ansteckend.
Gäbe es hier zu Lande mehr Kinder - ich
wette, es würde auch mehr Leuten
einfallen, selber welche zu
kriegen."
Dieser
sozialpsychologische Ansatz scheint auf
den ersten Blick stimmig zu sein, aber er
macht es sich viel zu einfach. Der Autor
darf sich als Vater eines minderjährigen
Kindes als Angehöriger einer Minderheit
fühlen, aber das wäre er auch in den
60ern gewesen! Damals hätte er sich aber
nicht als Angehöriger einer Minderheit
gefühlt, das ist der entscheidende
Unterschied.
Wie ist es
möglich, dass sich Eltern heute als
aussterbende Spezies fühlen? Seit 1870
hat sich die Lebenserwartung verdoppelt. Die Folge
ist, dass wir Langlebigen in viel
geringerem Masse unser Leben mit
minderjährigen Kindern teilen können
als die Kurzlebigen. Wer mit 15 Kinder
bekommt und mit 40 stirbt, der verbringt
zwangsweise fast sein ganzes
Erwachsenenleben mit seinen
minderjährigen Kindern. Bei Menschen,
die 75 Jahre alt werden, spielen
minderjährige eigene Kinder eine
geringere Rolle.
1998 wurden in
Westdeutschland 100 000 Kinder mehr
geboren als 1978. Seit
dieser Zeit werden jedes Jahr mehr Kinder
geboren als im Jahr 1978. Warum wird
diese Tatsache nicht wahrgenommen? Warum
glauben Eltern, dass sie von Kinderlosen
umzingelt sind? In den 60er Jahren
standen überall Schilder "Spielen
auf dem Rasen verboten!" War das die
kinderfreundliche Gesellschaft, die
Eltern zurückhaben möchten?
Grassiert
in Deutschland nicht eine gewisse
Paranoia? Der Autor möchte in andere
Länder mit "freilaufenden
Kindern". Hat er vielleicht eine
verklärte Sicht auf die Vergangenheit?
Sind es vielleicht die Eltern, die ihre
Kinder misstrauisch von dem "bösen
Onkel" oder der "adretten
Tante" fernhalten? Nicht weil
"Kinderlose" kinderfeindlich
sind, sondern weil die Medien ein Bild
dieser Gesellschaft vermitteln, das den
Umgang zwischen Menschen mit
minderjährigen Kindern und Menschen ohne
minderjährige Kinder eher erschwert
statt ihn zu erleichtern. Die
sozialpolitische Verteilungsdebatte
trägt jedenfalls nichts zu einem
besseren Verhältnis bei.
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- MARIN, Bernd (2001): Panik
durch Statistik?
in:
Der Standard v. 07.05.
- Inhalt:
Der östereichische
Sozialforscher MARIN kritisiert die
Urteilsbegründung des
Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe
zur Pflegeversicherung:
"Falscher Katastrophenalarm liegt
auch dem Höchsturteil zur
Pflegeversicherung zugrunde, das die
gesamte Sozialversicherung ins Wanken
bringen soll. Die Verfassungsrichter
begründen die geforderten höheren
Beitragssätze für Kinderlose
ausdrücklich mit dem inzwischen
vermeintlichen Fehlen einer deutlichen
Mehrheit der Versicherten, die Kinder
bekomme und betreue. Auf Basis welcher
Statistik? Urteilsbegründungen wie
'Wollte man auch nur die heutige
Altersstruktur durch eine Erhöhung der
Geburtenrate oder der Einwanderung
stabilisieren, so müsste rein
rechnerisch entweder die Geburtenrate pro
Frau im gebärfähigen Alter umgehend auf
3,8 steigen, oder es müssten 188
Millionen jüngere Personen bis zum Jahr
2050 einwandern' lassen Schlimmstes
befürchten - aber nur über fehlende
Fachberatung der Höchstrichter. Man wird
von ihnen zwar keine Grundkenntnisse in
Demographie, Statistik und
Versicherungsmathematik, wohl aber
sorgsame Inanspruchnahme bestmöglichen
fachlichen Rats statt grotesker
Unsinnszenarien erwarten dürfen."
- Kommentar:
In
Deutschland scheint ein
Maulkorberlass für
Wissenschaftler zu existieren.
Anders ist nicht zu erklären,
dass es in den Medien keinen
einzigen Sozialwissenschaftler
gegeben hat, der im Anschluss an
das Urteil den
Begründungszusammenhang in Frage
gestellt hat. Es sind inzwischen
verschiedene ausländische
Beobachter gewesen, die die
Stimmigkeit der Begründung in
Zweifel gezogen haben. Nur bei
Single-dasein.de konnte man
bisher Kritik an diesen
Sachverhalten lesen.
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- HOPHAN,
Franz (2001): Die AHV in Finanznöten.
Mehr
Babies hätten das Problem nicht gelöst, sondern
nur vertagt,
in: Berner Zeitung v.
07.05.
- Auszug:
"Mehr Babies in
den Achtziger- und Neunzigerjahren
hätten das Finanzierungsproblem der AHV
wahrscheinlich wesentlich entschärft.
Aber nicht ohne einen hohen Preis. Das
Bundesamt für Statistik (BFS) hat für
unsere Zeitung eine hypothetische
Berechnung (Projektion) angestellt:
Hätte die Geburtenhäufigkeit bis heute
auf dem hohen Niveau der frühen
Sechzigerjahre verharrt, wäre die
Einwohnerzahl der Schweiz bis Ende 1999
auf 8,8 Millionen Personen angestiegen.
Mit dieser
Annahme würde die Alterspyramide der
Bevölkerung zwar richtig schön
aussehen, nämlich mehr nach Pyramide als
nach Zwiebel (vgl. Grafik). Aber wer mag
sich eine Schweiz mit 8,8 Millionen
Einwohnern vorstellen? 1,6 Milionen mehr
als heute, 13-mal die Bevölkerung der
Stadt Bern zusätzlich. Noch mehr Stress,
Verkehr und Lärm, noch mehr
Landverschleiss und Umweltzerstörung,
noch mehr Abfall und CO2-Emissionen - und
sehr wahrscheinlich auch wesentlich mehr
Arbeitslose.
Und bald
wären wir 10 Millionen gewesen. Eine
Bevölkerungszahl, die der
St. Galler Professor Francesco
Kneschaurek einmal als gerade «noch
tragbar» bezeichnet hat. Heute würde er
das angesichts des herrschenden
Lebensstils mit dem enormen
Ressourcenverschleiss wohl etwas anders
sehen. Einmal musste das
Bevölkerungswachstum gebremst werden.
Dass es in den Sechziger- und
Siebzigerjahren ohne jegliche
Zwangsmassnahmen, sozusagen
«natürlich» geschah, hat uns noch
grössere Probleme mit der AHV erspart.
Weil es kein unendliches
Bevölkerungswachstum geben kann, wäre
der Rückgang einige Jahrzehnte später
ohnehin eingetreten, hätte uns aber -
weil auf höherem Niveau - noch härter
getroffen."
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- BETTERMANN, Stella (2001):
Mama Solo wunderbar?
Eine
neue Untersuchung belegt: Alleinerziehende leben
nicht schlechter als andere Eltern,
in: Focus Nr.19 v. 07.05.
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- KRUMREY,
Henning (2001): Die Stunde der Neider.
Die Forderung, Eltern das
Kindergeld zu streichen, ignoriert Grundgesetz
und Steuerrealität,
in: Focus Nr.19 v. 07.05.
- Kommentar:
Der Polarisierer
KRUMREY schreibt: "Auf dem
Höhepunkt der Verteilungsdebatte
zwischen Familien und Kinderlosen
eröffneten Schulte, Schmidt & Co.
eine neue Neiddebatte: Nicht mehr Singles
sollen für Eltern und Nachwuchs zahlen,
sondern lediglich die Familien
untereinander die Lasten teilen."
Ein solcher Satz verdankt sich selbst
schon einem verqueren Familienbegriff,
der verdeckt, dass es auch in der
Scheindebatte "Familien versus
Singles" im Kern um die Umverteilung
zwischen Eltern geht.
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- MIKETTA, Gaby
(2001): "Mutterschaft bringt
Privilegien".
Die Münchner Ethnologin
Gabriele Herzog-Schröder bewertete das Leben der
Mütter, ihre Rolle und ihren Status in
traditionellen Gesellschaften neu,
in: Focus Nr.19 v. 07.05.
- Kommentar:
Der Vergleich
unserer Gesellschaft mit einem Naturvolk
bietet eine elegante Möglichkeit, um
veraltete Konzepte von Mutterschaft
wieder salonfähig zu machen und
Kinderlose, die bei uns unter dem
Pauschalverdacht von Hedonismus stehen,
zurechtzuweisen:
"Für
eine Yanomami ist es ein Unglück, wenn
der Kindersegen auf längere Zeit
ausbleibt. Eine kinderlose Frau genießt
wenig Achtung und wird versuchen, durch
Adoption eines Waisen oder Kooperation
mit ihren Verwandten an Mutterfreuden
teilzuhaben. Und sie versagt sich sogar
den Genuss von leckerem Tapirfleisch, um
den Geburtshelfergeist 'Shamariwe'
umzustimmen (...). Die Geburt des ersten
Kindes garantiert einer Yanomami-Frau
noch keine öffentliche Wertschätzung
(...). Ehe eine Frau (...) die
Privilegien einer erfolgreichen Mutter
genießen kann, vergehen oft Jahre (...).
In der westlichen Welt herrscht
natürlich ein ganz anderes Wertesystem.
Frauen, die zu Gunsten ihrer Karriere auf
Kinder verzichten, können hier zu hohem
Ansehen und viel Geld kommen. Im
Gegensatz zur Indianerwelt wirkt sich
Mutterschaft bei uns unter Umständen
statusmindernd aus."
Aber
möglicherweise wollen nicht einmal die
Vollzeitmütter wie die Indianer leben
und auf den Komfort unserer Warenwelt
verzichten...
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- HANNEMANN,
Ulf (2001): Chatten, bis der Traumprinz kommt.
Per Web nach einem Partner
zu suchen ist längst keine Schande mehr. Das
Internet ist die Spielwiese für Kontakte aller
Art,
in: Focus Nr.19 v. 07.05.
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- JARDINE,
Anja (2001): Emanzen auf Japanisch.
Bisher
galt Japan nicht gerade als großes Land der
Gleichberechtigung, jetzt wird eine Frau
Außenministerin. Im Land der Geishas brechen die
Frauen mit Traditionen, laufen herum wie
Moderebellen und kämpfen sich nach oben,
in: Spiegel Nr.19 v. 07.05.
- Textauszug:
"Fast die
Hälfte der Japanerinnen im Alter
zwischen 25 bis 29 ist heute
unverheiratet. Lauter "übrig
gebliebene Weihnachtskuchen".
Während die Mütter dieser Frauen
spätestens mit 20 ihre ersten
Heiratsinterviews zu absolvieren hatten,
denken die Töchter gar nicht daran zu
heiraten. Und wenn, dann muss der Ehemann
nicht unter demselben Dach wohnen. Den
jungen Männern soll es recht sein. Auch
sie wohnen lieber bei Muttern als mit
ihren Partnerinnen. So führen diese
"parasitären Singles", wie sie
genannt werden, Pendler-Ehen, und die
Emanzipation der Frau geht mit einer
gewissen Geschlechtertrennung
einher."
- Kommentar:
Interessant daran
ist, dass Nesthocker im Japan-Bericht als
Singles bezeichnet werden. Bei uns haben
Nesthocker ein positives Image. Erst im
Einpersonenhaushalt werden aus sozialen
Nesthockern asoziale Singles. Familie ist
bei uns eine Frage der
Haushaltszusammensetzung und nicht des
Generationenzusammenhalts. Bei uns
existiert immer noch der Mythos vom
"Pillenknick". Japan zeigt
aber, dass der Zusammenhang zwischen
Geburtenrückgang und Antibaby-Pille
keineswegs so zwingend ist, wie er immer
wieder dargestellt wird.
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- VAHABZADEHN,
Susan (2001): Nachahmung nicht empfohlen.
Das falsche Mutterbild und
die niedrige Geburtenrate,
in: Süddeutsche Zeitung v.
07.05.
- Auszug:
"Das Aussterben
der Menschheit steht nicht an (...) Beim
Gedanken an kinderlose Gesellschaften
darf einem dennoch kalt ums Herz werden.
(...)
Die
Geburtenraten in der westlichen Welt
sinken ständig, und Deutschland ist
inzwischen selbst für europäische
Verhältnisse ein verteufelt
fortpflanzungsunwilliges Land, noch knapp
vor den Italienern und den Spaniern. Der
Wert der Fortpflanzung an sich hat sich
in den letzten Jahrzehnten verändert:
Kinder als Altersversorgung sind zum
abstrakten Kalkül geworden; in einer
Gesellschaft, in der es nicht die eigenen
Kinder sind, auf die man sich verlassen
können muss, sondern ein staatlich
organisiertes Rentensystem, reicht ein
Einwanderungsgesetz, um das Problem zu
lösen (...).
Doch wenn
man die Debatten der letzten Wochen
verfolgt hat, kann es einem schon mal so
vorkommen, als ob die Frauen für die
sinkenden Geburtenraten allein
verantwortlich seien; von
zeugungsverweigernden Männern ist selten
die Rede. Soll es aber geben (...). Es
ist traurig, aber wahr: Wenn
Kindererziehung attraktiver werden soll,
muss auch die Vaterrolle sich ändern.
Und dann wird sie auch, wie von allein,
ganz neu bewertet."
- Kommentar:
Es darf mal
wieder ausgestorben werden bei
der SZ. Was sind eigentlich
"kinderlose
Gesellschaften"? Ist das die
Steigerungsform von
"kinderfeindliche
Gesellschaft"? Und seit wann
pflanzen sich Länder fort? Die
Geburtenrate ist so etwas wie ein
Waschmittel, nur dass es nicht
ständig um das weisseste Weiss
geht, sondern um das
"sinkenste Sinken".
Ein Tip für alle Journalisten:
Die ganze Debatte kann man bei
Peter MARSCHALCK (1984)
"Bevölkerungsgeschichte
Deutschlands im 19. und 20.
Jahrhundert" nachlesen. Neue
Argumente gibt es nämlich seit
den 40er Jahren keine:
"Kinder wurden in der
Deutung der Wissenschaftler als
Konkurrenz zu anderen
'Genüssen', als Konkurrenz zum
Wohlstandskonsum betrachtet;
viele Kinder zu haben und
aufziehen zu müssen galt als
Gefährdung ihrer sozialen
Aufstiegschancen (...). Die
veränderte Einstellung zu Kirche
und Religion (...) und der
Verlust überkommener 'Werte'
zugunsten liberaler und
materialistischer Anschauungen
galt der gesinnungstheoretischen
Interpretation als die
wesentlichen Gründe des
Geburtenrückgangs."
(S.59f.).
Vielleicht würde der Blick in
die Geschichte und ins Ausland
(siehe Standard v.
07.05.2001
und Berner
Zeitung v. 07.05.2001)
diese unsinnige Debatte
beenden...
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- ROSENBAUM,
Ulrich (2001): Frau Bergmann, wie viel sind
Kinder wert?
Das
große Thema in diesen Tagen: Welchen Stellenwert
haben Familien in unserer Gesellschaft?
in: Hamburger Morgenpost v.
07.05.
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- Welt
am Sonntag (2001): Trotz Anti-Baby-Pille Mütter
immer jünger,
in:
Welt am Sonntag v. 06.05.
- Kommentar:
Ein Beitrag zum
Aussterben: "Unter Fitness verstehen
Biologen die Zahl der Kinder, das heißt,
den Fortpflanzungserfolg eines Menschen.
Genau in diesem Punkt sind Frauen, die
ihr erstes Kind sehr früh bekommen,
erfolgreicher als andere, sie haben
insgesamt mehr Kinder. Und weil das so
ist, werden die Kinder, Enkel und Urenkel
der jungen Mütter von Generation zu
Generation zahlreicher - die weniger
Kinderreichen werden langfristig
aussterben." Kids an die
Mutterfront, sollte das die Konsequenz
dieser Argumentation sein?
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- HOFMANN,
Frank (2001): Leben wie Adonis,
in:
Welt am Sonntag v. 06.05.
- Inhalt:
Der Chefredakteur
von Men's Health setzt sich mit den
Vorwürfen des Buches "Der
Adonis-Komplex" von Pope, Phillips
und Olivardia auseinander
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- LORENTZ,
Frank (2001): Zwei einsame Herzen im Minutentakt,
in:
Welt am Sonntag v. 06.05.
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- WARNHOLD,
Birgit (2001): Neandertalter in Nadelstreifen.
In
seinem neuen Buch macht Dietrich Schwanitz klar,
dass der Mann für die Zivilisation nicht
geschaffen ist,
in: Berliner Illustrierte
Zeitung. Beilage der Berliner Morgenpost v.
06.05.
- Kommentar:
Wenn der Mann nicht
für die Zivilisation geschaffen wäre,
dann hätte er eigentlich genug Zeit
gehabt, um von der Bildfläche zu
verschwinden. Warum also gerade heute?
Vielleicht gibt es da gewisse Paralellen
zur Debatte übers Aussterben der
Deutschen...
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- FRASER,
Nancy (2001): Was ist gerecht?
Früher,
in der Fabrikgesellschaft, war die Sache klar: Es
ging um die Arbeit. Und Gerechtigkeit hieß:
Umverteilung, Heute, in der Wissensgesellschaft,
ist die Sache interessanter. Gerechtigkeit heißt
Anerkennung. Und mehr.
in: Tagesspiegel v. 05.05.
- Inhalt:
FRASER geht davon
aus, dass die Kämpfe um Anerkennung
Umverteilungskonflikte ersetzt haben,
statt zu mehr Gleichheit zu führen. Bei
der Identätspolitik besteht nach FRASER
die Gefahr, dass die Kämpfe zu
Seperatismus, Chauvinismus und Intoleranz
führen. Sie plädiert deshalb für ein
Status-Modell der Anerkennung: "Im
Status-Modell ist mangelnde Anerkennung
eine soziale Beziehung von Unterordnung,
die durch institutionalisierte Muster
kultureller Werte weitergegeben wird.
Dies geschieht zum Beispiel, wenn
Heiratsgesetze gleichgeschlechtliche
Partnerschaften ausschließen, weil sie
als illegitim und pervers angesehen
werden. Oder wenn eine Sozialpolitik
allein stehende Mütter als sexuell
verantwortungslose Schnorrerinnen
betrachtet (...). In jedem dieser Fälle
wird einigen Mitgliedern der Gesellschaft
der Status als vollwertige Partner in der
Interaktion verwehrt.
Schließlich bedeutet mangelnde
Anerkennung im Status-Modell eine
Verletzung von Gerechtigkeit. Wo und wie
auch immer eine Forderung nach
Anerkennung erfolgt, sie ist immer in
Ordnung. Das heißt genau dieses: Das
Ziel ist nicht, eine Gruppenidentität
aufzuwerten, sondern Unterordnung
aufzuheben. Genau diese Politik der
Anerkennung braucht die
Wissensgesellschaft."
- Kommentar:
Ein
wichtiger Artikel zum Thema
Identitätspolitik und damit zum
Kampf der Lebensstile. Die
amerikanische Singlebewegung hat
z.B. in den 60er und 70er Jahren
eine Identitätspolitik im Sinne
von FRASER betrieben. Das
"swinging
single"-Stereotyp war eine
Kampfansage an das "lonely
single"-Image der
Alleinstehenden. Von einem
gleichberechtigten Lebensstil ist
das Single-Dasein in den USA
heutzutage weit entfernt. Die
Identitätspolitik ist letztlich
gescheitert.
- Lesen
Sie zum Thema:
Der
Kampf der Lebensstile und die
Normalfamilie der Neuen Mitte
(mit weiterführenden Links)
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- MARY,
Michael (2001): Schluss. Aus. Ende,
in:
Welt v. 05.05.
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- TOLKSDORF,
Stefan (2001): Die Entblößung der Gefühle.
Von
Versäumnis und Vergeblichkeit: Bruno Ganz las im
Freiburger Theater aus Adalbert Stifters Novelle
"Der Hagestolz",
in: Badische Zeitung v.
05.05.
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- AUSTILAT,
Andreas (2001): Doch kein Geld für Kinder.
Die SPD-Länder wollen nicht
handeln - nur verhandeln,
in: Tagesspiegel v. 04.05.
- Auszug:
"Die Debatte
wird nicht dadurch besser, dass
Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar
Gabriel die anvisierte
Kindergelderhöhung in Lehrerstellen
umrechnet. Denn, so die logische
Schlussfolgerung der Gabrielschen
Mathematik, das sei genau die Summe, die
für Ganztagsschulen fehle. Sollen also
die Familien dieses Projekt durch
Kindergeldverzicht finanzieren? Wer so
argumentiert, befeuert die Neiddiskussion
zwischen Eltern und Kinderlosen, die zwar
bislang nur schleppend in Gang kommt,
sich aber mit ein bisschen
niedersächsischer Sturheit bestimmt noch
anfachen lässt."
- Kommentar:
AUSTILAT
zeigt mit diesen Sätzen, dass
für ihn die
"Kinderlosen" Bauern in
einem Schachspiel zwischen
Familienlobby und Regierung sind.
Die Diskriminierung Kinderloser
wird bewusst in Kauf genommen, um
sich in eine bessere
machtpolitische Position zu
bringen.
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- GERWIEN, Tilman &
Michael STRECK (2001): Der Familien-Krach.
Ein
neuer Streit spaltet die Gesellschaft: Sollen
Eltern mehr Geld vom Staat bekommen? Sind
Kinderlose dagegen Sozial-Schmarotzer, weil sie
zu wenig für die Gesellschaft leisten? Zwei
stern-Redakteure, zwei Positionen,
in: Stern Nr.19 v. 03.05.
- Kommentar:
Zwei Yuppies aus der
Medien-Branche inszenieren sich als
Single-Gesellschaft. Der Anwalt der
Eltern STRECK zitiert den angeblichen
Anwalt der Kinderlosen Peter KÖPF (TAZ v.
19.04.2001). Was ist
aber von solch einem Anwalt zu halten,
der Vater einer Tochter ist? Soll hier
ein Scheinkonflikt forciert werden? Es
sieht ganz so aus. Dies verdeutlichen
auch die Grafiken, die den wahren
Konflikt verdecken sollen.
"Zwei
Drittel ohne Kind" prangt dick über
der Haushaltsstatistik. Welchen Wert hat
eine solche Statistik, wenn eine
Trümmerfrau, die 8 Kinder in die Welt
gesetzt hat, als Kinderlose zählt? Der Sozialrichter
Jürgen BORCHERT -
angeblich ein Freund der Familie - rühmt
sich so gerne für das
Trümmerfrauen-Urteil. Er möchte gerade
diesen Trümmerfrauen das damals
erstrittene Geld wieder trickreich aus
der Tasche ziehen (siehe hierzu das Tagesspiegel-Interview
vom 04.04.2001). Die
Trümmerfrauen leben überwiegend in den
Haushalten ohne Kinder (1998 lebten laut
Mikrozensus in 21 % der
Einpersonenhaushalte über75Jährige. Die
Scheinkontroverse "Familien versus
Singles" ist im Grunde ein
Generationenkonflikt. Die Generation der
Trümmerfrauen und die Generation der
Noch-Kinderlosen sollen als Nettozahler
die mittlere Generation finanzieren, die
gerade Kinder grosszieht. Es gibt aber
kaum jemand, der das so deutlich zu sagen
wagt. Ein Umverteilungskonflikt
zwischen Eltern? Die
eigenen Kinder greifen den Eltern in die
Tasche? Völlig unmöglich! Einfacher ist
es dagegen die Kinderlosen als
Sündenböcke für die Misere
verantwortlich zu machen.
Ein
Kinderlosenbegriff, bei dem
undifferenziert Noch-Kinderlose, Eltern
ohne Kinder im Haushalt und lebenslang
Kinderlose in einen Topf geworfen werden,
um wenigstens den Anschein erwecken zu
können, dass Eltern eine aussterbende
Spezies darstellen, der möchte nichts
anderes als ein gesellschaftliches Klima
erzeugen, in dem erst gar keine Debatte
um eine sinnvolle Familienpolitik
aufkommen soll.
Ein
weiterer Punkt ist die Darstellung des
"Geburtenrückgangs". Ab 1990
wird nur die gesamtdeutsche Geburtenrate
dargestellt. Der dramatische
Geburtenrückgang in den neuen
Bundesländern aufgrund der
Wiedervereinigung führt dazu, dass die
Geburtenrate nach unten zeigt. Warum wird
dies verschleiert?
Unsichtbar
bleibt auch das Problem, dass die steigende
Lebenserwartung dazu
führt, dass die seit 1978 steigenden
Geburtenzahlen als
Geburtenrückgang erscheinen. Der
Generationenvertrag ist in erster Linie
von der steigenden Lebenserwartung und
nicht von den Kinderlosen gekündigt
worden. Dieses Problem würde auch
existieren, wenn es keinen einzigen
Kinderlosen geben würde.
Die
Deutschen werden nicht aussterben, aber
möglicherweise müssen wir in Zukunft in
einer Hassgesellschaft leben, weil
amoklaufende Anwälte von
"Eltern" und
"Kinderlosen" ein Klima
erzeugen, in dem ein friedliches
Zusammenleben zwischen den Generationen
unmöglich wird.
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- MAYER,
Susanne (2001): Die Doppeltbedienten.
Mehr
Hilfe für Familien! Und wer soll's bezahlen?
Natürlich die Kinderlosen. Eine tägliche
Provokation für jene, die vergeblich versuchen,
Eltern zu werden. Statt endlich Windeln wechseln
zu dürfen, geraten sie unter pauschalen
Verdacht, Hedonisten zu sein,
in: Die ZEIT Nr.19 v.
03.05.
- Kommentar:
"Nun gibt es
statt Urteilen vor allem Vorurteile. Eine
neue Variante des Klassenkampfes wird
geübt: solche mit gegen solche ohne
Kinder. Jede Gruppe unterstellt der
anderen Vorteile, für die man selber zur
Kasse gebeten werde", schreibt
MAYER. Dieser Klassenkampf ist die
konsequente Folge der
Individualisierungsdebatte, die von dem
Soziologen Ulrich BECK forciert wurde.
Die Individualisierungsthese hat sich
seit den 80er Jahren als
selbstverständlicher
Deutungszusammenhang etabliert. Lesen Sie
hierzu:
Der
Familiensektor: Vom unerfüllbaren
Kinderwunsch zur Dramatisierung des
Geburtenrückgangs (mit weiterführenden
Links)
- RUTENBERG,
Jürgen (2001): Volkskrankheit Kinderlosigkeit,
in:
Die ZEIT Nr.19 v. 03.05.
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- HAHNE,
Peter (2001): Die deutsche Sozialpolitik steht
vor dem Offenbarungseid,
in:
Welt v. 02.05.
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- GROSS,
Peter (2001): Gesellschaft X.
Nicht
nur was die Börse betrifft, muss man derzeit mit
ziemlichen Ungewissheiten leben,
in: St. Galler Tagblatt v.
01.05.
- Inhalt:
Das Gemeinsame aller
Zeit- und Gegenwartsdiagnosen ist für
den Soziologen GROSS der
"historischen Bruch der Gegenwart
mit der Vergangenheit. (...) An Begriffen
wie Traditionsverlust und
Orientierungslosigkeit wird dieses
Kapitel der Moderne manchmal mit einem
weinenden (als Verlust), manchmal mit
einem lachenden Auge (als
Emanzipiertheit) umschrieben.
Herausgefallen aus dem gemachten Bett der
Vergangenheit erwacht das Ich und friert
oder aber freut sich! Dieser Vorgang ist
als Individualisierung und
Flexibilisierung manchmal kritisch (wie
von Richard
Sennet), manchmal
optimistisch (wie von Ulrich Beck oder
Anthony Giddens) unter die Lupe genommen
worden. Oder rabenschwarz wie von Michel
Houellebecq, einem
derzeit in Feuilletons zu Recht die Kür
machenden Kultautor aus Frankreich. Das
Ich, so Houellebecq, schwebt abgetrennt
von seinen Herkünften orientierungslos
im leeren Raum und versucht, wie im den
Zeitgeist grandios aufnehmenden Roman
»Elementarteilchen« (1995)
beschrieben, sich wie ein ungesättigtes
Molekül mit Produkten und Menschen zu
verbinden. In Büchern wie «Soloing»
von Harriet Rubin oder «Ich-AG» vom Tom
Peters herrscht derzeit freilich eine
weniger schwermütige Atmosphäre (...)
Nicht alle können oder wollen sich aber
in eine Ich-Unternehmung verwandeln.
Einige Autoren, prototypisch etwa Gerhard
Schulze in seiner
«Erlebnisgesellschaft», rücken denn
auch die Frage in den Vordergrund, in
welcher Weise das freigesetzte Individuum
der Neuzeit Sinn, Glück oder, einfacher,
einen Platz im Leben finden könne."
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom April 2001
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©
2000-2002
Bernd Kittlaus |
[email protected] |
Stand:
19. Januar 2002 |
|
Zugriffe
seit
dem 14.Juni 2000 |
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