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News vom
01. - 19. September 2014
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Zitat
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In der DDR gab es keinen vergleichbaren Babyboom wie in der BRD
"In der DDR (...) hat es
keinen vergleichbaren Babyboom in den 1950er und 60er-Jahren
gegeben: »Der Babyboom in Deutschland wurde vorwiegend durch die
westdeutschen Geburtskohorten getragen« (Nowossadeck,
2010, S.5). Einerseits hängt das mit der absoluten
Bevölkerungsgröße von Ost- und Westdeutschland zusammen. Die
entscheidende Ursache ist jedoch in der für einen »Babyboom«
ungünstigen Alters- und Geschlechterstruktur Ostdeutschlands zu
suchen, die durch sehr hohe Übersiedlungszahlen bis zum Jahr
1961 verursacht wurde und auch nicht durch zeitweise erhöhte
»Fertilitätsraten« ostdeutscher Frauen ausgeglichen werden
konnte: »Allein zwischen 1949 und 1961 verließen etwa 2,7 Mio.
Menschen die DDR. (...) Mehr als die Hälfte war jünger als 25
Jahre.« (ebd. S.10+12). Demzufolge wurden in Ostdeutschland die
»jüngeren Altersgruppen ausgedünnt« (ebd. S.12), während sie in
Westdeutschland als positiver Wanderungssaldo zu Buche schlugen,
der dann den dortigen Babyboom »stabilisierte« (ebd., S.9)"
(Olaf Dörner & Burkhard Schäffer "Sozialisation im Babyboom -
Einleitung in den Schwerpunkt"
in der Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Heft
2, 2014, S.120) |
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PFEIFER, David
(2014): "Wenn wir streiten, geht es mit Verletzungen einher".
Roland Mary ist ein berühmter Wirt,
Michael Mary ein erfolgreicher Paarberater. Üblicherweise reden die
Brüder nicht miteinander, aber für uns nun doch: über Versöhnung,
in:
SZ-Magazin Nr.38 v. 19.09.
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HESSE, Michael
(2014): Vom Menschen zum Monstrum.
Der Philosoph Peter Sloterdijk über
den zerborstenen Generationenvertrag, die Erbsünde sowie den
Unterschied zwischen einer naiven und sentimentalen Moral,
in:
Frankfurter Rundschau v. 19.09.
"Ich fürchte, in dem populären
Hass gegen die Reichen, der sich als Sinn für Gerechtigkeit
ausgibt, verbirgt sich eine wütende Undankbarkeit vieler gegenüber
den Geistreichen, denen letztlich fast alle fast alles verdanken",
meint Peter SLOTERDIJK, der einem
elitären Konzept einer freischwebenden Intelligenz anhängt. Was aber
wären die Geistreichen, ohne die Gesellschaft, die sie ernährt und
den Freiraum zum Denken schafft? Diese Fragen stellen sich Elitisten
wie SLOTERDIJK lieber nicht.
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BIB (2014): Das Miteinander von Jung und Alt im Blick.
9. Demographie-Kongress "Best Age"
am 27. und 28. August 2014 in Berlin,
in:
BIB Online, o.D.
Der Beitrag zu Jürgen DORBRITZ, der gerne von einer
Kultur der Kinderlosigkeit schwadroniert, zeichnet sich durch
eine vielsagende Schwammigkeit aus:
"Kinderlosigkeit (ist) (...)
ein in Deutschland mittlerweile etabliertes, sozial akzeptiertes
Verhaltensmuster (...), das in einer kleinen Gruppe der
Bevölkerung kulturell verankert"
ist. Seit 2001 wird angeblich
verstärkt zur Kinderlosigkeit geforscht. Der Ertrag ist offenbar
gleich Null, wenn äußerst vage von einer unbekannten Größenordnung
"gewollt Kinderloser" gesprochen wird.
Dies liegt auch daran, dass die Kinderwunschforschung, in deren
Zusammenhang häufig Kinderlosigkeit "definiert" wird,
desaströs gescheitert ist. Aber es kommt noch schlimmer:
"Erschwerend komme hinzu, dass
Kinderreichtum mit einem Negativimage belegt werde, wobei sich die
Frage stelle, wie und wann dieses Image entstanden ist. Es
manifestiere sich somit ein Leitbild der Distanz gegenüber
Kinderreichtum."
Während man also mit viel Energie
dem Phantom gewollter Kinderlosigkeit auf die Spur kommen wollte,
hat man sich um das für die Geburtenrate viel entscheidendere
Problem des Rückgangs der Mehrkinderfamilie nicht gekümmert.
Vielmehr gelten Ostfrauen als Vorbild, weil deren Kinderlosigkeit
geringer ist. Dies ist jedoch nur die halbe Wahrheit, denn im Osten
ist die Ein-Kind-Familie das Leitbild der Vereinbarkeit von Beruf
und Familie. Was aber wäre gewonnen, wenn das Zurückdrängen der
Kinderlosigkeit in Westdeutschland zur Durchsetzung der
Ein-Kind-Familie als neues Leitbild führen würde?
Bei der Kinderlosigkeit gibt es
zudem das Problem, dass eine Theorielücke klafft zwischen der
"Definition" von "gewollter" und "ungewollter" Kinderlosigkeit.
Während "gewollte" Kinderlosigkeit auf die Bevölkerung in
Deutschland bezogen wird, wird
"ungewollte" Kinderlosigkeit lediglich auf (Ehe)paare in
Deutschland bezogen. Dies ist in erster Linie ideologisch begründet:
Alleinstehende sollen einerseits keine Kinder bekommen, was die
Debatte um die Kostenerstattung bei künstlicher Befruchtung belegt,
andererseits sind sie jedoch Gegenstand bevölkerungspolitischer
Strafaktionen, wie die Debatte um höhere Beitragssätze für
Kinderlose in der Pflegeversicherung und die Debatten um eine Rente
nach Kinderzahl belegen.
In Deutschland herrscht also in
Bezug auf die Kinderlosigkeit eine heuchlerische Doppelmoral, die
sich auch in einer selektiven wissenschaftlichen Theoriebildung
ausdrückt.
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TREMMEL, Jörg (2014): Parlamente und künftige Generationen das
4-Gewalten-Modell,
in:
Aus Politik und
Zeitgeschichte Nr.38-39 v. 15.09.
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PETERSDORFF, Winand von
(2014): Politik im Schlafzimmer.
Eine Schweizer Initiative will durch
Familienplanung das Wachstum der Weltbevölkerung senken. Gruselig,
in:
Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 14.09.
"Die Anzahl der Kinder, die jedes
Jahr geboren werden, stagniert bei zwei Milliarden jedes Jahr",
behauptet Winand von PETERSDORFF zur Geburtenzahl der
Weltbevölkerung. Tatsächlich sind es nur 136 Millionen Kinder pro
Jahr.
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GÜNTHER, Markus
(2014): Love, Love, Love.
Ein Plädoyer gegen die Liebe,
in:
Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 14.09.
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KAUBE, Jürgen
(2014): Intime Verhältnisse.
Wie lernt man, was im Verborgenen
stattfindet?
in:
Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 14.09.
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OBERHUBER, Nadine
(2014): Verloren im eigenen Haus.
Vielen Hausbesitzern wird ihr
Eigenheim im Alter zu groß. Und ins Geld geht es auch. Was tun, damit
die Immobilie nicht zur Last wird?
in:
Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 14.09.
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Gentrifizierung: Von Yuppies, Yetties, Bobos, digitaler Bohème, Nerds,
Hipstern und Latte macchiato-Müttern - Eine Bibliografie der neueren
Gentrifizierungsdebatte
KAISER, Lena
(2014): "Zeichen städtischer Wachstumsvisionen".
Stadtentwicklung: In der Stadt zeigt
sich, wie sich der Kapitalismus in den letzten Jahren verändert hat,
sagt der Stadtforscher Jürgen Oßenbrügge. In seinem neuen Buch zeigt
er gemeinsam mit Anne Vogelpohl, welche Theorien diesen Wandel
erklären können und wo Stadtplaner noch einmal nachschlagen sollten,
in:
TAZ Nord v. 13.09.
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MÄRZ, Ursula
(2014): Wo meine Füße herkommen.
Gerade noch war die biologische
Familie selbstverständlich. Vorbei! Jedes Patchwork ist möglich. Warum
ist die Liebe zu leiblichen Kindern dennoch besonders?
in:
ZEIT Nr.38 v. 11.09.
MESSMER, Anna-Katharina & Christina SCHILDMANN
(2014): Vom Zorn abgehängter Männer.
Im Internet wie im Feuilleton suhlen
sich rechte Meinungskrieger in ihren Ressentiments. Ein Gegenangriff,
in:
ZEIT Nr.38 v. 11.09.
Ein Gegenangriff soll das sein? Eher kalter Feuilletonkaffee!
Während die Angry white Woman Ursula MÄRZ
seit SCHIRRMACHERs Mimimum die Biologie gegen die Kultur
verteidigt, arbeiten sich MESSMER & SCHILDMANN an angeblich
"arrivierten", aber eher ex-arrivierten Altherren auf dem
journalistischen Abstellgleis ab (Matthias MATUSSEK, Reinhard MOHR
und Jan FLEISCHHAUER).
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WALLASCH, Alexander
(2014): German Lucky Ones.
1964: Die Kinder des
geburtenstärksten Jahrgangs werden 50. Sie sind die Ersten, die in
Frieden und Wohlstand aufgewachsen sind. Grund zu feiern gibt es
trotzdem nicht,
in:
TAZ v. 09.09.
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WEIß, Yvonne
(2014): Und wenn sie nicht verliebt sind, dann chatten sie noch heute.
Online-Dating: Nirgends wird so oft
im Internet nach dem oder der Richtigen gesucht wie in der Hansestadt.
Eine Hamburgerin stellte jetzt zwölf Profile von sich ins Netz und
dokumentierte die Reaktionen der Männer ein Bericht,
in:
Hamburger Abendblatt v. 06.09.
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Zukunft nach Gutsherrenart: Wie uns die Welt 10 Jahre alte Daten
als neue Trends verkauft
WELT
(2014): Zukunft wird Privatsache.
Die Deutschen sehen den
demografischen Wandel nur als individuelles Problem und halten wenig
von nationalen Großprojekten wie der Energiewende. Das
Einkaufsverhalten ändert sich rasant,
in:
Welt v. 06.09.
In der Sonderausgabe Welt
der Zukunft erfahren wir, wie sich die Zeitung unser Leben im
Jahr 2030 vorstellt. Man hat eine Befragung durchgeführt, von der
man nicht einmal weiß, ob sie repräsentativ ist. Und auch die
Fragen, die gestellt wurden (und nicht einmal offen gelegt
werden), stellen bereits eine Auswahl dessen dar, was wir
überhaupt nach Meinung der Welt wünschen dürfen. Nichts als
Mediendiktatur also.
Nicht die Demografie ist unser
Schicksal, sondern wo wir wohnen. Während Ulf POSCHARDT in seinem
Leidartikel von Generationenungerechtigkeit schwadroniert, müsste
man also eher von Raumungerechtigkeit sprechen:
"Der Demografic Risk Atlas
zeigt, dass die Unterschiede zwischen den Ländern oft kleiner
sind als innerhalb der Länder".
Ist das etwa eine Offenbarung?
Oder nicht die Konsequenz einer neoliberalen Politik, bei der die
Stärkung der Starken die Maxime ist?
SIEMS, Dorothea
(2014): Manche Orte bleiben jung.
Deutschland altert rasant. Doch
während etliche Regionen absteigen, haben andere Gegenden rosige
Zukunftsaussichten,
in:
Welt v. 06.09.
Dorothea SIEMS wirft drei
Schlaglichter auf den demografischen Wandel in Deutschland: Auf
der einen Seite die Zunahme der Höchstbetagten, womit
Hundertjährige gemeint sind, auf der anderen Seite eine
Akademikerinnenkinderlosigkeit, die vor 10 Jahren noch 10 % höher
geschätzt wurde, sowie eine Migration mit angeblich jährlich
400.000 DAUERHAFT bleibenden Migranten. Tatsächlich ist diese Zahl
lediglich die Differenz zwischen Zu- und Abwandernden. Über die
Dauer des Dableibens sagt das dagegen nichts aus.
Drei Trends machen noch keinen
demografischen Wandel, sondern zeigen lediglich wie selektiv die
Wahrnehmung ist, denn der demografische Wandel setzt sich aus
unzähligen Faktoren zusammen, die sich mehr oder weniger schnell
ändern. Vor fünf Jahren z.B. hat niemand einen
Wanderungsüberschuss von 400.000 Menschen prognostiziert,
stattdessen gingen alle Bevölkerungsvorausberechnungen von 100.000
maximal 200.000 Menschen aus. So schnell können also Prognosen
veralten. Entgegen jeglicher Prognose wächst Deutschlands
Bevölkerung. Nichts davon liest man in den angeblichen
Gewissheiten, die uns SIEMS vorbetet.
Es wird noch nicht einmal
darauf hingewiesen, dass der erwähnte Demographic Risk Atlas
bereits
im Jahr 2009 veröffentlicht wurde. Die Daten sind sogar noch
älter und stammen aus dem Jahr 2004, d.h. die schönen bunten
Bildchen, die den Artikel von SIEMS bebildern sind 10 Jahre alt!
Dafür spricht auch folgende Aussage:
"Trübe sind (...) die
Zukunftsaussichten für weite Teile Ostdeutschlands. Für Halle,
Magdeburg und vor allem für Dessau, allesamt in Sachsen-Anhalt,
sind die Prognosen dabei am schlechtesten."
Halle jedoch schrumpft nicht mehr, sondern wächst - entgegen
den Prognosen vor 10 Jahren.
Die Welt hält ihre Leser
für ziemlich dumm!
FRIGELJ, Kristian
(2014): Rollatoren und Kinderwagen in Bad Sassendorf.
Ein Kurort in NRW zieht Rentner und
Familien an,
in:
Welt v. 06.09.
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SCHUHMACHER, Nils
(2014): Geräusche aus den Neunzigern.
Diskurspop: Vor 20 Jahren ebnete
Blumfelds Album "L'etat et moi" einer ganzen Generation
deutschsprachiger Bands den Weg. Nun wird das Jubiläum mit einer
Reunion-Tour gefeiert: Gelegenheit zur Entmystifizierung,
in:
TAZ Nord v. 06.09.
2014 ist nicht
1994 zum Zweiten.
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WRUSCH, Paul
(2014): XY
ungelöst.
Gender: Auf Facebook können Nutzer
nun aus 60 Geschlechteroptionen wählen. Das war's dann mit dem
Zwangsbekenntnis zu "Frau" und "Mann" - oder?
in:
TAZ v. 05.09.
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ARZT,
Ingo
(2014): Schrumpfen und Spaß dabei.
Konferenz: Tausende fordern in
Leipzig ein weltweites Ende des Wahns vom ewigen Wirtschaftswachstum.
Nur ein paar Andersdenkende auf Selbstbestätigungstrip - oder die
Avantgarde einer neuen alternativen Bewegung?
in:
TAZ v. 05.09.
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BUDE, Heinz
(2014): Generation Null Fehler.
Die Vierzigjährigen von heute
scheuen jedes Risiko. Damit verspielen sie die Zukunft,
in:
ZEIT Nr.37 v. 04.09.
Der Soziologe
Heinz BUDE bastelt sich wieder einmal eine neue Generation:
"Der Ansatzpunkt für ein
Generationenprofil ist der demografische Befund, dass die zwischen
1970 und 1980 Geborenen die erste Generation nach den Babyboomern
darstellen.
Nach 1964 gehen die Geburtenraten in Deutschland (...)
unaufhaltsam zurück. Das ist deshalb von Belang, weil sich
diese Kinder nach dem Nachkriegsboom von Anfang umhegt und
umworben fühlen konnten. Die zwischen 1945 und 1955 geborenen
Eltern (...) wollten auch in der Erziehung »mehr Demokratie
wagen«."
Als 1954 Geborener gehört BUDE zu
dieser
wohlhabendsten Elterngeneration der Bonner Republik, die von der
Bildungsexpanison und dem Ausbau des Sozialstaats profitierte und
damit zu den Eltern dieser Kindergeneration. Im Grunde liest sich
das Porträt als Projektion der Ängste der Generation Heinz
Bude auf die Kindergeneration:
"Virtuosen des richtigen
Augeblicks, in dem sich entscheidet, was bloßer Wahn und was eine
praktikable Variante ist. Dann muss man natürlich zuschlagen,
sonst gehört zu den Düpierten und Aussortierten, die zu früh oder
die zu spät waren."
Wer wie BUDE im roten Jahrzehnt
der 1970er Jahre herumgeirrt ist, dem erscheinen Virtuosen des
richtigen Augenblicks als die Inkarnation, derjenigen, die scheinbar
nur diese Lehre aus einem solchen Schicksal gezogen haben können.
Entscheidungstheoretisch gibt es jedoch kein Offenhalten von
Möglichkeiten, denn auch das Offenhalten von Möglichkeiten ist eine
Entscheidung, die falsch oder richtig ist. Nur stellt sich das erst
im Nachhinein heraus.
Das neue Buch von Heinz BUDE
könnte also genauso gut Brief an meinen Sohn/meine Tochter heißen.
Und es legt eher die Ängste des Vaters als die der Kinder offen.
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PAUER, Nina (2014): "Reich mir mal den Rettich
rüber".
Auch die Dreißigjährigen halten
Abstand von Idealen und Prinzipien. Privatglück ist ihnen allerdings
wichtiger als Karriere,
in:
ZEIT Nr.37 v. 04.09.
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Andreas Bernard - Die Leihmutterschaft als fragwürdigste Variante der
Reproduktionstechnologien
MOLITOR, Antje
(2014): Klasse Schwangerschaft.
Leihmutterschaft und die
Ratlosigkeit eines Feminismus, der nicht weiterdenkt. Eine
Aufforderung zur feministischen Theoriebildung,
in:
Jungle World Nr.36 v. 04.09.
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DESTATIS
(2014): Bei 22 % der Geburten ist die Mutter mindestens 35 Jahre alt,
in: Pressemitteilung des
Statistischen Bundesamtes
v. 03.09.
Ein beliebtes Märchen lautet,
dass die
Zunahme der Spätgebärenden zu einer Abnahme der Geburtenrate
führt. In Irland, das eine der höchsten Geburtenraten in Europa hat,
beträgt der Anteil der Spätgebärenden 30 % gegenüber nur 22 % in
Deutschland:
"In sieben EU-Staaten waren
späte Geburten häufiger als in Deutschland. Der Vergleich auf
Basis von Eurostat-Daten ergab, dass 2012 in Spanien 34 % aller
Neugeborenen eine Mutter hatten, die bei der Geburt mindestens 35
Jahre alt war. In Italien waren es 33 %, in Irland 30 %"
Eher stimmt das Gegenteil für
Deutschland: Ohne die Zunahme der Spätgebärenden wäre die
Geburtenrate in Deutschland noch niedriger.
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BEISEL, Karoline Meta
(2014): "Lügen, Lügen, Lügen!".
Die Scheidungsrate ist im
vergangenen Jahr um fünf Prozent gesunken. Zeit für ein Gespräch mit
einem der erfahrendsten Scheidungsanwälte Deutschlands: über Liebe und
Hass - und Tricks für eine lange Ehe,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 03.09.
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SCHMITZ, Thorsten (2014): Ruhe jetzt.
Kinder soll man sehen, nicht hören.
Das war das Credo der autoritären Erziehung. In Berlin ist man jetzt
weiter: Dort will man Kinder weder hören noch sehen,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 02.09.
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ABÉ, Nicola/AMANN, Melanie/KNAUP, Horand (2014):
Attacke sieht anders aus.
Familie: Ein Gutachten kritisiert
das Ehegattensplitting. Nun könnte die SPD dagegen vorgehen, aber der
Parteichef bremst seine Genossen,
in:
Spiegel Nr.36 v. 01.09.
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PLEWNIA, Ulrike (2014): 1-Kind-Politik.
In Deutschland gibt es wenig
Mehrkindfamilien. Im Haus von Familienministerin Manuela Schwesig
liegt eine interessante Studie, die aber kaum Beachtung findet,
in:
Focus Nr.36 v. 01.09.
Ulrike PLEWNIA berichtet über das Dossier
Mehrkindfamilien in Deutschland, das vom
Bundesfamilienministerium im Juli veröffentlicht wurde. Die
Schlagzeile zitiert eine Aussage von
Elisabeth MÜLLER, Vorsitzende des Verbands kinderreicher Familien.
Das Dossier basiert auf
veralteten Zahlen zur Kinderlosigkeit bzw. zur Anzahl von Kindern,
die im Jahr 2008 erhoben wurden, während die aktuellen Zahlen, die
im Jahr 2012 erhoben wurden, unberücksichtigt bleiben.
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Rückgang des Anteils älterer Alleinlebender
DESTATIS
(2014): Auf dem Weg zur Gleichstellung?
in:
Wirtschaft und Statistik, Heft 8.
Der Anteil alleinlebender Frauen
über 64 Jahre ist von 2002 bis 2012 um fast 5 % zurückgegangen,
während im gleichen Zeitraum der Anteil alleinlebender Männer
lediglich um 2 % gestiegen ist. Bei den über 74 jährigen Männern ist
der Anteil Alleinlebender zurückgegangen.
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LIERE, Judith (2014): Die Nichtliebesbriefe.
Tausendmal berührt, und trotzdem ist
nie was passiert. Sechs Freunde erklären einander in Briefen, warum
aus ihrer Freundschaft keine Liebe wurde,
in: Neon,
September
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BUCHHOLZ, Jenny (2014):
"Meine Mutter
findet, dass ich stinke".
Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als
die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und
erklären, warum es sich trotzdem lohnt, sie kennenzulernen,
in: Neon,
September
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WOLF, Christian (2014): Urbane Seelenpein. Wie die
Stadt uns krank macht.
Lärm, Hektik oder soziale Isolation:
Städte stellen die mentale Gesundheit auf eine harte Probe. Menschen
in urbanen Gebieten leiden häufiger als Landbewohner an psychischen
Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. Vor allem sozialer
Stress scheint Städtern zuzusetzen,
in: Psychologie
Heute,
September
Die Stadt macht krank? Nicht
wirklich!
"Eine Rentnerin, die ohne
Kontakte und ohne die anderen Bewohner zu kennen, allein in einem
Hochhaus räumlich beengt lebt",
wird als Beispiel genannt. Es
geht also nicht um die schicken Innenstädte, denn daraus werden
ältere Menschen inzwischen verdrängt, sondern um soziale
Verhältnisse, die von jeher als ungesund gelten. Als Abhilfe wird
"mediterranes Leben" empfohlen. Dabei ist dies in den schicken
Stadtvierteln sowieso bereits üblich - und der Rest kann sich das
bald nicht mehr leisten...
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SAUM-ALDEHOFF, Thomas (2014): Männer, das extreme
Geschlecht.
Männer sind das vielfältigere
Geschlecht. Ob Körpergröße, Intelligenz oder Persönlichkeit: Männer
unterscheiden sich in diesen Eigenschaften untereinander stärker, als
dies bei Frauen der Fall ist. Woran liegt das? Und was folgt daraus
für das gesellschaftliche Ziel der Gleichberechtigung?,
in: Psychologie
Heute,
September
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TULL, Claire-Lise
(2014): Seid keine Tussis!
Wir leben in einer "Tussikratie", in
der Frauen reflexhaft über Benachteiligung klagen und sich auf der
moralisch richtigen Seite wähnen. Entspricht das der Realität?
in:
Psychologie Heute,
September
Claire-Lise TULL kann den Neon-Autorinnen Theresa BÄUERLEIN &
Friederike KNÜPLING nicht zustimmen:
"Die Einführung des Betreuungsgelds
zeigt es, genauso wie die mühsame Durchsetzung von Frauenquoten: Die
Tussikratie ist ein fiktives Konstrukt."
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 17. - 31. August 2014
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