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Medienberichte über single-dasein.de
 
 
 
   

News vom 17. - 30. Juni 2012

 
 
   
  • Frühjahrsthema: Die mediale Inszenierung des Baby-Booms im Berliner Szene-Bezirk Prenzlauer Berg - Eine kommentierte Bibliografie
 
 
   

Zitat des Monats:

Die Hierarchie der Lebensformen aus der Sicht von Eltern und Kindern 

"Es zeigt sich eine deutliche Hierarchisierung von Lebensformen. Das Bild der Kernfamilie als »ideale« Lebensform ist fest in den Köpfen der Befragten verankert und findet durch Zuschreibungen von Überlegenheit in Kompetenz und Moral zusätzliche Festigung. Mit der Konstruktion der Kernfamilie als Ideal und als stabile Umgebung für das Aufwachsen von Kindern ist eine Abwertung davon abweichender Lebensformen verbunden. Ein-Eltern-Familien werden aufgrund der »fehlenden« Besetzung einer Elternposition als benachteiligt betrachtet und konstruieren sich auch selbst - vor der normativen Folie der Kernfamilie - als defizitäre »Mangelfamilie«. Der auch in der Forschung lange Zeit verwendete Begriff der »unvollständigen Familie« (...) scheint hier präsent zu sein. Stieffamilien werden aufgrund des alltäglichen Vorhandenseins von zwei Elternpersonen als »komplett« betrachtet, woraus die Zuschreibung umfassender Stabilität resultiert."
(Ulrike Zartler "Die Kernfamilie als Ideal. Zur Konstruktion von Scheidung und Nachscheidungsfamilien" in: Zeitschrift für Familienforschung, Heft 1, 2012, S.79)

 
 
       
   

ROTHER, Richard (2012): Der ausgelagerte Kühlschrank.
Konsum: Immer mehr Menschen gehen immer öfter abends im Supermarkt einkaufen. Für sie ist nicht mehr ihre Küche, sondern die Kaufhalle das zentrale Lebensmittellager,
in:
TAZ v. 30.06.

"Der typische Späteinkäufer ist demnach männlich und berufstätig. Er ist 36 Jahre alt, also deutlich jünger als der Durchschnitt aller Kunden in den untersuchten Märkten. Der Späteinkäufer erwirbt dieselben Artikel wie tagsüber auch und hat ebenso große Ansprüche an Frische und Warenverfügbarkeit wie tagsüber. Für viele ist der Späteinkauf selbstverständlich; allerdings sinkt nach 22 Uhr die Nachfrage rapide",

berichtet Richard ROTHER über die Untersuchung der Kundengruppe "Späteinkäufer" im Lebensmitteleinzelhandel von Bernd S. WOLFF.

Der französische Soziologe Jean-Claude KAUFMANN hat in seinem 2006 auf deutsch erschienenden Buch Kochende Leidenschaft den Übergang von der Tisch- zur Kühlschrankkultur beschrieben, mit dem der Aufstieg des individuellen Essers einherging. Leitet der Späteinkauf also eine neue Etappe in dieser Geschichte des individuellen Essers ein oder handelt es sich dabei lediglich um eine Ausdifferenzierung der Lebensstile, von der nur "Singles" und nicht Familien betroffen sind?

Wenn der Späteinkäufer tatsächlich "große Ansprüche an Frische und Warenverfügbarkeit wie tagsüber" hat, dann dürften viele deutsche Supermärkte diesen Ansprüchen derzeit kaum gerecht werden...     

 
   

DRIBBUSCH, Barbara (2012): Mehr Geld für häusliche Pflege.
Alter: Bundestag beschließt Pflegereform. Demente und Alten-WGs kriegen etwas mehr. Staatlicher Zuschuss zur privaten Vorsorge kommt. SPD rügt "Pflegereförmchen",
in:
TAZ v. 30.06.

 
   

Gentrifizierung: Von Yuppies, Yetties, Bobos, digitaler Bohème, Nerds, Hipstern und Latte macchiato-Müttern - Eine Bibliografie der neueren Gentrifizierungsdebatte

GEIßLER, Cornelia (2012): Täglich demonstrieren die Touristen.
Wem gehört die Stadt? Der Schriftsteller Jan Peter Bremer über seine Kreuzberger Straße und den "Amerikanischen Investor". Ein Gespräch,
in:
Berliner Zeitung v. 30.06.

 
   

DRIBBUSCH, Barbara (2012): Die neuen Körperklassen.
Alter: Mit vollen Windeln zu lange im Bett: Die Pflegefrage berührt Tabuzonen in der Leistungsgesellschaft. Der "Pflege-Bahr" verstärkt die Schieflage,
in:
TAZ v. 29.06.

 
   

MAIER, Anja (2012): "Wenig überzeugendes Taschengeld".
Bundestag: Diesmal mit genug Abgeordneten: eine muntere Debatte über das Betreuungsgeld,
in:
TAZ v. 29.06.

 
   

HEIDTMANN, Jan (2012): Sinfonie des Unsinns.
Das heftig umkämpfte Betreuungsgeld wird erstmals im Parlament als Gesetzentwurf beraten. Schon früh hatte die Idee wenig mit Familienpolitik zu tun - und viel mit Machtpolitik. Eine Chronik,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 28.06.

Thorsten DENKLER stellt einen Tag später Online den Sinneswandel der CSU-Abgeordneten Dorothee BÄR zum Betreuungsgeld in den Mittelpunkt seines Beitrags:

"Gestern, als das Gesetz zum Betreuungsgeld in den Bundestag eingebracht wurde, war Bär dort die erste Rednerin. Da kann es ihr nicht schmecken, wenn sie am Morgen mit alten Zitaten konfrontiert wird. In einer umfassenden Chronik der Geschichte des Betreuungsgeldes konnte sie einen ihrer Sätze aus dem Jahr 2007 nachlesen, der ziemlich unmissverständlich lautet: »Ich halte gar nichts von dem Betreuungsgeld.«"

 
   

BARTSCH, Michael (2012): 5.000 Euro zum "Abkindern".
Demografie: Die Christdemokraten in Sachsen-Anhalt möchten mit einem Ehekredit nach DDR-Vorbild das Kinderkriegen stimulieren. Unverheiratete Paare sollen leer ausgehen,
in:
TAZ v. 28.06.

ORDE, Sabine am & Daniel BAX (2012): "Bei uns kommt alles 25 Jahre zu spät".
Einwanderung: Klaus J. Bade ist Deutschlands wichtigster Migrationsforscher. Kein Innenminister kommt an ihm vorbei. Am 1. Juli hört er als Vorsitzender des Sachverständigenrats für Integration auf. Ein Gespräch über beratungsresistente Politiker, Morddrohungen und positive Nebeneffekte des Osloer Attentats,
in:
TAZ v. 28.06.

 
   

ERDMANN, Nicola (2012): "Jeder Mann ist für was gut".
Autorin Clara Ott über ihr Single-Leben und warum sie darüber schreibt,
in:
Welt kompakt v. 27.06.

 
   

Marc Fischer - Die Sache mit dem Ich

WÜLLENKEMPER, Cornelius (2012): Zwischen Weltbeobachtung und Projektion.
Als Autor des Popjournalismus hat sich Marc Fischer einen Namen gemacht. In seinen jetzt posthum erschienenen literarischen Reportagen "Die Sache mit dem Ich" entdeckt er noch in der unspektakulärsten Begebenheit die Rätselhaftigkeit der Welt.,
in:
DeutschlandRadio v. 27.06.

 
   

DESTATIS (2012): Elterngeld.
Erwerbstätigkeit von Frauen führt zu höherer Väterbeteiligung,
in:
Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Wiesbaden v. 27.06.

 
   

LUDWIG, Kristiana (2012): Wenn die Kinder aus dem Haus sind, kommen die Pillen.
Medikamente: Ärzte verschreiben Frauen mehr und stärkere Psychopharmaka als Männern,
in:
TAZ v. 27.06.

 
   

HAMANN, Sibylle (2012): Nie wieder Wochenendhaus!
Selbstgemachte Marmelade schlecken, mit Dorfkindern Heuschrecken fangen und der Natur näherkommen – schön wär’s. Das Wochenendhaus hindert einen aber daran,
in:
Falter Nr.26 v. 27.06.

 
   

OTT, Clara (2012): Der Supermarkt der Liebe.
Wer begleitet mich zu Ikea und warum wollt Ihr alle mit mir auf Weltreise? – unsere Autorin versucht einen Monat lang, im Internet einen Mann kennenzulernen,
in:
Rheinische Post Online v. 25.06.

 
   

STATISTISCHES LANDESAMT BADEN-WÜRTTEMBERG (2012): "Späte Vaterschaft" liegt im Trend.
276 verheiratete Väter waren in Baden-Württemberg im Jahr 2010 bei der Geburt ihrer Kinder bereits 55 Jahre oder älter,
in:
Pressemitteilung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg v. 25.06.

 
   

DORNHEIM, Laura Sophie (2012): Nennt es, wie ihr wollt, es ist Bevormundung.
Betreuungsgeld: Es gehe um "das Wohl unserer Familien und Kinder", sagen die Befürworter des geplanten Betreuungsgeldes. In Wahrheit geht es darum, einer ganzen Generation ein veraltetes Familienbild aufzuzwingen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.06.

 
   

ANWA/BALL/LHA/STRO (2012): Urlaubsflirt mit dem eigenen Partner.
Achtung, Nebenwirkung: Pärchenferien sind Umfragen zufolge brandgefährlich für die Beziehung. Zehn Gründe, warum man trotzdem unbedingt wieder zusammen verreisen sollte,
in:
Welt am Sonntag v. 24.06.

 
   

FEIX, Thomas (2012): Mutter Drei.
Seit fünf Jahren ist Herr Klose allein. Macht nichts, er denkt an schöne Zeiten zurück. An die Frau, die ihm am wichtigsten war im Leben,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 24.06.

 
   

KITTLITZ, Alard von (2012): "Wir können vieles einfach nicht wissen".
"Das soziale Tier" ist ein Buch des Journalisten David Brooks. Ein Gespräch,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 24.06.

 
   

HAMMERMANN, Katharina (2012): Immer mehr Single-Haushalte. Druck auf Wohnungsmarkt steigt.
Statistiker beobachten einen folgenschweren Trend: Die Zahl alleinlebender Menschen steigt. Trotz sinkender Geburtenraten wird der Wohnraumbedarf daher steigen. Und wer kümmert sich um die alleinstehenden Alten?
in:
Trierer Volksfreund v. 23.06.

"Dem Rathaus zufolge zählte die 105 000-Einwohner-Stadt 2011 satte 49 265 Ein-Personen-Haushalte. Bei insgesamt 72 369 Haushalten entspricht das einem Anteil von 68 Prozent. Damit lässt Trier selbst Berlin, das als Hauptstadt der einsamen Herzen gilt, weit hinter sich: Dort liegt der Anteil »nur« bei 54 Prozent",

behauptet Katharina HAMMERMANN. Die Zahlen widersprechen jedoch einer Erhebung der GfK, bei der Trier im Jahr 2007 noch auf einen Anteil von 45,9 % Einpersonenhaushalte kam. 2011 lag Regensburg mit 57 % an der Spitze. Weder die Stadt Trier, noch das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz weisen die Anzahl der Einpersonenhaushalte in ihren im Web verfügbaren Statistiken aus. Auch eine Erhebung aus dem Jahr 2011, über die Anita LOZINA berichtete, kommt lediglich auf 36 % Einpersonenhaushalte in Trier, wobei jedoch nicht die Haushalts- sondern die Einwohnerzahlen den Bezugspunkt abgeben.

Dass auch die Politik einen Einfluss auf die Entwicklung Haushaltszahlen hat, lässt sich daran ablesen, dass nach der Einführung einer Zweitwohnungssteuer die Zweitwohnsitze zwischen 2005 und 2007 um ca. 10.000 zurückgegangen sind, während die Hauptwohnsitze um ca. 4.300 gestiegen sind (danach von 2007 auf 2009 lediglich um ca. 500). Da dies in einer Universitätsstadt wie Trier insbesondere Studenten betrifft, die einen großen Anteil am Zuwachs der Einpersonenhaushalte haben, führt das zu Verzerrungen, denn beim Anteil der Einpersonenhaushalte werden lediglich die Haupt- und nicht die Nebenwohnsitze gezählt.

Auch bei den älteren Menschen führen z.B. technischer Fortschritt oder verbesserte Infrastruktureinrichtungen wie mobile Pflegedienste dazu, dass der Anteil der Alleinlebenden steigt, während der Anteil der Heimbewohner relativ gesehen sinkt. Auch hierdurch - wird unabhängig von Verhaltens- bzw. Einstellungsänderungen (was die Rede von Lebensstilen betont) - die Entwicklung der Haushaltszahlen beeinflusst.

Selbst Sozialstrukturforscher wie Stefan HRADIL, die es eigentlich besser wissen müssten, blenden solche strukturellen Veränderungen - zugunsten von Verhaltens- oder Einstellungsänderungen - aus, wie das nachfolgende Interview zeigt.

HAMMERMANN, Katharina (2012): Einblicke ins Single-Leben.
Freiwillig wird kaum jemand zum Single, sagt der Soziologe Stefan Hradil im TV-Interview. Allerdings können sich die meisten gut mit ihrer Situation arrangieren, denn sie sind ohnehin mit ihrem Beruf verheiratet. Schwierig wird es für viele Singles erst im Alter. Und das könnte angesichts ihrer steigenden Zahl auch zu einem gesellschaftlichen Problem werden,
in:
Trierer Volksfreund v. 23.06.

 
   

OESTREICH, Heide (2012): Jeder und jede muss sich selbst ernähren können.
Geschlechter: Ein Jahr Gleichstellungsbericht: Expertin fordert neues familienpolitisches Leitbild,
in:
TAZ v. 23.06.

 
   

MARTINI, Tania & Stefan REINECKE (2012): "Für Märkte ist Demokratie komfortabel".
Demokratie: Der Soziologe Colin Crouch über das komplizierte Verhältnis von Kapitalismus und Bürgermacht,
in:
TAZ v. 23.06.

 
   

TAZ-Tagesthema: Wohnungsmarkt in Berlin

KELLER, Gabriela M. (2012): Aufwärts, immer weiter.
"Wahnsinn, was die Leute zahlen", sagt die junge Frau, die bei der Versteigerung nicht mithalten kann. Das Immobiliengeschäft in Berlin boomt - international. Das Nachsehen haben die Einheimischen,
in:
TAZ v. 22.06.

 
   

WALTHER, Rudolf (2012): Der Staat zahlt doppelt.
Gesellschaftstheorie: Der Soziologe Wolfgang Streeck sprach in Frankfurt über Krise und Kapitalismus,
in:
TAZ v. 22.06.

 
   

Die Studie "Bildung und Beruf in Zeiten der Finanzkrise: Studienbedingungen und Jobchancen nach dem Studium" in der Debatte

DAPD (2012): Sorge um Akademiker-Jobs.
Arbeit: Viele Studenten befürchten schlechte Jobchancen in Deutschland, ergab eine Studie,
in:
TAZ v. 22.06.

WARNECKE, Tilmann & Amory BURCHARD (2012): Zufrieden mit der Uni, Hoffnung auf gute Jobs.
Umfragen unter Studierenden: Trotz voller Hochschulen und Finanzkrise sehen Studierende und Abiturienten ihre Lage positiv: Mit den Studienbedingungen sind zwei Drittel zufrieden. Und Schulabgänger rechnen nach dem Studium mit guten Gehältern,
in:
Tagesspiegel v. 22.06.

 
   

MROZECK, Bodo (2012): Unsere schmerzhafte Geburt der Popmoderne.
Manifestation eines Kulturbruchs: Vor fünfzig Jahren brachen die "Schwabinger Krawalle" aus. Eine Rekonstruktion,
in:
Welt v. 21.06.

 
   

MALTER, Bettina (2012): Glückliche Männer!
Gleichberechtigung: Wir jungen Frauen in den neuen Ländern halten uns für emanzipiert. Und verzichten trotzdem auf unsere Karrieren,
in:
Die ZEIT Nr.26 v. 21.06.

 
   

UIrich Beck & Elisabeth Beck-Gernsheim - Fernliebe

BERG, Lilo (2012): Das ganz normale Chaos der Liebe.
Der Soziologe Ulrich Beck über die Zukunft von Beziehungen und seine eigene Liebe. Der Trend geht zur Fernliebe. Auch Beck verbringt längere Zeiten ohne seine Frau,
in:
Frankfurter Rundschau Online v. 20.06.

 
   

KOLOSOWA, Wlada (2012): Wut tut gut.
Speed-Hating: Beim Speed-Hating lernen sich Singles kennen, indem sie sich gemeinsam über ein Thema ereifern. Kann aus vier Minuten Hass Liebe werden? Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, die Eine fürs Leben oder für die Nacht auf dem Fließband der Möglichkeiten zu finden?
in:
Spiegel Online v. 20.06.

 
   

HEBEL, Stephan (2012): Kein Kinderkram.
Wie Erziehung und Bildung gering geschätzt werden,
in:
DeutschlandRadio v. 20.06.

ENGELS, Siliva (2012): Betreuungsgeld als "Bestandteil der Wahlfreiheit".
Stellvertretender CSU-Vorsitzender ist zuversichtlich. Johannes Singhammer im Gespräch,
in:
DeutschlandRadio v. 20.06.

Johannes SINGHAMMER sieht einen Vorteil des Betreuungsgeldes darin, dass es Kommunen, die den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz nicht erfüllen (wollen?), entlastet:

"Also wenn man eben diese Zahlen noch mal sieht und auch die Anstrengungen und Bemühungen vieler Kommunen, den Rechtsanspruch auch zeitgerecht umzusetzen, und vor allem auch mit den Schwierigkeiten, die notwendigen Erzieherinnen/Erzieher als Qualität auch zu finden, dann, denke ich mal, ist es für viele Kommunen sowohl finanziell als auch organisatorisch eine durchaus angenehme Sache, verweisen zu können, dass es das Betreuungsgeld gibt, vor allem dann, wenn die eine oder andere Kommune den Rechtsanspruch nicht realisieren sollte."

 
   

ZINKANT, Kathrin (2012): Wehe, du entspannst dich nicht!
Panikmache: Ein Nachrichtenmagazin mahnt Schwangere. Von Stress bis Schokolade soll ihr Tun Schäden am Ungeborenen hinterlassen. Steile These? Vor allem schlecht belegt,
in:
Freitag Online v. 20.06.

 
   

SCHMOLLACK, Simone (2012): Das perfekte Kind.
Gentechnik: Durch die neue Entschlüsselung des Genpools beschwören Kritiker die Gefahr des Designerbabys herauf. Fakten spielen kaum eine Rolle,
in:
TAZ v. 20.06.

 
   

RME (2012): Singles und einsame Senioren sterben früher.
Menschen, die sich im Alter einsam fühlen, haben einer aktuellen Studie zufolge ein erhöhtes Sterberisiko. Nach einer anderen Untersuchung enden Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch bei "jüngeren" Singles häufiger tödlich,
in:
Deutsches Ärzteblatt Online v. 19.06.

 
   

INGENDAAY, Paul (2012): Ich bin bereit, bei null zu beginnen.
Jugendarbeitslosigkeit in Spanien,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.06.

 
   
Aus Politik und Zeitgeschichte-Thema: Protest und Beteiligung

KURTENBACH, Sabine (2012): Jugendproteste - blockierte Statuspassagen als einigendes Band,
in:
Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.25-26 v. 18.06.

 
   

SCHÄFER, Frank (2012): Finger auf der Escape-Taste.
Spazieren gehen: Aufstand der Irren - Die Wiederkehr des Flaneurs in der Berlinliteratur ist mehr als eine Retromode,
in:
TAZ v. 18.06.

"Ein bisschen herrscht (...) Katerstimmung in der Hauptstadt. Während noch vor Jahren im Zuge des Berlin-Hypes eine urbane Avantgarde wie die »digitale Boheme« ihre Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit und sich selbst als sexy verkaufen wollte und gewissermaßen der völligen Hingabe an den Markt das Wort redete, so geschehen etwa in Holm Friebes und Sascha Lobos essayistischer Selbstapotheose »Wir nennen es Arbeit«, liegt der Finger nun augenscheinlich öfter mal auf der Escape-Taste. Der zum »Sickster« derangierte Hipster sucht sich Freiräume, Schutzzonen, in denen er dem Zugriff des Systems zumindest für einige Zeit enthoben ist. Die Romane »Wach« und »Sickster« thematisieren solche Befreiungsschläge. Und auch die besondere Aufmerksamkeit, die den Spazier- und Müßiggängern augenblicklich zuteil wird, zeugt womöglich von der Sehnsucht nach Dispens", meint Frank SCHÄFER.

 
   

EBERSTADT, Nicholas (2012): Abnehmender Halbmond.
Nicht nur die Abendländer werden weniger. Auch in weiten Teilen der islamischen Welt geht die Fruchtbarkeitsrate drastisch zurück. Die Entwicklung scheint dort allerdings nicht vom Fortschritt der Gesellschaft getrieben zu sein,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 17.06.

 
   

ZAIMOGLU, Feridun (2012): Die Geister, die ich rief.
Alas "Kanak Sprak" vor achtzehn Jahren erschien, war das Buch eine Sensation: Weil es Einwanderern der zweiten Generation eine Stimme gab. Kämpfern, Kriminellen, Helden, deren Geschichten kaum einer kannte. Was machen sie heute? Eine Spurensuche,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 17.06.

 
   

WIENAND, Sabine (2012): Das knappe Gut Zuwendung.
Weder Kronprinz noch Nesthäkchen: Kinder in der Mitte zwischen zwei Geschwistern haben es angeblich besonders schwer. Aber stimmt das überhaupt?
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 17.06.

 
   

HUMMEL, Katrin (2012): Jetzt nicht, Schatz!
Wenn einer häufiger Sex möchte als der andere, stürzt das manche Paare in eine schwere Krise. Dabei ist ungleich verteilte Lust ganz normal,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 17.06.

 
       
 

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