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News vom
01. - 07. Mai 2014
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Zitat
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Der Freundeskreis ist die bessere Familie
"Gute Freunde übernehmen mehr und mehr Aufgaben, die lange
Familienmitgliedern vorbehalten waren. »Das Bild der fürsorglichen
Freundschaft taucht als Hoffnungsträger auf«,
schreibt der Hamburger Sozialwissenschaftler Janosch Schobin in seinem
aktuellen Buch,
»Freundschaft
als Fürsorge«.
Als Grund nennt er den demografischen Wandel, niedrige Geburtenraten und
die Auflösung traditioneller Lebensformen. Wenn Ehen geschieden werden
und man den Arbeitsplatz alle paar Jahre wechselt, werden
Freundschaften zur Konstante."
(aus: Susanne Lang "Wahlverwandtschaften", taz v. 10.05.2014) |
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KLINGHOLZ, Reiner (2014): Anleitung zum Wenigersein.
Ob man, wie in der Schweiz, den
Zuzug begrenzen will oder darauf hofft, dass Einwanderung die
demographischen Probleme löst - die europäischen Länder sollten damit
rechnen, dass ihre Bevölkerung schrumpft. Das wird schwer genug,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.05.
Reiner KLINGHOLZ steht vor dem Problem, dass entgegen aller
Prognosen, Deutschland wächst, statt zu schrumpfen. Wie verkauft man
also Fehlprognosen?
Zum Beispiel indem man eine Entwicklung vorgaukelt,
die das Ergebnis von statistischen Artefakten, aber nicht von
historischen Entwicklungen ist. Zum einen werden Zensuskorrekturen
ignoriert, zum anderen werden einmal Daten für Gesamtdeutschland
genannt, während dann wiederum nur Daten von Westdeutschland genannt
werden. BRD und DDR werden in ihrer unterschiedlichen Entwicklung
nicht getrennt betrachtet, sondern es wird so getan, als ob es nie
eine Mauer bzw. Wiedervereinigung gab.
Passt KLINGHOLZ die Entwicklung
nicht, also das derzeitige Wachstum, dann wird es zum Sondereffekt
(d.h. zur Ausnahme) erklärt. Merkwürdigerweise wird das mit dem
Babyboom nicht getan, denn wenn der jetzige demografische Wandel nur
das Ergebnis eines Ausnahmezustandes wäre, dann müsste man ja einen
Normalzustand definieren. Viel wird über den Geburtenrückgang
geschrieben, während die Veränderung der Lebenserwartung
ausgeblendet wird. Bei der Geburtenentwicklung wird davon
ausgegangen, dass diese sich so weiterentwickelt wie die vergangenen
40 Jahre, obwohl die Vergangenheit zeigt, dass es keine Linearität
gibt, sondern es immer wieder zu Brüchen kommt, die lediglich
rückblickend als einleuchtend erklärt werden. Nichtsdestotrotz
werden demografische Entwicklungen ständig als
Naturgesetzmäßigkeiten verkauft. KLINGHOLZ schreibt über die Jahre
2050 und 2060, als ob das Tatsachen wären, obwohl es nichts als
Fiktion ist.
Dabei muss man nur ins Jahr 2008 zurückblicken. Damals erklärte
KLINGHOLZ Island zur zukunftsfähigsten Region Europas, die dann
wenige Monate später bankrott war. Besonders gelobt wurde neben der
Bevölkerungsentwicklung die isländischen Investitionen in Banken.
(2008, S.175)
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DIW-Wochenbericht-Thema:
Rente mit 63 - Lehren aus der Vergangenheit
RASNER, Anika & Stefan ETGETON
(2014): Rentenübergangspfade.
Reformen haben großen Einfluss,
in:
DIW-Wochenbericht Nr.19 v. 07.05.
WITTENBERG, Erich (2014): "Die Rente mit 63 ist ein problematisches
Signal.
Sechs Fragen an Anika Rasner,
in:
DIW-Wochenbericht Nr.19 v. 07.05.
WAGNER, Gert G. (2014): Die Rente mit 67 nicht aus den Augen
verlieren,
in:
DIW-Wochenbericht Nr.19 v. 07.05.
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HEINSOHN, Gunnar (2014): Her mit den Besten!
Nicht der Euro ist Europas
Schicksal, sondern die richtige Zuwanderung. Wir müssen offener werden
für Talente und restriktiver gegen chancenlose Flüchtlinge,
in:
Welt v. 07.05.
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SIMON, Anne-Catherine (2014): "Manche würden sagen, ich bin keine
Frau".
Ist "männlich" und "weiblich" nur
ein kulturelles Konstrukt? Die Ikone der Gender-Studies Judith Butler
über ihr „gesundes“ Verhältnis zu Freud, unmenschliche Kategorien –
und warum wir trotzdem Normen brauchen,
in:
Die Presse v. 07.05.
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WIEGEL, Michaela (2014):
Auf die Familie lässt der Franzose nichts kommen.
Allein unter Frauen: Für mehr als
die Hälfte der französischen Männer ist die Familie mit drei oder vier
Kindern ein Ideal. Das mag auch daran liegen, dass Elternschaft für
den Franzosen keine sakrale Aufgabe ist. Permanente Nähe, Alltag ohne
Einschränkung und wenig Schlaf – darüber kann er nur lachen,
in:
faz.net v. 06.05.
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taz-Tagesthema:
Teilzeit-Vater, Vollzeit-Zahler.
Familie: Immer mehr Männer kümmern sich nach einer Trennung um
ihre Kinder. Unterhalt müssen sie dennoch in voller Höhe zahlen,
selbst wenn sie fast 50 Prozent der Betreuung übernehmen |
OESTREICH, Heide (2014):
Erzeuger und Geldmaschine.
Familie: Wer seine Kinder nach einer
Trennung weniger als zur Hälfte betreut, muss den gesamten Unterhalt
zahlen. Oft ist das der Vater,
in:
TAZ v. 05.05.
OESTREICH, Heide (2014):
Die Hälfte des Kuchens für die Väter.
Kommentar zum Unterhaltsrecht,
in:
TAZ v. 05.05.
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AMANN,
Susanne/BÖLL, Sven/DETTMER, Markus/HESSE, Martin/TIETZ, Janko
(2014): Bitte unten bleiben!
Verteilung: Die Thesen des
französischen Kapitalismuskritikers Thomas Piketty lösen auch in
Deutschland eine neue Gerechtigkeitsdebatte aus: Die Kluft zwischen
Arm und Reich vertieft sich, um die Aufstiegschancen ist es schlecht
bestellt,
in:
Spiegel Nr.19 v. 05.05.
Nicht wirklich geht es
in der Spiegel-Titelgeschichte um die Kluft zwischen Arm
und Reich, sondern um Klientelpolitik für die Mittelschicht. Am
Anfang steht eine Geschichte à la "Vom Tellerwäscher zum
Millionär made in Germany", die mit anderem Klientel auch in der
Bild-Zeitung erschienen sein könnte: Ein Kreativer schafft mit
Glück den Bildungsaufstieg, wird erfolgreicher Unternehmer - und
wird dadurch nicht reich, sondern wird vom bösen Sozialstaat
geschröpft:
"»Von der gesetzlichen Rente
werde ich eh nichts sehen«, sagt Fischer. Und an den Erfolg einer
privaten Vorsorge glaubt er auch nicht.
Dazu kommt: Fischer wird keinen einzigen Euro erben. Im Gegenteil,
seine Mutter bekommt nur eine mickrige Rente. Wird sie
pflegebedürftig, wird er für sie wohl Unterhalt zahlen müssen."
Aus dieser Biografie-Konstruktion
(ein exemplarischer Fall lässt sich unter 81 Millionen Bürgern immer
finden!) lassen sich dann die Heilmittel ableiten, die die Autoren
parat haben: Erbschaftssteuer erhöhen, Konsumsteuern senken um
private Vorsorge zu erleichtern.
"Gerecht ist eine Gesellschaft
nicht, wenn alle das Gleiche verdienen oder besitzen. Gerecht ist
eine Gesellschaft, wenn sie ihren Bürgern bei gleichen
Voraussetzungen, unabhängig von der Herkunft die gleichen Chancen
einräumt",
belehren uns die Spiegel-Autoren.
Schließlich hat der Spiegel jahrzehntelang die Gleichheit
bekämpft, d.h. den Anstieg der sozialen Ungleichheit mitbefeuert.
Chancengleichheit ist seit der Agenda 2010 das Credo des Ideals von
der Leistungsgesellschaft. Während Konservative von
einer Meritokratie wenig, von Herkunft dagegen viel halten,
gehen Kritiker davon aus, dass in unserer Gesellschaft nicht
Leistung, sondern nur Erfolg zählt.
Die untere Mittelschicht
repräsentiert eine Zwei-Kind-Familie: ein Polizeioberkommissar,
dessen Frau als PR-Beraterin tätig ist. Und last but not least: die
ostdeutsche Rentnerin. Die Autoren betätigen sich als Lobbyisten der
Finanzdienstleistungsbranche, wenn sie Steuern senken wollen, damit
"ausreichend Geld zur Verfügung (steht), um privat fürs Alter
vorzusorgen." Seit Jahren drängt die Finanzlobby darauf, die
Riester-Rente verpflichtend zu machen.
Geringverdienende/Hartz-IV-Empfänger sind lukrativ, denn sie sind
"hervorragende Risiken", weil sie in der Regel früher sterben im
Vergleich zu den Besserverdienenden. Im Spiegel liest sich
das dagegen ganz anders:
"Die Rente ist nicht
verpflichtend, sodass gerade Geringverdiener oft keinen Vertrag
abschließen oder wieder aussteigen, wenn sie finanziell unter
Druck kommen. Dann verlieren sie die staatliche Förderung, die »Durchhalter«
profitieren, weil ihre Rendite auch aus den Provisionen der
»Abbrecher« gezahlt wird. »Die Riester-Rente ist so konzipiert,
dass sie zu einer sozialen Diskriminierung führt«, kritisiert Udo
Reifner, Direktor des Hamburger Instituts für
Finanzdienstleistungen."
Die Finanzdienstleistungsbranche
als Anwalt der Geringverdiener, das ist kostenloses Marketing erster
Klasse.
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Felicitas von Lovenberg - Und plötzlich war ich zu sechst
LOVENBERG, Felicitas von (2014): Wie ich eine
glückliche Stiefmutter wurde.
Patchwork ist Arbeit. Wer sich für
eine neue Familie entscheidet, braucht eine Weile, bis er sich
verwachsen fühlt. Bei Felicitas von Lovenberg dauerte es achtzig
gemeinsame Wochenenden voller Gutenachtgeschichten, Lieblingsgerichte
und Einsätze am Badewannenrand,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 04.05.
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KAUBE, Jürgen (2014): Die schlechte
Leistungsgesellschaft.
Der Sonntagsökonom: In einem Land,
in dem das Leistungsprinzip verwirklicht ist, wollten wir nicht leben,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 04.05.
Jürgen KAUBE setzt das Leistungsprinzip mit
eugenischer Zuchtwahl gleich, um das Herkunftsprinzip zu
verteidigen. In dem Artikel Wohin mit den Flaschen? erklärt
uns KAUBE dann passenderweise:
"Man hat an der Spitze von
Organisationen lieber eine willige Flasche ohne alternative
Aussichten als einen Leistungsträger, von dessen
Leistungsbereitschaft alle abhängig werden."
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KOLONKO, Petra (2014):
In China schuften die Männer, um heiratsfähig zu
werden.
Für junge chinesische Männer ist es
schwierig, einen Partner fürs Leben zu finden. In China herrscht ein
Mangel an Frauen und diese stellen hohe Anforderungen: Nur wer eine
Eigentumswohnung, ein Auto und einen guten Job hat, kann punkten,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 04.05.
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WILHELM, Hannah (2014):
Bei aller Liebe.
SZ-Serie Geld? In jeder Beziehung:
Männer und Frauen zoffen sich vor allem beim Thema Geld. Doch wenn sie
darüber streiten, geht es oft um ganz andere Verletzungen,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 03.05.
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Sven Reichardt - Authentizität und Gemeinschaft
BISKY, Jens (2014):
Irgendwas mit besserem Leben.
Verhaltensmuster der Wärme, jenseits der Veteranenperspektive: Dem
Historiker Sven Reichardt glückt eine nüchterne, perspektivenreiche
Kulturgeschichte des linksalternativen Milieus,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 03.05.
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ASTHEIMER, Sven (2014):
Seit der Wende arbeitslos.
Noch nie waren die Chancen am
deutschen Arbeitsmarkt so gut wie heute. Trotzdem gibt es einen harten
Kern von unvermittelbaren Langzeitarbeitslosen. Was soll der Staat mit
diesen Menschen anfangen? Ein Ortsbesuch,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.05.
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LESSENICH, Stephan (2014):
Einfach
nicht totzukriegen.
Das Alter in der "alternden
Gesellschaft",
in: Merkur, Nr.780, Mai
Der Soziologe Stephan LESSENICH hat sich in den letzten Jahren mit
dem Wandel des Altersbild in unserer Gesellschaft beschäftigt.
LESSENICH sieht das
Jahr 2006 als Wendepunkt in der Debatte um den demografischen
Wandel:
"Potenziale
des Alters in Wirtschaft und Gesellschaft, so lautete der
Titel des Fünften Altenberichts der Bundesregierung, der (...) im
Jahr 2006 veröffentlicht, den Ton der jüngeren deutschen
Demografiepolitik vorgeben sollte. Der Bericht markiert den
Umschlag von einer Phase des reinen demografischen Alarmismus hin
zu der (...) Entdeckung der (...) gesellschaftlichen »Chancen«."
Dem gefürchteten
Altersstrukturwandel (Stichworte:
Erhöhung des Altenquotienten, Gerontokratie bzw.
Rentnerdemokratie) wurde damit der segensreiche Strukturwandel des
Alters (junge Alte) entgegengesetzt.
LESSENICH beschreibt wie in den
1980er Jahren das Verständnis des Alters als Ruhestand (Stichworte:
Rente, Kur, Sofa und Fernseher) abgelöst wurde vom eigensüchtigen
Unruhestand (Stichworte: Radfahren, Hometrainer, Fernreise,
Seniorenstudium), der wiederum ab Ende der 1990er Jahre vom
produktiven Alter abgelöst wurde (Stichworte: Ehrenamt,
Seniorentrainer, Verlängerung der Lebensarbeitszeit).
Wie wurde dieser Wandel des
öffentlichen Altersbildes in Gang gesetzt? Durch die
Demografisierung gesellschaftlicher Probleme:
"Die beliebte
Praxis ultralangfristiger statistischer Projektionen, ein
offenkundiges Symptom der gesellschaftlichen Suche nach
demografischer Zukunftsgewissheit, produziert zugleich das genaue
Gegenteil, nämlich eine tiefe Verunsicherung darüber, wie sich
eine Gesellschaft mit »immer mehr« Älteren (eine Dystopie, die im
Übrigen bevölkerungsstatistisch überhaupt nicht gedeckt ist) auf
dynamische Weise reproduzieren können soll. (...). Die
prognostizierte »gesellschaftliche Alterung« muss im
widersprüchlichen Integrationsmodus der Verjüngung des Alters
eingeholt und aufgehoben werden."
Kurz gefasst: Der junge Alte ist
das Wunschbild einer Gesellschaft, geboren aus den
Horrorszenarien mittels demografischer Kaffeesatzleserei. Der
junge Alte ist gemäß LESSENICH das Lebensführungsideal der oberen
Mittelschicht, die auch die dafür notwendigen Ressourcen besitzt.
In den "alten Alten" sieht
LESSENICH die Dämonen des Wunschbildes einer alterslosen
Gesellschaft:
"Die im Doppelsinne alten -
höchstaltrig-gestrigen - Alten sind die classes dangereuses
der »alternden Gesellschaft«, denn sie gefährden deren gedachte
und gewollte Ordnung als altersintegrierte Gesellschaft, sie
stören und zerstören die imagined Community einer
altersübergreifenden gesellschaftlichen
Produktivitätsgemeinschaft."
"Age imperalism" nennt LESSENICH
dieses Phänomen, wonach das mittlere Erwachsenalter der oberen
Mittelschicht den Standard der alterslosen Gesellschaft bestimmt. Am
Ende einer solchen Entwicklung steht für LESSENICH der individuelle
Freitod als gesetzliche Möglichkeit aktiver Sterbehilfe durch Ärzte:
"In einer Welt der
Demografisierung sozialer Fragen, einer das Alter negierenden
Altersordnungspolitik, der Herrschaft von Aktivierungsidee und
Produktivitätsnormativ erscheint diese Sorge keineswegs weltfremd.
(...).
»Sorge dich - stirb!«, so könnte dereinst der Selbst- und
Fremdsorgeappell an das Alter in der »alternden Gesellschaft«
lauten."
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SCHUMACHER, Eckhard (2014):
Pop-Musik-Theorie.
Popkolumne: Institutionalisierung
und Sezession,
in: Merkur, Nr.780, Mai
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NEON-Titelgeschichte:
Ich liebe dich!
Wie Facebook, Whatsapp und E-Mails unsere Beziehungen
revolutionieren |
MOORSTEDT, Tobias (2014):
Liken und
lieben.
Heute ist jede Beziehung eine
Onlinebeziehung. Egal, ob man sich an der Bar oder im Internet
kennengelernt hat. Und das ist toll. Denn die digitalen Medien
machen uns zu sensibleren, besseren Partnern,
in: Neon, Mai
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HANSKE, Paul Philipp & Jakob SCHRENK (2014):
"Lynchjustiz ist vollendete Partizipation".
Die Europawahlen interessieren
niemanden. Die SPD hat bald keine Mitglieder mehr. Der Soziologe Armin
Nassehi findet: Unsere Demokratie funktioniert bestens,
in: Neon, Mai
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BUCHHOLZ, Jenny (2014):
"Ich habe
SMS-Tourette".
Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als
die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und
erklären, warum es sich trotzdem lohnt, sie kennenzulernen,
in: Neon, Mai
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PSYCHOLOGIE
HEUTE-Titelgeschichte:
Unsere Kindheit.
Wie sie die seelische und
körperliche Gesundheit beeinflusst |
USTORF, Anne-Ev
(2014): Bindung.
Die sicherer Basis fürs Leben.
Gespräch mit dem Kinder- und Jugendpsychiater Karl Heinz Brisch,
in: Psychologie
Heute, Mai
Bindungsforschung ist im populärwissenschaftlichen Journalismus eine
Art religiöser Glaube geworden, der besagt, dass die ersten drei
Lebensjahre den Rest des Lebens bestimmen - falls man sie
"untherapiert" lässt. Daraus werden dann z.B. Standards für die
frühkindliche Fremdbetreuung abgeleitet:
"Richtig sinnvoll sind gute Krippen
in Brennpunktstadtteilen, wo viele Eltern sehr belastet sind. Dort
allerdings müssten Krippen die beste Qualität der Welt haben. Also
konstante, gut ausgebildete Erzieher im Schlüssel von 1:2",
meint der Kinder- und
Jugendpsychiater Karl-Heinz BRISCH.
Kompensatorische Bildung hieß das früher und war auch damals lediglich
ein Ideal, das nicht den Arbeiterkindern, sondern weiblichen
Mittelschichtkindern zu Gute kam. Heute sieht die Realität genauso
aus. Fremdbetreuung wird in erster Linie von Akademikerinnen genutzt.
Sie gilt als Möglichkeit, Karriere und Familie zu vereinbaren. Die
besten Krippen gibt es deshalb nicht in sozialen Brennpunkten, sondern
in Wohnvierteln der Akademiker/innen, weil sich dort die Eltern gegen
Missstände wehren (können).
Vier kindliche Bindungsmuster
werden von USTORP unterschieden: Das Ideal ist die sichere Bindung.
Die unsichere Bindung wird in vermeidend und ambivalent unterteilt.
Die pathologische Form ist die desorganisierte Bindung bzw.
Bindungsstörung (hier geht es dann aber um Traumata und
Missbrauchsfälle, die eine ganz andere Qualität haben und deshalb
anders zu betrachten sind). Zirka ein Drittel der Bevölkerung sollen
nach den Zahlenangaben vom Ideal der sicheren Bindung abweichen.
Solche Abweichungen vom Ideal der sicheren Bindung sollen gemäß dem
Artikel von WILHELM mit Beschwerden eingehen, für die die Schulmedizin
(eigentlich die Wissenschaft) keine Ursachen findet. Insofern handelt
es sich hier in erster Linie um eine Glaubenssache.
Misshandlungen/Traumata auf der
einen und unsichere Bindungstypen einfach nebeneinander zu stellen ist
das Problematische an dieser Titelgeschichte.
WILHELM, Klaus
(2014): Die frühe Kindheit und der späte Schmerz.
Was haben Herz- und Kreislaufleiden,
Krebs, Rheuma, Morbus Crohn, Asthma oder Fibromyalgie mit der frühen
Kindheit zu tun? Sehr viel! Belastende Erfahrungen in den ersten
Lebensjahren können im Erwachsenenalter zu chronischen Erkrankungen
und „unerklärlichen“ Beschwerden führen. Bislang aber ignoriert die
Schulmedizin diesen Zusammenhang,
in: Psychologie
Heute, Mai
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WEBER-HERFORT, Christine
(2014): "Wir sind nicht mehr zu retten".
Zwei Bücher widmen sich der Zukunft
der Erde und der Frage, ob wir einfach zu viele sind,
in: Psychologie
Heute, Mai
Apokalyptiker haben Hochkonjunktur,
während für Deutschland die Unterbevölkerung mit hoch qualifizierten
Akademikereltern beklagt wird, wird für den Rest der Welt die
Überbevölkerung beklagt. WEBER-HERFORT stellt die beiden Bücher
Zehn Milliarden von Stephen EMMOTT und Countdown von Alan
WEISMAN vor. Ersteres wird kritisiert, weil darin die Kernenergie als
Rettung propagiert wird, dem Letzteren begegnet WEBER-HERFORT mit
Sympathie:
"Am
Beispiel Israels mit derzeit zwölf Millionen Einwohnern werden die
Ursachen und Folgen eines politisch-religiös motivierten
Bevölkerungswachstums dargestellt. Denn sowohl für die Palästinenser
als auch die jüdisch-ultraordoxen Charidim sei Kindersegen eine
Möglichkeit der Selbstbehauptung. Bei gleichbleibender
Bevölkerungsentwicklung würde es Mitte dieses Jahrhunderts 21
Millionen Israelis geben. Aber schon jetzt zeichnen sich nach Ansicht
Weismans Katastrophen ab",
berichtet WEBER-HERFORT über
Bevölkerungspolitik als Selbstbehauptung. Die Rezensentin fragt
kritisch, ob wirklich die demografische Entwicklung die Ursache der
Weltprobleme sind oder nicht die Reichtums- und Machtverteilung in der
Welt. Weil der Begriff
"Geburtenkontrolle" in Verruf geraten ist, wird heutzutage lieber
von "Familienplanung" gesprochen, wenn es um Bevölkerungspolitik in
Sachen Überbevölkerung geht.
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JAEGGI, Eva
(2014): Böse Moderne!
Wolfgang Martynkewicz gibt Einblicke
in die Innenwelt einer von Erschöpfung geprägten Moderne,
in: Psychologie
Heute, Mai
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 18. -
30. April 2014
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