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News vom 12. - 22. Juni 2008

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

Generation Umhängetasche 

"Fragen Sie sich auch manchmal, warum Sie jeden Tag Ihren halben Haushalt mit sich herumschleppen? Und zwar in einer Tasche, die eigentlich für Fahrradkuriere konzipiert wurde? Sind Sie Fahrradkurrier? Haben Sie überhaupt ein Fahrrad? Ich nicht.
            Diese monströse Umhängetasche ist in Wahrheit ein Mühlstein, der Sie hinabzieht in einen Abgrund aus romantischer Regression und depressivem Stillstand. Sie ist das Symbol Ihres Status: nicht mehr ganz jung und dafür total gut ausgebildet, nicht mehr ganz dumm und doch nicht so klug, um die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich einem verantwortungsvollen, neuen Lebensabschnitt zu stellen: dem Erwachsensein."
(aus: Martin Reichert: "Wenn ich mal groß bin", 2008, S.8)

 
       
       
   
  • PROSINGER, Wolfgang/FETSCHER, Caroline/THOMMA, Norbert/PEITZ, Christiane/SCHRÖDER, Christian (2008): Völker, lest die Signale!
    Das "Kursbuch" wird eingestellt, nach 169 Heften. Erinnerungen an eine Zeitschrift, die 42 Jahre lang immer wusste, wo es links abgeht,
    in: Tagesspiegel v. 22.06.
 
     
   
  • GÜNTNER, Joachim (2008): Die Mittelschicht als Sorgenkind.
    Nach den Diskussionen über neue Unterschichten sorgt sich Deutschland nun über das Zentrum der Gesellschaft,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 21.06.
 
   
  • GENAZINO, Wilhelm (2008): Was ist schweizerisch?
    Kein Wüterich, kein Rüpel,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 21.06.
 
     
   
  • BARTELS, Gerrit (2008): Flirrender Echtweltstaub.
    25 Jahre pure Gegenwart: Rainald Goetz’ Roman "Irre" von 1983 und sein aktueller Blog "Klage" "Endlich anfangen. Ich hätte so gern ein Leben",
    in: Tagesspiegel v. 20.06.
    • Rainald Goetz - Irre
 
   
  • SEEßLEN, Georg (2008): 68 : 24.
    Öffnungen: Wie kinematografisch war die Revolte, und wie revolutionär war das Kino? Bescheidener Vorschlag, im Rückblick nicht nur politische Filme zu sehen, sondern Filme auch politisch zu sehen,
    in: Freitag Nr.25 v. 20.06.
 
   
  • TERKESSIDIS, Mark (2008): Flagge zeigen.
    Partypatriotismus: Was bedeutet "Nation", wenn in allen Nationalmannschaften Brasilianer spielen?
    in: Freitag Nr.25 v. 20.06.
 
   
  • HAFNER, Urs (2008): Verbarrikadierte Vorgärten.
    Heinz Budes Soziologie der Ausgeschlossenen,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 19.06.
    • Heinz Bude - Die Ausgeschlossenen
 
   
  • VOGEL, Sonja (2008): Ist es hip, weil's sexy ist?
    Post-, Neo- oder Alphamädchenfeminismus? Roche oder Schwarzer? In die aktuelle Debatte schalten sich nun auch Gender-Theoretikerinnen ein und sagen: Alles schon mal da gewesen. Ein Ortstermin,
    in: TAZ v. 19.06.
 
     
     
   
  • KÖPF, Peter (2008): Profitcenter Kind,
    in: DeutschlandRadio v. 18.06.
    • Inhalt:
      Unter Bezugnahme auf Artikel von Marc BEISE und Henrike ROßBACH, verweist KÖPF darauf, dass Kinder in zunehmendem Maße auf die Kosten reduziert werden. KÖPF ist wie Günter KEIL & Gisela BRUSCHEK in ihrem Buch "Generation Kinderlos" der Meinung, dass Kinderlose, ob als Rentner oder als Berufstätige, Eltern unter die Arme greifen, dies aber im gegenwärtigen politischen Klima ungenügend gewürdigt wird:

                  "Unterm Strich finanzieren Eltern 54 Prozent dieser Familienleistungen über Steuern und Sozialabgaben selbst, betont Ministerin von der Leyen. Das bedeutet: Die andere Hälfte begleichen Nicht-Eltern. Schweigend. Selbstlos. Selbstverständlich.
                  Es ist richtig, dass der Staat Eltern unter die Arme greift. Dass auch Kinderlose sich beteiligen, finanziell und ideell. Viele tun das gern, trotz der weit verbreiteten elterlichen Anspruchshaltung. Aber sie dürfen ruhig die Frage stellen, ob sie für die Lebensplanung anderer Leute zahlen und sich gleichzeitig als Schmarotzer titulieren lassen möchten. Was Kinder-Besitzer ebenso gern wie die Knete der gedemütigten, häufig unfreiwillig Kinderlosen nehmen, ist deren Hilfe. Beispielsweise die stille Bereitschaft, Weihnachten und Silvester die Schichten zu übernehmen und Mehrarbeit, wenn Papi oder Mami zum kranken Kind nach Hause muss. Und natürlich die Betreuungsstunden von Oma und Opa, die unter Eltern sonst gern als die Zukunft verprassende »Generation Teneriffa« verachtet wird."
 
   
  • RAETHER, Elisabeth (2008): Der Essay als Lebensform.
    In den USA ist Joan Didion eine große Nummer, hierzulande ist die Essayistin noch zu entdecken - als Autorin, bei der man lernen kann, dass Ironiefreiheit allein noch keine politische Überzeugung ist und wie wichtig es ist, von sich selbst zu sprechen,
    in: TAZ v. 18.06.
    • Joan Didion - Das Jahr magischen Denkens
 
     
   
  • PAUER, Nina (2008): Wir Kinder der 68er.
    Sie bekommen leuchtende Augen, wenn sie von der Revolution erzählen. Sie haben uns trotzdem gutbürgerlich erzogen. Sie sind unsere netten Freunde, sie schreiben SMS und machen mit uns Yoga. Und wir, Töchter und Söhne dieser 68er? Was bleibt uns zur Generationen-Abgrenzung? Und müssen wir uns überhaupt abgrenzen? Ein Zwischenruf,
    in: TAZ v. 17.06.
 
     
   
  • MATZIG, Gerhard (2008): Reiche Stadt, armes Land.
    Der "Neue Urbanismus" dient der Exklusionsgesellschaft,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 17.06.
    • Inhalt:
      Gerhard MATZIG beklagt, dass der "neue Urbanismus" in Städten wie München, Berlin, Stuttgart und Dresden nur noch von den einkommensstarken Eliten bezahlt werden kann. 
 
   
  • BUHR, Elke (2008): Blöd kommt weiter,
    in: Frankfurter Rundschau v. 17.06.
    • Nick Hornby - Slam
 
   
  • KENNEDY, A. L. (2008): Wir werden zerstört.
    Führt Großbritannien Krieg gegen sich selbst? Eine der wichtigsten englischen Autorinnen der Gegenwart fürchtet um ihr Heimatland,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 16.06.
 
   
  • HENNEBERG, Nicole (2008): Der Sommer, sehr groß.
    Iris Hanika widmet sich von Herzen der Liebe,
    in: Frankfurter Rundschau v. 16.06.
    • Iris Hanika - Treffen sich zwei
 
     
   
  • MÜHLING, Jens (2008): Speed Dating im Park.
    In China heiraten junge Menschen immer seltener, man spricht sogar von einer Single-Krise. Die besorgten Eltern eröffnen Heiratsbörsen, auf denen sie die Vorzüge ihrer Kinder anpreisen,
    in: Tagesspiegel v. 15.06.
 
   
  • DOTZAUER, Gregor (2008): Taugenichts und Söhne.
    Über die Eroberung von Städten und Erinnerungen,
    in: Tagesspiegel v. 15.06.
 
     
   
  • JANZ, Nicole (2008): Union und SPD konkurrieren um Kinder.
    Nach der SPD stellt auch die CDU einen Plan gegen Kinderarmut vor. Ihr Generalsekretär Pofalla kanzelt die Vorschläge des Koalitionspartners als "Vorstoß ins Blaue" ab. Auch die Bundesländer streiten mit, wollen sich finanziell aber nicht beteiligen,
    in: TAZ v. 14.06.
 
   
  • FEDDERSEN, Jan (2008): Refugium der Utopien.
    Der Monte Verità im Tessin ist die Schweizer Teststrecke der großen Erzählung von Freiheit und Flucht. Ein Berg als Geburtsstätte der Alternativbewegung, Exil für Weltverzagte. So soll das für immer bleiben. Kann das gut gehen?
    in: TAZ v. 14.06.
 
   
  • BEISE, Marc (2008): Und was wird aus uns?
    Unten ist nichts mehr zu holen, oben sind es zu wenige. Also müssen wir ran. Ein Hilferuf aus der Mitte der Gesellschaft, an Angela Merkel und an alle anderen, die in diesem Land für Reformen zuständig sind,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 14.06.
    • Inhalt:
      Marc BEISE macht sich zum Sprachrohr der Mittelschicht. Wer aber ist diese Mittelschicht? Dazu BEISE:

                  "Allen soll gegeben werden, wenigstens ein bisschen. Allen - nur nicht mir. Oder, wenn ich das dann mal klarstellen darf: nur nicht uns. Denn wir sind viele. Und wir nennen uns: die Mittelschicht.
                  (...).
      Ein (...) Mittelständler ist mindestens selbständig und hat 30 Mitarbeiter oder 3000 und fünf Millionen Umsatz oder 500 Millionen. Alles sehr ehrenwert - aber das sind nicht wir.
                  (...).
      Meistens sind wir fremdbestimmt, als Angestellte, Facharbeiter, Handwerker, Kleinunternehmer, Beamte
      ".
                  Paul KIRCHHOF, der Professor aus Heidelberg, soll es deshalb richten meint BEISE.
 
     
   
  • THOMÄ, Dieter (2008): Vaterlosigkeit ist modern.
    Alle Menschen werden Brüder - und wer sind ihre Eltern?
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 14.06.
 
     
   
  • BAUREITHEL, Ulrike (2008): Deutscher Feminismus ®.
    Gralshüterin: Alice Schwarzer und der Fall einer Medien-Ikone,
    in: Freitag Nr.24 v. 13.06.
 
     
     
   
Stern-Titelgeschichte:
City ohne Sex.
Warum so viele tolle Frauen nicht den richtigen Mann finden
  • GÖTTING, Markus & Annette LACHE (2008): Auf der Suche nach Mr. Big.
    Sie sind tolle Frauen: schön, klug und erfolgreich in ihrem Job. Und doch haben sie noch immer nicht den Richtigen fürs Leben gefunden. Denn viele Männer sind ihnen nicht gewachsen,
    in: Stern Nr.25 v. 12.06.
  • BÜLOW, Ulrike von (2008): "Wir wachsen mit Märchen auf".
    Kim Catrall, die "Samantha" in "Sex and the City", über die Suche nach dem Richtigen. Privat ist die 51-Jährige mit einem 23 Jahre jüngeren Koch liiert,
    in: Stern Nr.25 v. 12.06.
 
   
  • LINNARTZ, Mareen (2008): Nervige Blagen.
    Corinne Maier im Gespräch,
    in: Frankfurter Rundschau v. 12.06.
 
   
  • NIEBER, Ulrich/HAUBOLD, Josefine/RUNGE, Heike Karen/STRÖHLEIN, Markus/KÜßNER, Steffen, RAVEL, Bianca (2008): Das Zeug muss mit.
    Im Winter hatten wir alles in der Jacke verstaut. Dann begann der Frühling. Wie jedes Jahr aufs Neue waren wir irritiert: Wohin jetzt mit all dem Krempel? Deshalb reden in diesen Tagen alle über Taschen. Alte Klischees stimmen nicht mehr. Selbst Gender-Studentinnen tragen heutzutage zuweilen ­Damenhandtaschen, und in Gürteltaschen findet sich längst nicht mehr nur der Zahnschutz ostdeutscher Provinz-Hooligans. Aber welche Tasche ist die beste?
    in: Jungle World Nr.24 v. 12.06.
    • Anmerkungen:
      "Mit einer Umhängetasche sieht man einfach cooler aus. Es ist das Nonchalante, Individualistische, Kreative und Beiläufige, das den Träger – die Trägerin sowieso – zu einem zeitgemäßen Metropolenbewohner macht", meint Steffen KÜßNER. Martin REICHERT ist da ganz anderer Meinung, insbesondere wenn noch Mitte 30Jährige damit herumlaufen.
 
   
WELTWOCHE-Titelgeschichte:
Schweizer Frauenhelden: Theorie und Praxis
 
 
     
   

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