| |
|
[
News-Hauptseite
]
[ Homepage ]
|
|
| |
|
Medienrundschau:
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
News vom
03. - 11. Juli 2012
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
Frühjahrsthema:
Die mediale Inszenierung des Baby-Booms im Berliner Szene-Bezirk
Prenzlauer Berg - Eine kommentierte Bibliografie
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Zitat
des Monats:
Die Hierarchie der
Lebensformen aus der Sicht von Eltern und Kindern
"Es
zeigt sich eine deutliche Hierarchisierung von Lebensformen.
Das Bild der Kernfamilie als »ideale« Lebensform ist fest in den
Köpfen der Befragten verankert und findet durch Zuschreibungen
von Überlegenheit in Kompetenz und Moral zusätzliche Festigung.
Mit der Konstruktion der Kernfamilie als Ideal und als stabile
Umgebung für das Aufwachsen von Kindern ist eine Abwertung davon
abweichender Lebensformen verbunden.
Ein-Eltern-Familien werden aufgrund der »fehlenden«
Besetzung einer Elternposition als benachteiligt betrachtet und
konstruieren sich auch selbst - vor der normativen Folie der
Kernfamilie - als defizitäre »Mangelfamilie«. Der auch in der
Forschung lange Zeit verwendete Begriff der »unvollständigen
Familie« (...) scheint hier präsent zu sein.
Stieffamilien werden aufgrund des alltäglichen
Vorhandenseins von zwei Elternpersonen als »komplett«
betrachtet, woraus die Zuschreibung umfassender Stabilität
resultiert."
(Ulrike Zartler "Die Kernfamilie als Ideal. Zur Konstruktion
von Scheidung und Nachscheidungsfamilien" in:
Zeitschrift für Familienforschung, Heft 1, 2012, S.79) |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
SPINDLER, Ole (2012): "Wir brauchen völlig neue Lebens- und
Wohnformen".
Immer mehr Menschen in Deutschland sind Single und leben alleine.
Der Soziologe
Stephan Baas
erklärt im tagesschau.de-Interview, woher dieser Trend zum
Alleinsein kommt und zu welchen Problemen er führt. Er fordert völlig
neue Lebens- und Wohnformen gerade für die ältere Generation,
in:
Tagesschau.de v. 11.07.
GIEFFERS, Hanna & Matthias SCHLEGEL (2012): Allein zu Haus.
Single als Lebensmodell?
in:
Tagesspiegel Online v. 11.07.
|
GIEFFERS & SCHLEGEL haben
u. a. die Soziologin
Andrea LENGERER zum Alleinleben interviewt.
|
BRUCKNER, Johanna (2012): Land der Alleinlebenden.
So viele Ein-Personen-Haushalte wie nie,
in:
Süddeutsche Zeitung
Online v. 11.07.
"Der Anteil der
Alleinlebenden an der Gesellschaft ist (...) seit 1991 um 40
Prozent gestiegen und hat 2011 einen neuen Höchststand
erreicht",
schreibt Johanna BRUCKNER.
Eine scheinbar enorme Steigerungsrate, die die Medien begierig
aufgegriffen haben. Der Trend zum Single-Haushalt habe sich
"enorm beschleunigt" behauptet deshalb z.B.
Armin KÄFER - geblendet von der BECKschen
Individualisierungsthese. Tatsächlich gab es im Vergleich zum
Zeitraum 1971 bis 1991 eine Entschleunigung, denn in diesen
zwei Jahrzehnten belief sich die Steigerungsrate in
Westdeutschland auf 64 % (1971: 6,1 Millionen; 1991: ca. 10
Millionen Einpersonenhaushalte).
Hinter diesem Vergleich der
Einpersonenhaushalte verbirgt sich aber auch eine
Perspektivenverschiebung, denn
die 1990er Jahren und die erste Hälfte der Nuller Jahre waren
gekennzeichnet von einer Dramatisierung, während
inzwischen eine Tendenz zur Entdramatisierung vorherrscht.
Aufgrund einer Konzept- und Darstellungsänderung des
Statistischen Bundesamtes sind die beiden Perioden nur bedingt
vergleichbar. Die 40 Prozent Steigerung beruht auf den
Hauptwohnsitzen, während früher Haupt- und Nebenwohnsitze
zusammengezählt wurden. West-Berlin wird inzwischen den neuen
und nicht mehr den alten Bundesländern dazu gezählt.
Außerdem wird im Gegensatz zu früher nicht mehr der Anteil der
"Singles" an der Haushalten in den Vordergrund gerückt,
sondern der Anteil an der Bevölkerung.
Trotz aller dieser Konzept-
und Darstellungsänderungen hat es - entgegen aller Wahrnehmung
- eine Entschleunigung gegeben, dies hat insbesondere mit den
alten Bundesländern zu tun, während die Gegebenheiten im Osten
- von der BECKschen Individualisierungsthese gar nicht in den
Blick genommen - unterbelichtet bleiben.
|
|
|
| |
|
DESTATIS (2012):
In Deutschland lebte 2011 jede fünfte Person allein,
in:
Pressemitteilung Statistisches
Bundesamt Wiesbaden v. 11.07.
|
Nicht nur eine
Pressemitteilung herausgegeben, sondern eine Pressekonferenz
zu Alleinlebenden in Deutschland hat das Statistische
Bundesamt veranstaltet.
Auf der Webseite gibt es dazu eine Broschüre und einen
wesentlich informativeren Tabellenanhang.
|
|
|
| |
|
KÄFER, Armin (2012): Ein Volk von Singles.
Immer mehr Menschen leben allein,
in:
Stuttgarter Zeitung
Online v. 11.07.
"Das Phänomen ist noch
nicht alt. Aber es prägt die Gesellschaft zusehends. Die
Duden-Redaktion hat den Begriff »Single«
erst 1993 in ihr Wörterbuch aufgenommen. Der Münchener
Soziologe Ulrich Beck hatte ihn paar Jahre zuvor erfunden und
in seinem Buch
»Das
ganz normale Chaos der Liebe«
beschrieben. Inzwischen hat sich der Trend zum Singledasein
enorm beschleunigt",
verkündet KÄFER. Darauf
könnte man fälschlicherweise kommen, wenn man den Essay
Alleinlebende in Deutschland nur oberflächlich liest.
Nicht der Duden, sondern die Brockhaus Enzyklopädie hat
den Begriff erst 1993 aufgenommen (Im 10bändigen Duden-Lexikon
befindet sich der Begriff bereits in der Ausgabe aus dem Jahr
1984). Der Begriff ist dagegen bereits seit 1978 in
Deutschland gebräuchlich, also seit der
ersten großen Spiegel-Titelgeschichte über Singles.
Inwiefern sich der Trend zum Single-Dasein "enorm
beschleunigt" hat, das wäre genauer zu klären, denn die Daten,
die heute veröffentlicht wurden, weichen von jenen Zahlen ab,
die in den 1990er Jahren veröffentlicht wurden. Um dies
genauer zu analysieren bedarf es keiner Schnellschüsse wie sie
die Presse und Medien lieben, sondern einer tiefer gehenden
Beschäftigung, die auf dieser Website in den nächsten Monaten
erfolgt.
|
|
|
| |
|
REICHSTEIN,
Ruth (2012):
Eine Anfrage genügt.
Kinder: In Belgien ist die Kinderversorgung bestens geregelt. Dafür
gibt es keine Vätermonate und auch nicht mehr Chefinnen. Ein Blick
über die Grenze,
in: TAZ
v. 10.07.
|
|
| |
|
LINTZEL, Aram (2012):
Zwischen Ich und Appell.
Balotteli, Mikrofon und Fruchtwasser,
in: TAZ
v. 10.07.
|
|
| |
|
Die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
in den Medien
BÖS, Nadine (2012):
"Die Geburtenzahl sagt nichts über den Erfolg des Elterngeldes".
In Deutschland kommen immer weniger Kinder zur Welt. Der
CDU-Fraktionschef Volker Kauder hat es deshalb in Frage gestellt.
Ist das Elterngeld wirklich wirkungslos? FAZ.NET hat mit dem
Demographie-Spezialisten Axel Börsch-Supan darüber gesprochen,
in:
faz.net
v. 09.07.
|
|
| |
|
DERNBACH, Andrea (2012): Alles ist unmöglich.
Nicht nur Deutschland diskutiert über Familienpolitik. Amerika
debattiert hitzig über die Frage: Können Frauen alles haben?
in:
Tagesspiegel
v. 08.07.
|
|
| |
|
KALTENBRUNNER, Robert (2012): Buy or Die!
Stadtentwicklung - oder die Globalisierung des Örtlichen,
in:
Telepolis
v. 07.07.
|
|
| |
|
Eva Illouz - Warum Liebe weh tut
ILLOUZ, Eva (2012):
Regelwerk für Lust und Leid.
Die Soziologin über "Shades of Grey",
in:
Spiegel Online
v. 06.07.
|
|
| |
|
REST, Tanja (2012):
Ohne dich.
Kann, will, soll man als Mutter eine Spitzenposition behalten? Aus
Amerika heißt es nun - nein,
in:
Süddeutsche Zeitung
v. 06.07.
|
|
| |
|
GÜNTNER, Joachim (2012): Liebe wäre schön, ist aber zu viel verlangt.
Deutschland streitet über Betreuungsgeld,
in:
Neue Zürcher Zeitung
v. 06.07.
|
|
| |
|
Die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
in den Medien
KAPERN, Peter (2012):
Betreuungsgeld "ist rausgeschmissenes Geld".
Gespräch mit
Irene Gerlach: Zusammenhang von familienpolitischen Leistungen
und der Geburtenrate,
in:
DeutschlandRadio
v. 05.07.
|
|
| |
|
GEYER, Christian (2012):
Das Ende der Zahl-Väter.
Die Reform des Sorgerechts: Vor zwei Jahren entschied das
Bundesverfassungsgericht, jetzt handelt die Politik. Der
Gesetzesentwurf zum Sorgerecht ist tatsächlich eine Reform,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung
v. 05.07.
PROSINGER, Annette (2012):
Eltern sind immer zwei.
Das Bundeskabinett stärkt die Rechte lediger Väter - zum Wohle des
Kindes,
in:
Welt
v. 05.07.
KREUTZFELDT, Malte (2012):
Väter sinnvoll gestärkt.
Über das neue Sorgerecht,
in: TAZ
v. 05.07.
|
|
| |
|
NIEJAHR, Elisabeth & Selma STERN (2012): Wenn Frauen auf die große
Macht verzichten.
Feminismus: Anne-Marie Slaughter ist als Mitarbeiterin von Hillary
Clinton zurückgetreten, der Kinder wegen. Feministinnen empfinden ihre
Begründung als Verrat. Jetzt wehrt sie sich,
in:
ZEIT Online
v. 05.07.
|
|
| |
|
Die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
in den Medien
BORCHARDT, Alexandra (2012):
Kinder sind unbezahlbar.
Geburtenrate in Deutschland sinkt,
in:
Süddeutsche Zeitung
v. 04.07.
"In Deutschland ist
die Geburtenrate niedriger als im Rest Europas, dabei werden
nirgendwo sonst Familien so großzügig subventioniert. Am
fehlenden Kinderwunsch liegt das oft nicht. Um Mut zu machen,
diesen auch zu verwirklichen, muss sich vor allem die
Arbeitswelt ändern"
meint Alexandra BORCHARDT,
die die
aktuelle Coverstory von Anne-Marie Slaughter im
US-amerikanischen Magazin The Atlantic gelesen hat.
Wie wenig aussagekräftig
die Geburtenraten in Europa bezüglich der tatsächlichen
Geburtenverhältnisse in den einzelnen Ländern sind, das kann
man bei Tomá SOBOTKA nachlesen.
Tatsächlich ist es mit der
internationalen Vergleichbarkeit der Geburtenentwicklung nicht
weit her. Zu oft wird die Geburtenentwicklung auf Werte,
Einstellungen oder Verhaltensänderungen zurückgeführt, wo
lediglich Bevölkerungsaufbau und -zusammensetzung die
Unterschiede verursachen.
Zu denken sollte auch
geben, dass die Ursachen, die heute debattiert werden, bereits
seit 100 Jahren diskutiert werden. Der
immerwährende
Untergang ist nämlich bereits so alt.
|
|
|
| |
|
SCHMOLLACK, Simone (2012): Neuigkeiten für Kümmer-Väter.
Sorgerecht: Mütter sollen nicht mehr einfach das gemeinsame
Sorgerecht ablehnen können. Am Mittwoch diskutiert das Kabinett einen
Entwurf des Justizministeriums,
in:
TAZ
v. 04.07.
SCHMOLLACK, Simone (2012): Es gewinnt die clevere Kanzlei.
Über das neue Sorgerecht bei Unverheirateten,
in:
TAZ
v. 04.07.
|
|
| |
|
Die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
in den Medien
FESTL,
Florian (2012): Geburtenrate zu niedrig,
Deutschland rutscht immer tiefer in die Methusalem-Falle
in: Focus Online
v. 03.07.
"»Wir
können nach den gestrigen Daten aus Wiesbaden noch nicht
sagen, ob auch die Geburtenrate sank«,
(...). Denn: Dafür müssen die Geburtenzahlen in Bezug zur
Bevölkerung gesetzt werden, und verlässliche Zahlen hierzu
wird es erst später im Jahr geben."
wird die kompetenteste
deutsche Bevölkerungsstatistikerin in Sachen
Geburtenentwicklung,
Michaela KREYENFELD, zitiert.
Während die
nationalkonservativen Bevölkerungswissenschaftler um Herwig
BIRG im letzten Jahrzehnt mit ihren Interpretationen
weit daneben lagen, wies KREYENFELD frühzeitig darauf hin,
dass die Geburtenrate der jüngeren Frauenjahrgänge in Ost- und
Westdeutschland zu niedrig und die Kinderlosigkeit in
Deutschland zu hoch eingeschätzt wird.
Das von KREYENFELD
mitherausgegebene Buch
Leben ohne Kinder fasste im Jahr 2007 erstmals den
sozialwissenschaftlichen Stand der Forschung zur
Kinderlosigkeit in Deutschland zusammen. Der Band zeigte
insbesondere, dass auf diesem Gebiet einiges im Argen lag. Die
Datenlage zur Kinderlosigkeit hat sich in den vergangenen
Jahren durch Gesetzesänderungen (die angeblich vorher nicht
möglich waren) zwar verbessert, dennoch lässt die
Veröffentlichungspraxis der gewonnenen Erkenntnisse zu
wünschen übrig. Es steht zu befürchten, dass die Ergebnisse
für den kommenden Bundestagswahlkampf missbraucht werden
sollen. Anders lässt sich nicht erklären, warum die erhobenen
Daten nicht jetzt schon publiziert werden.
|
|
|
| |
|
SOBOTKA, Tomá (2012): Kein Kindersegen für Europa.
Neue Berechnungsmethode zeigt, dass der jüngste Anstieg der
Geburtenzahlen gar keiner war,
in:
Demografisches Forschung aus erster Hand, Ausgabe 2
|
|
| |
|
BUJARD, Martin (2012): Kommt Zeit, kommt Kind.
Teuer, aber wirkungslos: Dieser Vorwurf haftet deutscher
Familienpolitik an - zu Unrecht. Aber der Wandel braucht Zeit, ein
abgestimmtes politisches Konzept und Verlässlichkeit,
in: Welt
v. 03.07.
|
|
| |
|
Die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
in den Medien
QUADBECK, Eva (2012): Geburten trotz Zahlungen auf Tiefstand.
CDU-Abgeordneter stellt Elterngeld infrage,
in:
Rheinische Post
v. 03.07.
DERNBACH, Andrea (2012): Freut Euch auf das Fremde.
Geburtenstatistik und Zuwanderung: So wenige Kinder wie nie zuvor
wurden hierzulande 2011 geboren. Die Deutsch-Deutschen werden
weniger, aber ihr Land leert sich nicht. Weniger Neugeborene heißt
mehr Verantwortung für den Nachwuchs von Einwanderern,
in: Tagesspiegel
v. 03.07.
SCHMITT, Peter-Philipp (2012): Ein Land stirbt aus.
Geburtenrückgang: Die Zahl der Geburten in Deutschland erreicht im
Jahr 2011 einen neuen Tiefststand. Seit 1971 sterben jedes Jahr mehr
Menschen als neue geboren werden,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung
v. 03.07.
BIGALKE, Silke (2012): Geburtentief trifft Zuwanderungshoch.
Bevölkerungsstatistik: Weniger Kinder als je zuvor sind im
vergangenen Jahr in Deutschland geboren worden. Zwar ist nach
Einschätzung von Statistikern der Rückgang langfristig nicht
aufzuhalten. Doch erstmals seit zehn Jahren ist die Bevölkerung 2011
gewachsen, der Zuwanderung sei Dank,
in:
Süddeutsche Zeitung
v. 03.07.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 01. -
02. Juli 2012
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-dasein.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
[Suche] [ Homepage ] |
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|