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Medienrundschau:
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News vom
01.-15. April 2002
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Spruch
des Monats:
"Die
wachsende Überalterung des deutschen Volkes
steigt andauernd (...). Heute stehen 67 Prozent
der Bevölkerung im produktiven Alter (...).
Diese Zusammensetzung der Bevölkerung ändert
sich stetig zuungunsten des Prozentsatzes der im
produktiven Alter Stehenden, weil die
Langlebigkeit wächst und die Geburtenzahl
abnimmt."
(Konrad Adenauer
in seiner Regierungserklärung vom 20.10.1953,
zitiert nach Spiegel vom 15.09.1954, S.10) |
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- GIBBS,
Nancy (2002): Making Time for a Baby.
For
years, women have been told they could
wait until 40 or later to have babies.
But a new book argues that's way too
late,
in: Time Nr.15 v.
15.04.
- Inhalt:
Anlass der
Coverstory ist das Erscheinen von
"Creating a Life:
Professional Women and the Quest
for Children", das neuste
Buch der
"Antifeministin" Sylvia Ann
HEWLETT.
HEWLETT
stellt die Gefahren der späten
Mutterschaft in den Mittelpunkt.
Ihr Buch ist ein Plädoyer
dafür, zuerst an das Gebären
und dann erst - wenn überhaupt -
an eine Karriere zu denken.
Obwohl
die USA die höchste Geburtenrate
unter den westlichen
Industriestaaten hat, stehen die
kinderlosen Karrierefrauen
weiterhin im Brennpunkt des s
öffentlichen Interesses.
Stand
in den 80ern und 90ern noch das
Thema "Heiratschancen"
im Vordergrund,
so steht nun seit einiger Zeit
das Thema
"Gebärchancen" auf der
Tagesordnung. Kampagnen (Motto:
"Advancing age decreases
your ability to have
Children") sollen
Karrierefrauen ihre geringen
Gebärchancen vor Augen führen.
Karrierefrauen
sollen aufgrund von
Medienberichten über die Erfolge
der Reproduktionsmedizin
unrealistische Vorstellungen
über ihre Fruchtbarkeit haben.
Auch
bei dieser Kampagne ist die
Statistik ein wichtiges
Instrumentarium, um den
Karrierefrauen ihr Dilemma zu
verdeutlichen:
"Recent
Census data support Hewlett's
research: childlessness has
doubled in the past 20 years, so
that 1 in 5 women between ages 40
and 44 is childless. For women
that age and younger with
graduate and professional
degrees, the figure is 47%."
Die
statistischen Zahlen sagen jedoch
nichts über die Freiwilligkeit
der Kinderlosigkeit aus. Während
Feministinnen durch die Kampagnen
die Wahlfreiheit von Frauen
eingeschränkt sehen, gehen die
Kampagnenbefürworter dagegen
davon aus, dass Frauen aufgrund
mangelndem Wissen über die
Gebärchancen ihren Kinderwunsch
so lange hinausschieben, dass sie
den Zeitpunkt für ein Kind
verpassen und damit ungewollt
kinderlos bleiben:
"a
couple that imagines fertility is
no problem until age 40 and tries
to get pregnant for 30 months
before seeing a doctor is facing
very long odds of ever becoming
parents. "
- PONIEWOZIK,
James (2002): The Cost of Starting
Families.
For
those who choose to have children early
in life, the trade-off may involve more
than just money,
in: Time Nr.15 v.
15.04.
- Inhalt:
PONIEWOZIK
stellt junge Mütter mit ihren
Problemen vor. Am Ende werden
nochmals die Vorteile der frühen
Entscheidung zum Kind
herausgestrichen:
"They
have greater energy to keep up
with young kids and can look
forward to a longer empty-nest
life. In addition to the reduced
risk of running into fertility
problems, some moms say they're
glad they took the physical
beating of pregnancy and labor
while still in their more
resilient 20s."
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- SCHWARZ,
Patrik (2002): Mit Müttern in den Wahlkampf.
Der
neue Trend bei den Grünen: Drei junge Mütter
haben bereits aussichtsreiche Listenplätze für
die Bundestagswahl. Das freut auch die alten
Väter Kuhn und Fischer,
in: TAZ v. 15.04.
- Inhalt:
"Nach Männern,
die stricken, und Frauen, die auf Männer
pfeifen, befördert die grüne Partei
eine neue gesellschaftliche Avantgarde in
die Politik: Mütter, die stolz
sind", so lautet das Fazit von
SCHWARZ mit Blick auf Baden-Württemberg.
Dort hat die33-jährige Mutter eines
zweijährigen Sohnes Kerstin ANDREAE
"mit ihrem Bekenntnis zur
Mutterrolle aus dem Stand den sicheren
Listenplatz 5 errungen und dabei die
etablierte Außenpolitikerin Rita
Griesshaber verdrängt." Zusammen
mit Ekin
DELIGÖZ und Katrin
GÖRING-ECKARDT gehört
sie nun zu den drei Vorzeigemüttern der
Grünen.
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- SAUERBORN,
Werner (2002): Das Geschlechterverhältnis bleibt
unangetastet.
Klassische
Frauenpolitik hat ihre selbst gesteckten Ziele
nicht erreicht und ist in einer tiefen Krise, die
sie kaum reflektiert,
in: Frankfurter Rundschau
v. 15.04.
- Kommentar:
Der
Gewerkschaftssekretär SAUERBORN fordert
eine Neuorientierung der Frauenpolitik.
Waren die
Gewerkschaften bislang Garanten des alten
patriarchalen Familienideals aus den 50er
Jahren, das im Mann den Familienernährer
sieht, so soll sich dies nun ändern.
Der
Verdi-Funktionär kritisiert jedoch nicht
diese gewerkschaftliche Traditionslinie,
sondern attackiert zeitgeistgemäss - im Einklang
mit dem Postfeminismus der Generation
Golf und der postfeministischen
Männerbewegung - die
betriebliche Frauenpolitik, die sich im
System der Frauenbeauftragten
manifestiert hat.
Vereinfacht
ausgedrückt: Statt Frauenpolitik für Kinderlose und
kinderreiche Frauen im Niedriglohnsektor soll nun Politik
für die Mütterelite der Neuen Mitte betrieben
werden.
Mit dem modischen
Begriff der
"Geschlechterdemokratie"
umschreibt SAUERBORN die Anforderungen an
eine neue Geschlechterpolitik. Dazu
gehört die Modernisierung des
Ehegattensplittings, Rentenrechts,
Elternurlaubs und der öffentlichen
Kinderbetreuung.
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- HENSCHEID,
Eckhard (2002): Vom Ende der Spassgesellschaft.
Oder: Ist alles gar nicht
wahr?
in: Neue Zürcher Zeitung
am Sonntag v. 14.04.
- Inhalt:
"Gemeint war
und ist mit der Spassgesellschaft eine Art
dämonischer Neohedonismus
spätheinesch-postnietzscheanischer
Dionysität, kurz, die Durchgeknalltheit
sämtlicher dazu entschlossener
Deppen," bringt HENSCHEID den
Begriff auf eine langatmige Formel, um am
Schluss zu fordern:
"Stoppt
Scholl-Latour!
Mit Ausnahme mancher Durststrecken des
Hochmittelalters war die
Spassgesellschaft wohl stets
dominant."
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- ALBERS,
Markus (2002). "Bastelclubs statt
Pflichtjahr".
Er
beriet Schröder und Stoiber: Nun fordert
Deutschlands führender Soziologe Ulrich Beck
Alternativen zur Dienstpflicht und kritisiert
mutlose Politiker,
in: Welt am Sonntag v. 14.04.
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SZ-Thema
"Ausgehen in München"
- Kommentar:
Selbst die
singlefeindliche SZ hat rechtzeitig zur
Frühjahrssaison ihr Herz für die
Singles entdeckt und bietet Ausgehtips -
nicht nur für Paarungswillige.
- MAYER,
Christian (2002): "Enge kommt den
Singles zugute".
Wo geht was? Eine Psychologin über
Bühnen, Blicke und Begegnungen
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.04.
- Inhalt:
Bummel durch
Münchner Bars
("Centrale",
"Schumann's",
"Pacha") mit der
Psychologin Christiane TRAMITZ
- MAYER,
Christian (2002): Stenz, Desperado,
Häppchenjäger.
Orte
mit Reizklima: Lokale, in denen man gut
flirten kann ein Ratgeber für
unterschiedliche Flirt-Typen
in: Süddeutsche
Zeitung v. 13.04.
- Inhalt:
MAYER hat
die Flirt-Typen gemäss dem
bevorzugten Flirtort in
Arbeitstiere (After Business bzw.
Work -Anhänger), Desperados
(Flirt-Partys), Häppchenjäger
(Restaurants), Schöngeister
(Bistros), Teenie-Schwarm
(Szene-Treffs) und Stenze
(eigentlich überall zu Hause)
eingeteilt.
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- BURGHARDT,
Peter (2002): Das Boot ist oll.
Was
passiert, wenn die Pyramide kippt? In Madrid ging
die zweite UNKonferenz zum Thema Altern zu
Ende,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.04.
- Kommentar:
BURGHARDT hat einen
typischen klischeehaften SZ-Artikel mit
den üblichen Schuldigen verfasst:
"Das
Problem der Jahrgänge betrifft ja
längst nicht mehr hauptsächlich die
reichen Nationen, wo verwöhnte Ehepaare
lieber in die Karibik reisen, statt auf
die Kleinen aufzupassen, oder Singles ihr
Cabrio den Windeln vorziehen. Sie
belastet trotz Bevölkerungsexplosion
auch zunehmend den Süden".
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- WUTTKE,
Claudia (2002): Drei Männer im Netz.
Im Park oder auf der Straße
liegt er leider nicht herum: der Traummann,
ledig, unkonventionell, tageslichttauglich und
anschmiegsam. Vielleicht findet er sich im
Internet,
in: Frankfurter Rundschau
v. 13.04.
- Inhalt:
WUTTKE testet den
Internet-Singletreff www.datingcafe.de. Und zum
Schluss bleibt nur einer übrig:
"Sven
hat sich nicht abschrecken lassen. Er hat
angerufen, einen Tag, bevor ich mich im
Internet-Treff abgemeldet habe.
Inzwischen haben wir uns zweimal gesehen.
Er ist wirklich ein klasse Mann:
charmant, gut aussehend, witzig und seit
18 Jahren glücklich gebunden. Er hatte
sich im Internet-Treff angemeldet, um
eine Reportage zu recherchieren. Aber ich
war die einzige, die ihm gern Auskunft
erteilt hätte."
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- RUTSCHKY,
Michael (2002): Alles noch offen.
Jugend als Roman und Utopie
in: Frankfurter Rundschau
v. 13.04.
- Kommentar:
Der Chronist
des Alltags altert.
Woran erkennt Mann das? Mann
schwadroniert dann bevorzugt über den
Jugendwahn der Gesellschaft. Mann möchte
dann das gute alte psychoanalytische
Konzept der Reife wiedereinführen, das
den eigenen gesellschaftlichen Status im
Reigen der Lebensalter wieder in sein
Recht setzt.
Angesichts
der Tatsache, dass die Tochter einer
Bekannten dieses Jahr ihr Abi
absolvierte, fühlt sich RUTSCHKY zum
Vergleich mit den 70er Jahren genötigt.
Damals schwadronierte man noch nicht
über Individualisierung,
Orientierungslosigkeit oder Wahlfreiheit
(Konzepte, die angesichts der damaligen
Erfahrungen erst wiederentdeckt wurden!):
"Damals
hätte die Entscheidung für eine
alternative Biografie schwere
Zerstörungen der laufenden Biografie
hervorgerufen (...). Damals (...) wollte
man einen Roman schreiben (statt in den
Schuldienst einzutreten), und das
Losreißen aus dem gewohnten Leben machte
die alternative Lebensmöglichkeit zu
einer Art Prüfung. Bei der man meist
durchfiel. Statt viele Möglichkeiten
offen zu halten, suchte man den einzig
richtigen Weg, und der konnte sich
unmöglich auftun."
Darüber
hat RUTSCHKY das Buch
"Erfahrungshunger"
geschrieben (Dabei hätte er es belassen
sollen!). Ein Buch über linke Mythen in
linken Milieus der nunmehr zur Neuen
Mitte bekehrten Modernisierungsgewinner.
Damals war
auch das Heiraten - zwar in einigen
Kreisen immer weniger praktiziert -
erster Schritt des Erwachsenwerdens. Vor
dem Hintergrund dieses Reife-Konzepts
kritisiert RUTSCHKY die gegenwärtige,
infantile und deshalb kinderarme
Gesellschaft, wenn er schreibt:
"Das
Unverheiratetsein erspart dem Paar, so
scheint es, insbesondere die klare
Vorstellung vom eigenen Lebensalter; man
wird nie Vati oder Mutti, was für den
jüngeren Menschen der Inbegriff des
Älteren ist (...). Früher endete die
Jugend mit 25 Jahren - aber das ist
angesichts des Habitus und der
Lebensweise vieler 35-Jähriger (aus den
Mittelschichten, um das nicht zu
vergessen) Unfug. Bei diesen Kadern endet
die Jugend mit 40.
Als Indiz für die Ausweitung des
Lebensalters, erzählt an dieser Stelle
unser Literaturwissenschaftler, wird
immer wieder ein berühmter Roman von
Balzac zitiert, Die
Frau von dreißig Jahren,
das ist 1834, als der Roman erscheint,
die Frau, die ihren Abstieg beginnt als
erotisches Wesen, ein Gedanke, den uns in
der Gegenwart keine Frau von 30 Jahren
eingibt (es sei denn, sie kommt aus den
unteren Schichten). 1834 ist die Frau von
30 Jahren, was heute die Frau von 50
Jahren ist."
RUTSCHKYs
Essay zeichnet sozusagen das Sittenbild
seines beschränkten Milieus aus der
Perspektive der 50er-Jahre-Ideologie.
Jugend war von jeher verdächtig und je
mehr Jugend zur Minderheit wird, desto
mehr scheint Jugendlichkeit zum Problem
einer alternden Gesellschaft zu werden.
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- BERTRAM,
Hans (2002): Kinderbetreuung ist nicht alles.
Was
ist die Familie wert? (3): Eltern brauchen Zeit
für die Arbeit und Zeit für ihre Kinder. Dies
zu gewährleisten, ist eine zentrale Aufgabe von
Unternehmen und Gewerkschaften,
in: TAZ v. 13.04.
- Inhalt:
Der Soziologe Hans
Bertram fordert eine Kommunalisierung der
Familienpolitik, weil sich in Stadt und
Land das Problemfeld Familie genauso
unterschiedlich darstellt wie für alte
und neue Bundesländer oder Nord- und
Süddeutschland.
Im
Gegensatz zu den Familienrhetorikern kann
BERTRAM keine
zunehmende Atomisierung
feststellen.
Vielmehr stellt er
fest:
"In
der alten Bundesrepublik meinte man mit
Familie fast durchweg: Vater, Mutter,
Kinder. Und das war statistisch auch
korrekt. Im Durchschnitt hatte sich von
Ende der Fünfzigerjahre bis 1990 weder
die Zahl der Familien (10,6 Mio.) noch
der unterschiedlichen Familienformen
wesentlich geändert."
Erst durch
die Wiedervereinigung avancierte nach
BERTRAM die Familie zum Krisenphänomen:
Im Jahr der
deutschen Vereinigung wurden 'nur' 1,5
Millionen Alleinerziehende gezählt.
Ein Jahr später sind daraus 2,1
Millionen geworden. Der plötzliche
Anstieg 1991 kam zustande, da seit diesem
Jahr auch die neuen Bundesländer mit
einem hohen Anteil an Alleinerziehenden
statistisch erfasst werden. Erst dadurch
wurde ein Phänomen überdeutlich, das in
den Jahren zuvor kaum eine Rolle gespielt
hatte".
BERTRAUM fordert desweiteren eine
Neuausrichtung des Bildungssystems, denn
die langen Ausbildungszeiten und der
damit verbundene späte Berufseinstieg
würden mit der Familiengründung
kollidieren.
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- HARTMANN,
Michael (2002): Bürgerkind sucht Bürgerkind.
Nicht
Leistung allein bestimmt beruflichen Erfolg,
sondern viel wichtiger ist die soziale Herkunft,
in: Welt v. 13.04.
- Inhalt:
Der Soziologe Michael
HARTMANN hat die
"Optionsgesellschaft" (Peter
GROSS) unter die Lupe genommen und den
Kern der Leistungsideologie auf seinen
Wirklichkeitsgehalt überprüft. Sein
ernüchterndes Ergebnis:
"Besonders
benachteiligt sind (...) Arbeiterkinder,
die es mit viel Mühe und Anstrengung bis
zum Doktortitel geschafft haben. In den
400 Spitzenunternehmen hat gerade einmal
jeder 200ste von ihnen eine Topposition
erreicht. In den anderen großen Firmen
war es insgesamt auch nur jeder
siebzehnte. Während der letzten vier
Jahrzehnte hat sich dieser Unterschied
nicht etwa verringert, wie man angesichts
der Bildungsexpansion und der von
früheren SPD-Regierungen verkündeten
Formel von der Chancengleichheit hätte
annehmen können, sondern vertieft. Die
Aussichten auf eine Topposition sind für
die Sprösslinge des gehobenen
Bürgertums bis auf das Zweieinhalbfache
gestiegen, für die des Großbürgertums
sogar bis auf das Fünffache."
HARTMANN
erklärt dieses Ergebnis folgendermassen:
"Die
erheblich besseren Karriereaussichten
für Bürgerkinder (...) resultieren im
Kern aus der Tatsache, dass die Personen,
die an der Spitze der Unternehmen stehen
und damit über die Besetzung der
Toppositionen entscheiden, für diese
Positionen jemanden suchen, der ihnen im
Habitus gleicht oder zumindest ähnelt:
Bürgerkinder suchen Bürgerkinder. Die
entscheidenden Besetzungskriterien:
intime Kenntnis der Benimmcodes, breite
Allgemeinbildung, unternehmerisches
Denken sowie vor allem persönliche
Souveränität begünstigen".
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- FREUND,
Wieland (2002): Schön war die Zeit.
...aber
jetzt wird es wieder ernst: "Empire",
die Wendung der Postmoderne ins Soziale und warum
Schriftsteller die Gesellschaft wieder von unten
betrachten
in: Welt v. 13.04.
- Inhalt:
Angesichts des Theoriebestsellers
"Empire" von NEGRI
& HARDT wagt FREUND erneut die These
vom "Social Turn" in der
Literatur.
NEGRI/HARDT
haben die "Postmoderne ins
Soziale" gewendet und damit die
Synthese zwischen euphorischen Jasagern (HORX) und
nostalgischen Neinsagern (Die
ewiggestrigen 68er) geschafft, behauptet
FREUND und fügt hinzu:
"Für
die Theorie mag das neu sein, für die
Praxis der Literatur ist es das nicht.
Denn mit dem Erfolg von »Empire« einher
gehen in der Literatur die Abwendung vom
Spielcharakter der Postmoderne, die
Verurteilung der Ironie als Strategie der
zynischen Affirmation und die Hinwendung
zur kleinen Erzählung der sozialen
Gegenwart. Die Beispiele dafür sind
zahlreich. Sie reichen von Georg M.
Oswalds Roman »Alles, was zählt« bis zu Jonathan
Franzens US-Bestseller »The
Corrections« und sind
Teil jenes nicht nur, aber besonders gern
nach dem 11. September beschworenen neuen
Ernsts der Literatur."
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- SCHÜTTE,
Gisela (2002): Wohnungen am Fleet sollen
Innenstadt beleben.
Architekt
Fuksas baut nach historischem Vorbild -
Zielgruppen sind junge Singles und ältere Paare,
in: Welt v. 13.04.
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NZZ-Zeitfragen
"Deponieren und fördern"
- PETROWSKAJA,
Katja (2002): Rückschau auf die
sowjetische Didaktik für die Kleinsten.
Lenin plus Klavier - Grundausstatt der
Kindertagsstätten,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 13.04.
- ARNDT,
Mareile (2002): Ideologie der
Kleinkinderbetreuung.
Mehr
weltanschauliche als pädagogische
Argumente einer alten Diskussion,
in: Neue Zürcher
Zeitung v. 13.04.
- GEISEL,
Sieglinde (2002): Verantwortung für
den «Arbeitsplatz Kind»
Fremdbetreuung im
Vorschulalter zwischen Ideologie und
Konjunktur
in: Neue Zürcher
Zeitung v. 13.04.
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- BERG, Sibylle
(2002): So muss es in der Hölle sein.
Neuerdings
gibt es Liebesschmerzkongresse, Vereine für
Liebeskranke und eine Produktelinie für
Verlassene. Alles Unsinn. Bei Liebeskummer helfen
weder Ratgeber noch Selbsthilfegruppen. Was uns
verrückt macht sind gestorbene Träume.
Eigentlich wollen wir zurück in die Zeit, als
wir eins mit der Mutter waren.
Bedingungslosigkeit wollen wir, danach suchen wir
und werden immer enttäuscht werden.
in: Weltwoche Nr.15 v.
12.04.
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- RITZENHOFEN,
Medard (2002): Diesmal ein stille Revolution.
Beinahe unbemerkt setzte
sich die Grande Nation an die Spitze des
europäischen Fortschritts,
in: Rheinischer Merkur
Nr.15 v. 11.04.
- Kommentar:
RITZENHOFEN
präsentiert das katholische Frankreich
als europäischen Musterknaben:
"Mit
allseits Staunen erregenden
Wachstumsraten profilierte sich das Land
zwischen dem Sommer 1998 und Frühjahr
2001 als europäische
Konjunkturlokomotive. Gleichzeitig
führte die Linkskoalition die
35-Stunden-Woche ein, die seit Beginn
dieses Jahres für alle Betriebe
gesetzliche Gültigkeit hat."
Spassgesellschaft und
Babyboom sind aufgrund der 35-Stunden
Woche in Frankreich vereinbar:
"Verlängerte
Wochenenden laden zu Kurzreisen ein.
Restaurants, Kinos und Fitnessstudios melden
verstärkte Umsätze. Die neu gewonnene
freie Zeit belebt nicht nur die
Freizeitindustrie, sondern kommt auch den
Familien zugute. Berufstätige Eltern
kümmern sich mehr um ihre Kinder."
RITZENHOFEN
knüpft an die Tradition des
deutsch-französischen Geburtenwettlaufs (siehe
GUILLEBAUD) an, wenn
er ammerkt:
"Da (...) der Alterungsprozess der
Gesellschaft weniger stark ausgeprägt
ist als in Deutschland könnte Frankreich
- laut langfristiger Kalkulationen - im
Jahr 2040 oder 2050 mehr Einwohner
zählen als Deutschland."
Die
Behauptung von RITZENHOFEN, dass dies die
Franzosen - trotz weniger Zuwanderung
vollbracht haben - ist eine Mogelpackung.
Dieter
OBERNDÖRFER hat darauf
hingewiesen, dass in Frankreich Menschen,
die bei uns als Zuwanderer gezählt
werden würden, als Franzosen in die
Statistik eingehen (siehe FR vom
21.02.2002).
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- GALL,
Insa (2002): St. Georg: Zwischen Agonie und
Aufbruch.
Bürgermeister
informierte sich vor Ort über die Probleme. Von
Beust will mehr Wohnraum schaffen
in: Welt v. 11.04.
- Kommentar:
Der Hamburger
Stadtteil St. Georg soll weiter
aufgewertet werden.
Die Grünen
waren bei der Bürgerschaftswahl im
September 2001 nach der SPD (37,2 %) die
zweitstärkste Partei (20,4 %).
Jugendstilgebäuden,
city- und alsternahe Lage sind ideale
Voraussetzungen einer Yuppisierung. Doormen
sollen die Sicherheit erhöhen und mit
einem Apartment-Hotel sollen
Geschäftsreisende angelockt werden.
Nur die
Drogen- und Prostituiertenszene stört
die Inbesitznahme
des Quartiers durch die
Family-Gentrifier.
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- BRONFEN,
Elisabeth (2002): Geharnischte Glucken.
Im
Hollywood-Kino blasen die Müttermonster zum
Angriff,
in: Die ZEIT Nr.16 v.
11.04.
- Kommentar:
BRONFEN hat im
amerikanischen Kino die beiden
Mütterbilder "American Mom"
und "Momism" in neueren
Produktionen unter die Lupe genommen. Ihr
Fazit zur mütterlichen
Kampfzone:
"Einerseits
suchen all diese Filme über Mütter, die
auf ihrem symbolischen Mandat beharren,
eine Antwort auf
den zeitgenössischen Zusammenbruch der
Familie. Zum
anderen deckt sich der Rückzug auf
aktionistisch verkaufte Familienwerte
natürlich mit den konservativen
moralischen Aufgaben, die die
Bush-Regierung und ihr
geistig-moralischer Überbau den
Amerikanerinnen wieder zuschreiben
möchte."
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- SCHMIDT, Thomas E. (2002):
Die neue Bürgerlichkeit.
Mehr
Lebensstil als Besitz, mehr Ehrgeiz als Herkunft:
Die Deutschen suchen das Bourgeoise,
in: Die ZEIT Nr.16 v.
11.04.
- Kommentar:
SCHMIDT skizziert
das Wiederaufleben der bürgerlichen
Attitüde nach dem Ende des Bürgertums.
Dabei
streift SCHMIDT so gut wie jedes modische
Thema von der Angst vor
dem Aussterben bis zum
übermächtigen Wunsch der Eliten nach
Führung (SCHMIDT nennt das als
Angehöriger eben dieser Elite im
Wartestand natürlich Wunsch nach
Orientierung!).
Eigentlich
geht es SCHMIDT auch nur um die
Verbürgerlichung der linken Milieus.
Dazu holt er zu einer oberflächlichen
Typisierung der einzelnen Milieus in den
alten Bundesländern aus, um am Schluss
bei der Erbengeneration zu landen.
Die Krux
dieser Generation ist, das sie zum einen
die "eiserne bundesrepublikanische
Klammer zwischen Wohlstand und
Meriten" - also das Leistungsprinzip
- auflöst und anderseits dadurch auf den
Sozialstaat nicht angewiesen ist bzw. ihn
als Klotz am Bein empfindet.
SCHMIDT
malt die schöne Erbenwelt, in der die
Erben der Angstelltenwelt entfliehen,
sich Freiberufler trotz Familie über
Wasser halten können und der Gegensatz
zwischen Individualismus und
Gemeinwohlorientierung verdampft, in
rosafarbenen Tönen.
Die schöne
Erbenwelt hat nur einen KLEINEN Haken! Die
Erbengeneration ist gespalten in viele
Nicht bzw. Gering-Erbende und wenige
Viel-Erbende. Die
Konsequenzen skizziert SCHMIDT
folgendermassen:
"Die
Jüngeren werden sich nicht an den Alten
reiben, weil die ihre Aufstiegs- und
Versorgungschancen zunichte machen. Die
Bruchlinie wird vielmehr zwischen jenen
verlaufen, die ihr Leben in
Selbstbestimmung und Selbstverantwortung
organisieren können, und jenen, die mehr
denn je auf staatliche Politik und
staatliche Förderung angewiesen
sind."
SCHMIDT ist
jedoch unverbesserlicher Optimist, denn
die Spassgesellschaft ist nicht der
Untergang der solidarischen Gesellschaft,
sondern ihre Fortsetzung mit anderen
Mitteln. Das Zauberwort heisst:
individuelle Moral:
"Entgegen
der Vermutung droht Moralität keineswegs
zu verdampfen. Nur muss sich die Person
das normative Gerüst selbst zimmern, in
dessen Rahmen sie leben will. Darin
steckt auch Rebellion".
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- DILLOO, Rüdiger (2002):
Erben für eine bessere Welt.
Sie
haben viel Geld von ihren Eltern. Aber das reicht
ihnen nicht. Mit einer Stiftung finanzieren sie
Protest und gesellschaftliches Engagement,
in: Die ZEIT Nr.16 v. 11.04.
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- FACTS-Coverstory:
BRÜDERLEIN,
Ruth und Nina MERLI (2002): Du bist mein.
Ein
bisschen Eifersucht wird als Liebesbeweis fast
erwartet. Wird sie jedoch zu stark, zerstört sie
die Liebe. Gefeit ist davor niemand,
in: Facts Nr.15 v. 11.04.
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MAX-Coverstory:
"Der Traum vom Kind".
Neue Modelle für die junge
Familie. Wir wir alles besser machen als unsere
Eltern,
in: MAX Nr.9 v. 11.04.
- SIEGERT,
Almut (2002): Generation Fruchtzwerg.
Es gibt so viele
Wege wie nie, Kinder, Karriere, Lifestyle
und Freunde miteinander zu verbinden.
JUNGE ELTERN machen es vor. Lässig
integrieren sie die Kleinen in ihr Leben
und wollen vor allem eines: Spaß,
in: MAX Nr.9 v.
11.04.
- WILKE,
Stefanie (2002): Single mit Kind.
Eine neue Generation
von ALLEIN ERZIEHENDEN macht mobil: Das
Modell der Ein-Eltern-Familie ist für
immer mehr junge Mütter und Väter ganz
normal. Jetzt muss nur noch die Politik
ihr Herz für Kinder entdecken,
in: MAX Nr.9 v.
11.04.
- MAX
(2002): Panne im Gesetz.
Der Verband
alleinerziehender Mütter und Väter
(VAMV) mischt sich erfolgreich in die
Steuergesetzgebung ein,
in: MAX Nr.9 v.
11.04.
- WILKE,
Stefanie (2002): Der Mutter-Gau.
Gute Vorsätze sind
etwas Schönes. Leider kann man sich
nicht immer an sie halten:
MAX-Redakteurin Stefanie Wilke über den
bislang größten Störfall in ihrer
Karriere als Super-Mami,
in: MAX Nr.9 v.
11.04.
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- BAUM, David
& Anne PHILIPPI (2002): Das Rätsel
Houellebecq.
Ist der französische
Starautor Michel Houellebecq ein echtes
literarisches Genie oder bloß ein rechter
Provokateur? MAX machte den Text - und zog mit
ihm eine Nacht lang durch Berliner Clubs,
in: MAX Nr.9 v. 11.04.
- Kommentar:
Wenn HOUELLEBECQ eines
Tages nur noch kindliches Lallen von sich
geben würde, es würde sicher gedruckt
und seitenlang interpretiert!
Zwei Sätze
von HOUELLEBECQ sind der Schlüssel zum
Text: "Der Hauptvorwurf an mich ist
nicht, dass ich rechts wäre, sondern
dass ich indifferent bin." Und:
"Ich habe das nur gesagt, weil es
der Interviewer hören wollte."
Das
Wichtigste für ein People-Magazin: Das
Interview fand bei einer Berliner
Clubtour statt, begann im Restaurant
"Borchardt" und endete in der
"Greenwich-Bar". In ersterer
muss man Holzfäller-Hemden tragen, um
als VIP eingeordnet zu werden!
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- GOTHE, Karin
(2002): Zu elft ans Ende der Tage.
Sie fingen in ihren späten
Jahren ein neues Leben an, sie sind der Stolz
eines Göttinger Wohnprojekts - wie Frauen in der
Gemeinschaft alt werden,
in: Süddeutsche Zeitung v.
10.04.
- Inhalt:
GOTHE berichtet
über ein Göttinger Prestigeprojekt:
eine Alten-Wohngemeinschaft in einer
Jugendstilvilla im schönen Göttinger
Ostviertel.
Dort
dürfen elf Pioniere des Seniorenlebens
die Zukunft proben. Das Spektrum der
Frauen reicht von der 72jährigen
Wen-Do-Trainerin, die per
Handkantenschlag Betten zertrümmert, um
die Empowerment-Theorie ("Jeder
Mensch kann durch Herausforderungen
lernen und wachsen - egal wie alt er
ist") zu demonstrieren, über die
Psychotherapeutin, Werbekauffrau
("Ich lass mich in Scheiben
schneiden , für einen Professor"),
Waldorflehrerin bis zur
Dreigroschenoper-schmetternden
Ostpreußin.
Männer
sind erwünscht, wenn sie sich vom
"bekocht oder bebügelt werden"
verabschiedet haben. In dieser
Altersgruppe offenbar noch nicht zu
finden.
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- RAU, Milo
(2002): Erniedrigte und Beleidigte.
Michel Houellebecqs neuer
Roman "Plattform",
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 10.04.
- Inhalt:
RAU beschreibt
HOUELLEBECQ als desillusionierten
"materialistischen Moralisten",
der zur "Symbolfigur des
wiederauferstandenen kritischen
Gesellschaftsroman" geworden sei und
vergleicht ihn mit Emmanuel BOVE:
"Mit
leichter Hand schliesst Houellebecq (...)
im
vorliegenden Roman die
Notausgänge der spätbürgerlichen
Lebensumstände: Während bei Emmanuel
Bove, einem andern grossen Vertreter der
französischen Einzelgängerliteratur,
dem Menschen sein Scheitern an der Welt
immerhin im dichten Fangnetz einer
präzise notierten Wirklichkeit
widerfährt, ist Houellebecqs Michel
wirklich nur ein frei fliegendes
Elementarteilchen, nichts weiter (...).
Houellebecqs Stil hat die gleichmässige
Färbung eines depressiven Positivismus,
der unterschiedslos hinnimmt, was
geschieht (...). Die Verzweiflung übers
schlechte Leben verwandelt sich so in
Selbsthass: «Im Badezimmerspiegel
betrachtete ich mich mit Abscheu: Mein
verkrampftes Bürokratengesicht stand in
krassem Gegensatz zu meiner Aufmachung.
Ich glich letztlich genau dem, was ich
war.» Ich ist kein Anderer, das Projekt
der Moderne ist gescheitert.
Hatte Houellebecq in «Elementarteilchen» die
Rettung des Menschen in der
Radikalisierung dieser Tendenz zur
Unterschieds- und Charakterlosigkeit
gesucht - nämlich in seiner Klonung, in
der endgültigen
Auslöschung des Individuums -, öffnet
er in «Plattform» einen neuen,
überraschenden Fluchtweg: die Liebe.
Die Stärke
HOUELLEBECQs als negativen Moralisten
beschreibt RAU folgendermassen:
"Die Figur des Michel ist
uninteressant und unscharf, sobald er
glücklich ist, jenes kurze, schwebende
Moment zwischen Geschlechtsakt und
postkoitaler Leere ist Houellebecqs Sache
nicht." Stattdessen wird
"gerade im letzten Teil von
«Plattform», der einer Feinanalyse der
Depression im Stadium ihrer Vollendung
gewidmet ist, (...) jener existenzielle
«Verlust» spürbar, den zu beschreiben
und zu beklagen Houellebecq eine
unvergleichliche Sprache gefunden
hat."
Abiturienten
in Baden-Württemberg
konnten sich in der
Abitursklausur Deutsch Leistungskurs mit
dem Franzosen anderweitig
auseinandersetzen:
"Erörterung
ausgehend von Michel Houellebecqs These:
»Da die gesamte Gesellschaft größten
Wert auf angenehme Gefühle legt, ist es
gut, das Unangenehme zu betonen. Eines
der Rechte der Literatur ist das Recht
auf Unklarheit, darauf, eben nicht Spaß
zu machen. Die
Literatur ist eine Gegenkraft.« (Eßlinger
Zeitung, 10.04.2002)
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Thema "Second World
Assembly on ageing"
- BAUER,
Friederike (2002): Ein demographisches
Beben.
Die Weltkonferenz zu
Fragen des Alterns,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 09.04.
- Kommentar:
Bereits
Begriffe wie
"Überalterung" sind
nicht wertfrei, sondern
implizieren, dass die
Bevölkerung ZU SEHR altert.
Tatsache
ist jedoch, dass die Deutschen
bei der Lebenserwartung
keineswegs führend sind. Die
Rede von der
"Alterslast" definiert
das Alter ebenfalls als
defizitär. Altersforscher weisen
dagegen darauf hin, dass das
Alter auch als Chance begriffen
werden muss und ein neuer Markt
entstehen wird, dessen Potenziale
heutzutage nicht genügend
erkannt werden.
Das
Motto der Konferenz ist deshalb
positiv formuliert: "Eine
Gesellschaft für alle
Lebensalter".
- EHRENSTEIN,
Claudia (2002): 2050 sind zwei Milliarden
Menschen über 60 Jahre alt.
UN-Konferenz
in Madrid beschäftigt sich mit den
Folgen der alternden Weltbevölkerung.
Neue Systeme zur Altersversorgung,
in: Welt v. 09.04.
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- TEERLING,
Marit (2002): Zu jung fürs Kind.
Die Zahl der
Schwangerschaftsabbrüche bei Minderjährigen ist
in Deutschland um 20 Prozent gestiegen,
in: Tagesspiegel v. 09.04.
- Kommentar:
Das Presseamt des
Statistischen Bundesamt in Wiesbaden hat
am 08.04.2002 gemeldet: "Zahl
der Schwangerschaftsabbrüche im Jahr
2001 fast unverändert".
Dies war
dem Tagesspiegel zu wenig reisserisch,
also hat sie sich dem Teilaspekt der
Zunahme von Schwangerschaftsabbrüchen
von Minderjährigen gewidmet. Leider
sagen diese Zahlen erst einmal nicht
viel. Wenn sich die Zahl der
Minderjährigen in dieser Altersgruppe
auch um 20 % geändert hätte, dann
ergäbe sich relativ gesehen keine
Veränderung. Aber diese wichtige Zahl,
die dem Leser ermöglicht die
Veränderung selbst zu beurteilen, wird
weder in der Pressemeldung des
Bundesamtes noch im Tagesspiegel-Bericht
erwähnt.
Von der
Zunahme von Abtreibungen schliesst die
Autorin weiterhin auf die
Zunahme von
Teenagerschwangerschaften
und fragt deshalb,
ob Deutschland englische Zustände
drohen. Dort versucht man mit Kampagnen
wie "Es
ist okay, Jungfrau zu sein" dem Trend
entgegenzuwirken.
Die Autorin
macht den immer früheren Sexualverkehr
für das Phänomen verantwortlich, aber
Teenagerschwangerschaften sind immer auch
die unerwünschten Nebenfolgen einer
Aufwertung des Kinderhabens.
KAUFMANN listet
z.B. für das Jahr 1957 die Zahl von
Geburten der unter 20jährigen für die
BRD auf. Danach wurden damals 19.624
Kinder von unter 18jährigen Mädchen
geboren. Im Jahre 1999 waren es gemäß
TEERLING nur noch 10.082, wobei insgesamt
über 200.000 weniger Kinder
geboren wurden. Obwohl
die Geburtenzahlen sich nur um ca. 25 %
verringert haben, haben sich die
Teenagerschwangerschaften fast halbiert.
Dies sollte das Ausmass der heutigen
Probleme in diesem Bereich relativieren.
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- PÖTTER,
Bernhard (2002): Auch Arschlöcher haben Kinder.
Traurig,
aber wahr: Wenn man Nachwuchs aufzieht, wird man
nicht unbedingt zu einem besseren Menschen,
in: TAZ v. 09.04.
- Kommentar:
Die GASCHKEs
dieser Welt würden
PÖTTER als Antiautoritären beschimpfen,
während sich der Autor selbst als
Liberaler gegen die sozialschwachen
Eltern abgrenzt, die ihren Kindern gleich
eine Ohrfeige verpassen, wenn sie nicht
folgen.
Nichtsdestotrotz:
Die Politik erfordert von einem
Politikaktivisten strategische Allianzen
auch mit jenen Eltern, die man partout
nicht ausstehen kann. Man prügelt da
lieber öffentlich auf die Singles ein,
selbst wenn der beste Freund einer wäre.
Dies ist
die normale Alltagsschizophrenie der
Trennung von Privatheit und
Öffentlichkeit. Liberal anstatt
alternativ eben...
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- OHLAND,
Angelika (2002): Maik war einfach nicht naiv
genug.
Die
schönen Ideen von damals und der Haufen
Scheiße, der aus ihnen geworden ist: Bodo
Morshäuser beschreibt die Sektenszene der
70er-Jahre. Der Roman "In seinen Armen das
Kind" enthält Sätze wie: "Für freie
Liebe taten sie alles",
in: TAZ v. 09.04.
- Kommentar:
OHLAND stört es,
dass MORSHÄUSERs Roman
"In seinen Armen das Kind" die
Verfehlungen einer sektiererischen
Minderheit für das Porträt einer ganzen
Generation ausgibt:
"Im
Einzelnen ist dieser Roman über
»Unzucht und Ordnung« sehr genau und
dabei passagenweise spannend. Als solider
Unterhaltungsroman mit
zeitgeschichtlichem Hintergrund und
einigen netten satirischen Schlenkern
verdiente dieses Buch Lob - wenn es nur
nicht dauernd mehr sein wollte."
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- EHLING,
Holger (2002): Der Familienmensch.
Nach
der Kirch-Pleite kann es nicht schaden, sich
Rupert Murdoch genauer anzuschauen. Bei ihm
heißen Kinder Expansion - vor kurzem ist er
wieder Vater geworden,
in: Welt v. 09.04.
- Kommentar:
EHLING hat ein
potentes männliches Exemplar gefunden,
das seine These beweisen soll, dass
Kinderzeugen und beruflicher Erfolg Hand
in Hand gehen. Wie erklärt Herr Ehling
die Tatsache, dass sowohl in der
Oberschicht als auch in der Unterschicht
die Kinderzahl am grössten ist? Offenbar
ist der Zusammenhang doch nicht so simpel
wie der Darwinist das gerne hätte!
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- RAMELSBERGER,
Annette (2002): Wo Altersheime die Zukunft sind.
In Grimmen wandern ganz
Schulklassen in den Westen ab,
in: Süddeutsche Zeitung v.
09.04.
- Kommentar:
RAMELSBERGER war im
Osten, dort wo es zwar eine
kinderfreundliche Infrastruktur gibt,
aber kaum Menschen mehr, die dort eine
Familie gründen möchten.
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- THIMM, Katja
(2002): Lust im Land der Liebe.
Sind die Franzosen wirklich
so triebfixiert, wie es die Skandalautoren der
Grande Nation derzeit verkünden? Eine
Großstudie enthüllte nun das wahre Sexualleben
der Franzosen,
in: Spiegel Nr.15 v. 08.04.
- Kommentar:
Was der Untertitel
verspricht, das kann die Studie nicht
halten.
MOSSUZ-LAVAU
hat eine nicht-repräsentative
Interviewstudie ("La
vie sexuelle en France")
durchgeführt und dazu 140 Gespräche mit
17-72 jährigen Franzosen geführt.
Dadurch wird es zwar möglich die
Bandbreite des sexuellen Verhaltens zu
erfassen, aber über das Vorhandensein
oder auch Nicht-Vorhandensein von Normen
kann diese Studie keine Aussagen machen.
Eine
sexuelle Misere - wie sie von Michel
HOUELLBECQ
beschrieben wird - gibt es nach Ansicht
von MOSSUZ-LAVAU nicht. Dies ist mit
ihrer Studie jedoch letztlich nicht zu
beweisen. Ausserdem gilt immer noch, dass
auch die Romane von HOUELLEBECQ Fiktion
sind, obgleich
sie authentisch daherkommen.
Das Beste
ist deshalb die Anekdote, die THIMM dem
Bericht vorangestellt hat.
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FR-Thema
"Zweite UN-Weltversammlung zu Fragen des
Alterns"
- VEIEL, Axel
(2002): Der Gipfel der Kooperation.
Globale Aufgabe: In
Madrid beginnt heute die Weltversammlung
über das Altern,
in: Frankfurter
Rundschau v. 08.04.
- DESAI, Nitin
(2002): Wie wir alt werden.
Über die
gesellschaftliche Herausforderung eines
langen Lebens,
in: Frankfurter
Rundschau v. 08.04.
- LINK,
Christoph (2002): Warten auf die letzten
Tage.
Das Bild vom starken
afrikanischen Clan, der sich um die Alten
kümmert, stimmt längst nicht mehr,
in: Frankfurter
Rundschau v. 08.04.
- SCHWARZACHER,
Lukas (2002): High Tech statt Familie.
Japan hält den
Weltrekord des Alterns,
in: Frankfurter
Rundschau v. 08.04.
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- BARNSTEINER,
Catrin & Sandra GARBERS (2002): Sex and the
City.
Sarah
Jessica Parker, Hauptdarstellerin der
Single-Serie "Sex and the City", hat
ihren Fans das Schlimmste angetan: Sie ist
schwanger. Eine politisch unkorrekte Betrachtung,
in: Welt v. 08.04.
- Kommentar:
Wenn in Zeiten der
Bevölkerungspolitik ein
Single-Darsteller späte Mutter wird,
dann ist das immer eine Schlagzeile
wert...
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- WADHWA, Soma (2002): Faster,
Lower, Frailer.
Young urban
Indians are paying a heavy price for their
obsession with upward mobility - their bodies are
becoming unwitting homes to crippling and fatal
lifestyle diseases,
in: Outlook India vom
08.04.
- Inhalt:
Bericht
über Yuppies in Indien
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- MECK, Georg (2002): Im
Porträt: Dietrich Mateschitz.
Der Milliardär mit der
Dose,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 07.04.
- Inhalt:
MECK porträtiert
den österreichischen Red Bull-Erfinder
und bekennenden Single Dietrich
MATESCHITZ:
"Eines
Tages, Anfang der achtziger Jahre, sahe
Mateschitz den Hersteller von einem der
'Energy drinks' ganz oben auf der Liste
der größten Steuerzahler - die Chance
für den Ausbruch aus dem Leben in der
'Business Class'. 'Wichtige
Männer in grauen Anzügen. Das kann
nicht alles gewesen sein', dachte er
sich. Wenig Frauen, wenig Charme. Und
keine Chance, reich und berühmt zu
werden."
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- LODERER,
Benedikt (2002): Der Einzug der Urbaniten.
Die
Familienwohnung ist tot. Und auch die
Normalwohnung ist gestorben. Überlebt hat die
Spezialwohnung, die von Erfindungsgabe geformt
ist,
in:
SonntagsZeitung v. 07.04.
- Kommentar:
Es scheint ein
ehernes Gesetz der Wohnungspolitik zu
sein, dass sie immer eine Generation zu
spät kommt!
In den 50er
Jahren plante man Wohnungen für die
Vorortfamilie der Alleinverdiener. Ende
der 50er Jahre war dagegen das
Doppelverdienerehepaar Standard.
In den 70er
Jahren plante man Wohnungen für die
Doppelverdienerfamilien und es kamen
stattdessen die Singles.
Inzwischen
hat die Wohnungspolitik die Singles
entdeckt und die Family-Gentrifier
der Generation Golf kommen
stattdessen.
LODERER hat
gerade die Yuppies und das Loft-Living
entdeckt!
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- GERSTENBERG,
Nina (2002): "Die Bilder stimmen nicht
mehr".
Renate
Schmidt fordert Mentalitätswechsel in der
Familienpolitik,
in: Berliner Illustrierte
Zeitung. Beilage der Berliner Morgenpost v.
07.04.
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- DAHRENDORF, Ralf
(2002): Liberale Ordnung.
Ein Plädoyer für
Tätigkeit,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 06.04.
- Inhalt:
Globalisierung ist
für Ralf
DAHRENDORF
gleichbedeutend mit Entdemokratisierung.
Dies heisst für ihn jedoch nicht das
Ende der Demokratie, sondern das
Vorantreiben einer "Reihe von
zweitbesten Anwendungen der Prinzipien
der Demokratie".
Auf
internationaler Ebene geht es dabei um
die weitere Internationalisierung des
Rechts, wobei "der Nationalstaat und
die parlamentarische Demokratie
klassischen Zuschnitts Rückgrat der
Verfassung der Freiheit" sein soll.
Die Verabschiedung des Nationalstaats
hält DAHRENDORF für verfrüht:
"Tatsächlich ist nach wie vor die
für die Lebenschancen einzelner
ausschlaggebende Politik
nationalstaatlich verfaßt. Das gilt für
die gesamte Sozialpolitik; es gilt auch
für die Bildungspolitik, überhaupt die
Kulturpolitik."
DAHRENDORF
verurteilt die Tendenz, dass der
"Dritte Sektor" (auch Bürger-
bzw. Zivilgesellschaft genannt) zu stark
vom Staat vereinnahmt wird:
"Nichtregierungsorganisationen
verlieren so ihre notwendig
Unabhängigkeit und damit die Kraft, den
autoritären Tendenzen der Zeit wirksamen
Widerpart zu geben."
DAHRENDORF
plädiert für eine staatsferne
Tätigkeitsgesellschaft, die er
den Tendenzen eines "neuen
Autoritarismus" einerseits und den
passiven couch
potatoes der
Zuschauerdemokraten andererseits,
gegenüberstellt.
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- BERTHOLD, Norbert
(2002): Ein gefesselter Riese am Boden.
In der institutionellen
Verflechtungsfalle Deutschland hat sich eine
Mehrheit behaglich eingerichtet,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 06.04.
- Inhalt:
Norbert BERTHOLD,
ein Finanzwissenschaftler der
Universität Würzburg, möchte den
Sozialstaat abbauen, damit sich auch Arbeit im
Niedriglohnsektor wieder
lohnt. Seine Reformvorstellungen beziehen
sich auf die Arbeitslosenversicherung und
die Sozialhilfe:
"Ein
zu geringer Abstand zum möglichen
Arbeitseinkommen raubt vor allem
Empfängern von Sozialhilfe mit Familie
und steigender Zahl von Kindern fast alle
Anreize, eine reguläre Arbeit
aufzunehmen".
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- KAMANN,
Matthias (2002). "Eine der wichtigsten
Städte der Welt".
Richard
Sennett und Saskia Sassen über Berlin, die
Zukunft der Metropolen und den Sozialstaat,
in: Welt v. 06.04.
- Inhalt:
Die amerikanischen
Soziologen Richard
SENNETT und Saskia SASSEN
verteidigen den deutschen Sozialstaat:
"Sennett: Was jene Reformen
betrifft: In den USA und in
Großbritannien, wo sie vollzogen wurden,
funktionieren sie nicht. Dort schaut man
voller Neid auf die leistungsfähigen
Sozial- und Verkehrssysteme in
Deutschland (...).
Sassen: (...) Warum sollen diese wahrhaft
demokratisierenden Errungenschaften
plötzlich untragbar sein? Wer sie
loswerden will, bekommt ein Desaster wie
bei der Privatisierung der britischen
Eisenbahnen. Vielmehr muss man fragen:
Wie kann man die öffentlichen Finanzen
so reformieren, dass man diese
wunderbaren Dinge erhalten kann?
Sennett: Es mag ja sein, dass die
Deutschen zuweilen Recht haben mit dem
Gefühl, das manches nicht mehr so
weitergehen kann. Aber zu denken, dass
die angelsächsischen Länder ein Modell
für die Zukunft seien, ist grundfalsch.
Die USA sind ein rückwärtsgerichtetes
Land, ein Zukunftsmodell aus der
Vergangenheit. Die Krise des Systems ist
in Großbritannien und den USA wesentlich
gravierender als in Deutschland."
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- DRIBBUSCH,
Barbara (2002): Netzwerk der Liebe.
Was
ist die Familie wert? (2): Alle Parteien reden
heute von Familie und Kinderkriegen - und setzen
damit vor allem auf die Sehnsucht der Wähler
nach sozialer Zugehörigkeit
in: TAZ v. 06.04.
- Kommentar:
Erstaunliches muss
man lesen! Galt Bindungslosigkeit bei
Familienrhetorikern bisher als Ausdruck
von Hedonismus und damit als eine
sozialunverträgliche Form des
Lustprinzips, so wird daraus in der Perspektive
der neuen Kinderpolitiksdoktrin eine
"Furcht der Menschen vor der eigenen
Bindungslosigkeit". Und Elternschaft
wird zur "narzistischen
Entlastung" umdefiniert.
In den
50er Jahren reichte es aus, auf das
Konzept der Reife zu verweisen, um die
Optionslosigkeit (In den USA
nannte man dies damals Konformität) der Eltern
attraktiv zu machen.
Im
Zeitalter der Selbstverwirklichung muss
dagegen die Elternschaft als
Selbstverwirklichung und Wahl vermarktet
werden, um sie sexy zu machen. Wie Stefan REINECKE in
der TAZ vom 04.04.2002 bereits
schrieb: Wenn es um "Kids für die
Rente" geht, ist auch so etwas
legitim!
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- HEINSOHN,
Gunnar (2002): Zu viele Söhne.
"Die
Zeit ist nicht auf unserer Seite":
Demografische Analysen werfen ein ungewohntes
Licht auf den 11. September und seine Folgen,
in: TAZ v. 06.04.
- Kommentar:
Traditionell war es
die Militärpolitik, die
bevölkerungspolitische Debatten
bestimmte. In seinem Buch "Die
Tyrannei der Lust" hat z.B. der
Journalist Jean-Claude GUILLEBAU in dem
Kapitel "Die 'Gefahr der
Entvölkerung'" den
deutsch-französischen Geburtenwettlauf
nach dem Krieg von 1870 beschrieben. An
diesen militaristischen
Argumentationsstrang wird jezt von
HEINSOHN wieder im Rahmen des "Clash
of Civilisations" angeknüpft.
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- SOMMER,
Jürg H. & David S. GERBER (2002):
Altersvorsorge mit freier Pensionskassenwahl.
Das BVG-Korsett verursacht
Wohlfahrtsverluste,
in: Neue Zürcher Zeitung
vom 06.04.
- Kommentar:
Das
Schweizer Modell der Altersvorsorge wird
vor allem wegen seinem
Kapitaldeckungsverfahren als vorbildlich
angesehen. Die beiden Ökonomen finden
das System jedoch reformbedürftig. Es
hat in der Vergangenheit vor allem die
Ungleichheit weiter vergrössert. Von
einem wirtschaftsliberalen Standpunkt aus
betrachtet ist die Lösung klar: noch
mehr Wettbewerb unter den Pensionskassen
lautet das Rezept.
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- LOERZER,
Sven (2002): Engagement neben dem Job.
Immer mehr Berufstätige
melden sich zum Ehrenamt,
in: Süddeutsche Zeitung
vom 05.04.
- Kommentar:
LOERZER
berichtet über die Freiwilligenagentur www.tatendrang.de,
die Probleme mit der Spassgesellschaft
hat. Arbeit soll Spass machen und erst
recht jene, die freiwillig und kostenlos
geleistet wird. Die Agentur bietet jedoch
hauptsächlich personenbezogene
Dienstleistungen,
für die sich keine Spassarbeiter finden:
"Große Nachfrage nach Helfern
dagegen besteht vor allem in
Gemeinschaftsunterkünften, etwa zur
Hausaufgaben- und Familienbetreuung,
sowie für Besuchsdienste in
Altenheimen."
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- MEYER,
Iwona (2002): Generation Pippi,
in: Neue Luzerner Zeitung vom 05.04.
- Inhalt:
MEYER ist
die Selbstmitleidsmasche à la Generation
Ally
leid. Ally
McBeal
ist für sie keine Identifikationsfigur
wie Astrid LINDGRENs Pippi Langstrumpf,
die zwar den Girlies als Leitfigur dienen
konnte, aber für das Erwachsensein keine
Orientierung mehr bietet: "Deshalb
lieber Gott: Schick uns doch ein Vorbild,
für das wir uns nicht zu schämen
brauchen." Eine Pippi für
erwachsene Frauen eben!
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- OX
(2002): Besonders Singles stehen Schlange.
Immer
mehr Menschen bewerben sich in Frankfurt für
eine Sozialwohnung. Besonders hoch ist dabei der
Anteil der allein Stehenden. Am stärksten ist
unter den Bewerbern insgesamt die Altersgruppe
der 31- bis 40-Jährigen vertreten.
in: Frankfurter Rundschau
vom 04.04.
- Kommentar:
"Bemerkenswert
ist der hohe Anteil von Singles unter den
7289 Antragstellern. Sie bilden mit einem
Anteil von 45,5 Prozent die mit Abstand
größte Gruppe (...). Mit 58,1 Prozent
sind unter den Singles die Männer
besonders stark vertreten. Erstaunlich
ist auch die Altersstruktur der Bewerber
für eine Sozialwohnung. Die größte
Gruppe macht die der 31- bis 35-Jährigen
mit 1108 aus. Es folgen die 36- bis
40-Jährigen (1027) und die 26- bis
30-Jährigen (979). Mit 884 liegen die
21- bis 25-Jährigen auf dem vierten
Platz", schreibt der Autor erstaunt.
Erstaunt
sind jedoch nur jene, die Singles mit
Yuppies verwechseln.
In der neuen "Future
Living"-Studie des Zukunftsinstitut von Matthias
HORX wird diese Gruppe
lapidar als männliche "Frust-Singles"
bezeichnet: "Schlecht
ausgebildete 30- bis 45-Jährige, die von
anspruchsvollen Frauen nicht «abgeholt»
werden."
Der
Ungleichheitsforscher Stefan
HRADIL hat bereits Mitte
der 90er Jahre auf die männlichen
Geringverdiener als wachsende Gruppe der
Problemsingles aufmerksam gemacht.
In den Medien wird
dieser Tatbestand tabuisiert. Weder
Feministinnen noch Familienrhetoriker -
jene Gruppen, die seit den 80er Jahren in
den Massenmedien das Thema Single
erfolgreich besetzen - haben ein
Interesse diesen Sachverhalt zu
thematisieren.
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- RB
(2002): Institut fordert Abbau des
Ehegatten-Splittings
in: Frankfurter Rundschau vom 04.04.
- Kommentar:
Das
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche
Institut (WSI) der Gewerkschaften fordert
einen moderaten Abbau des
Ehegatten-Splittings. Als Vorbild dient
nicht das System der
vollindividualisierten Familie (Schweden
oder Großbritannien), sondern der
österreichische Sozialstaat, dessen
Umbau in Österreich
genauso umkämpft ist wie der deutsche
Sozialstaat. Dies mag daran liegen, dass
sich beide Systeme - und damit auch deren
Probleme - recht ähnlich sind.
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- REINECKE,
Stefan (2002): Freedom and demography.
Was
ist die Familie wert? (Teil 1): Die Deutschen
werden immer weniger. Das ist gut so. Denn der
Bevölkerungsrückgang wird der
Gleichberechtigung der Geschlechter nutzen
in: TAZ vom 04.04.
- Kommentar:
In der
linksalternativen Nische träumt REINECKE
davon, dass Hedonismus, Emanzipation und
Familienpolitik eine stabile Allianz
eingehen könnten:
"Der
demografische Zwang kann gewissermaßen
zu einem Feminismus durch die Hintertür
führen. Die Farbe Lila könnte wieder in
Mode kommen."
Ein Blick in
die USA, das europäische
Ausland und nach Hamburg würde jedoch
genügen, um sich vom Gegenteil
überzeugen zu können. Überall sind
rechtspopulistische Parteien im Aufwind,
die einen antifeministischen Kurs
verfolgen und den Alleinerziehenden & "Kinderlosen" den Kampf
angesagt haben.
Am 26.03.2002 gab der
Freizeitforscher - und neuerdings als
"Zukunftsforscher" titulierte -
Pädagoge Horst W.
OPASCHOWSKI der
Salzburger Nachrichten ein Interview, in
dem er ausspricht, was in deutschen
Zeitungen nicht gedruckt werden würde:
"Die
Frauen sind im Moment die stille
Reservearmee, bis die Zuwanderer kommen.
Sie werden hofiert werden, alle werden
von Ganztagsbetreuungen reden, von
Ganztagesschulen und Kinderhorten, weil
man weiß, dass sie hoch qualifiziert
sind und eben oft in Haushalt und Familie
verschwinden. Man möchte mehr aus den
Frauen herausholen, und das geht nur,
wenn man die Vereinbarkeit von Beruf und
Familie schafft."
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- ALTENBURG, Matthias (2002):
Jetzt geht's wieder los.
Frühling
ist wie Pop: Man kann ihm kaum entkommen. Eine
Abrechnung mit einer penetranten Jahreszeit,
in: Die ZEIT Nr.15 vom 04.04.
- Kommentar:
Matthias
ALTENBURG
hat sich die Rezension von Johanna
ADORJÁN in der FAZ vom 08.03.2002
zu Herzen genommen:
"weil
ich sowieso EINER GEGEN ALLES bin, sage
ich einfach, wie Molly Bloom am Ende
ihres langen Monologs: Ja, ich will, ja.
Frühlingniedermachen. Immer.
Gerne." Und warum? "Der
Frühling macht die Einsamen einsamer und
die Trauernden trauriger."
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- SCHLINDWEIN, Simone (2002):
Neue Erkenntnisse über echte und falsche
Singles,
in: Berliner
Morgenpost vom 04.04.
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- DPA (2002): Der Mythos der
Single-Gesellschaft verblasst.
90 Prozent der
Deutschen wollen in Partnerschaft leben,
in: Mannheimer Morgen vom
03.04.
- Kommentar:
Der Mythos
Single
ist endlich auch in den Medien
angekommen!
"Viele große Medienstorys haben
über Jahrzehnte am Mythos von der
Single-Gesellschaft, von einsamen
Gestalten mit Mini-Menüs aus der
Mikrowelle, gestrickt.
Jetzt allerdings mehren sich Studien, die
ein ganz anderes Bild von künftigen
Lebensformen zeichnen: das von der bunten
Paar-, Familien- und
Freundesgesellschaft," heisst es in
dem Beitrag.
Dass erst
jetzt Studien ein anderes Bild zeichnen,
ist jedoch falsch. Bereits 1990
veröffentlichte Dorothea KRÜGER eine
Studie mit dem programmatischen Titel
"Alleinleben in einer
paarorientierten Gesellschaft".
"Als
zentrale Fehlerquelle vieler Berichte
über den Single-Boom gilt die Statistik
selbst: Gezählt wird meist
die Zahl der Ein- Personen-Haushalte.
Diese wuchs tatsächlich nach Angaben des
Instituts der deutschen Wirtschaft in
Köln von 33,6 Prozent 1991 auf 36,1
Prozent 2000. Haushalt
ist aber nicht gleich Person. Und der
Schluss, jeder Dritte sei partner- und
kinderlos, ist unzulässig. Man denke nur
an die Job-Pendler, die neben
der Einsiedlerwohnung für die
Arbeitstage auch ein Haus fürs
Familienwochenende besitzen," heisst
es weiter.
Seit Mitte
der 90er Jahre ist bekannt, dass die
Haushaltsstatistik die Anzahl der Partnerlosen und Kinderlosen
überschätzt. Dies hat der
Familiensurvey des Deutschen
Jugendinstitut (DJI) belegt. Bis heute
ist dies jedoch für die
Berichterstattung folgenlos geblieben!
Immer dann, wenn die Familienpolitiker das Wort
ergreifen, wird dieser
Sachverhalt ignoriert.
Auch die Komsumindustrie bedient
nicht in erster Linie den jungen
Partnerlosen, sondern die
individualisierte Familie oder die
alleinlebende Witwe:
"Die
von der Lebensmittel-Industrie
konzipierten Single-Kleinpackungen
landeten meist im Familienkühlschrank,
um die Sonderwünsche der Einzelnen zu
erfüllen". Auch darauf
hat single-dasein.de schon des öfteren
hingewiesen.
- DPA
(2002): Eine Typologie der Alleinlebenden: Frust-
und Fun-Singles,
in: Mannheimer Morgen vom 03.04.
- Kommentar:
Das
Zukunftsinstitut von Matthias
HORX
teilt die Alleinlebenden in 9
Single-Gruppen ein. Die Typologie
zeichnet sich in erster Linie durch
prägnante Begrifflichkeiten wie
"Fun-Single",
"Frust-Single" und
"Panik-Singles" aus. Ansonsten
bleibt die Kategorienbildung und
Beschreibung oberflächlich.
Unterschieden wird nach den üblichen
Kriterien wie Alter, Geschlecht, Bildung,
Netzwerktypen (Partner, Kinder),
Freiwilligkeit und Kaufkraft.
- DPA
(2002): Individualität ja, aber keine
Single-Gesellschaft,
in: Mannheimer Morgen vom 03.04.
- Kommentar:
In dem
Dpa-Interview mit Dirk KAESLER wird von
dem Marburger Soziologen das Paar als
bestimmende Lebensform der Zukunft
bezeichnet. Bereits im Kommentar
zum Tagesspiegel-Artikel vom 18.03.2002
über HORX habe ich auf diesen Trend
hingewiesen.
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- ORF (2002): Die erfundene
Single-Gesellschaft.
"Es gibt
keinen Trend zur Single-Gesellschaft",
meinen Trendforscher,
in: ORF Online vom 03.04.
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- DPA
(2002): Nur wenige "Einzelgänger".
Der
Mythos der Single-Gesellschaft verblasst
Singles
gelten als Lifestyle-Vorreiter. Jetzt mehren sich
Studien, die ein anderes Bild zeichnen: das von
der bunten Paar-, Familien- und
Freundesgesellschaft.
in: Handelsblatt
vom 03.04.
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- WEBER, Julian (2002):
Feuilletongerechte No Future.
Jürgen Teipel
weckt alte Punk-Geister,
in: Jungle World Nr.15 vom
03.04.
- Kommentar:
WEBER hat
anlässlich der bevorstehenden Lesereise
von Jürgen
TEIPEL
die Feuilletonbeiträge der Neue
Mitte-Zeitungen studiert und nach
Erklärungen gesucht, warum Punk nun
salonfähig geworden ist:
"Statt die Medien zu kritisieren,
wie Savage, wird die Definitionsmacht der
Presse in Verschwende
Deine Jugend nicht
hinterfragt.
Die Reaktionen auf Verschwende Deine
Jugend waren vielleicht auch darum recht
einhellig: »Ein herrliches
Auskunftsbüro« (Zeit), »ein stolzes
Buch« (Süddeutsche Zeitung) oder »eine
Art Punk-Familienroman« (FAZ). Nach der
Lektüre von Verschwende Deine Jugend
bräuchte ihr kein Punk mehr mit
»Haste-ma-ne-Maak« zu kommen, befand
die Rezensentin im Modemagazin Tussi
Deluxe."
An der
Erklärung stört nur, dass auch
"England Dreaming" von Jon
SAVAGE in den Neue Mitte-Zeitungen breit
erörtert wurde. Viel eher gilt: Gab es
in den 80ern noch einen inszenierbaren
Gegensatz von Punks und Hippies, so dominieren
heute die PUPPIES die
Feuilletonlandschaft.
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- SUCHSLAND, Rüdiger
(2002): Fahrradliebe.
Wang Xiaoshuais
"Beijing Bicycle" porträtiert das
zeitgenössische China mit dem Blick des
Neorealismus,
in: Frankfurter Rundschau
v. 03.04.
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- LAU, Mariam (2002): Der
unternehmerische Einzelne als Leitbild der
Berliner Republik.
Jenseits
von "Tunix" und Sozialstaat: Im
kommenden Tarifstreit geht es auch um eine neue
Vorstellung von Arbeit,
in: Welt vom 03.04.
- Kommentar:
Mariam
LAU
möchte den Sozialstaat
still und leise abbauen. LAU spielt
Arbeitsplatzbesitzer und Arbeitslose
gegeneinander aus und auch die übliche
68er-Schelte fehlt nicht. Einzig die
Ökolibertären und ihr Nachfolgemodell
des Leitbildes vom
"unternehmerischen Einzelnen",
das Heinz
BUDE
der Generation
Berlin
auf den Weg gegeben hat, findet Gnade:
Freiheit statt Gleichheit!
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- CORINO,
Eva (2002): Verzweifelter Spott.
Katja Kullmann macht sich
auf die Suche nach einer halben Generation,
in: Berliner Zeitung vom
02.04.
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TAGESSPIEGEL-Tagesthema
"Familienpolitik"
- SIRLESCHTOV,
Antje & Hans MONATH (2002): Kinder,
Kinder.
Sie
versprechen viel: Die Union will
Familiengeld einführen, die SPD mehr
Betreuungsplätze und höheres
Kindergeld. Auch damit wollen beide die
Wahl gewinnen. Eines aber haben die
Kontrahenten Edmund Stoiber und Gerhard
Schröder noch vergessen sie sagen
nicht genau, wie sie ihre Ideen
finanzieren wollen,
in: Tagesspiegel
vom 02.04.
- MONATH,
Hans (2002): "Als Unternehmer gebe
ich lieber Zuschüsse für kommunale
Kindergärten".
Der
Präsident des Deutschen Industrie- und
Handelskammertages, Ludwig Georg Braun,
über Familienförderung und die
Verantwortung der Wirtschaft,
in: Tagesspiegel vom 02.04.
- MONATH,
Hans (2002): Wahlfreiheit.
Was die
kleinen Parteien anbieten,
in: Tagesspiegel
vom 02.04.
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- BURGER, Reiner (2002): Der
zweite Umbruch.
Ostdeutsche
Schulpolitik in Zeiten von Geburtenrückgang und
Abwanderung,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung vom 02.04.
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VORWÄRTS
"Brennpunkt Familie"
- DOHRN, Susanne
(2002): Zwei Jobs: Full-Time.
Beruf, Kind,
Haushalt - das schafft kein Mann. Wer
hilft einer Frau, die weiterarbeiten
will, weil ihr die Arbeit Spaß macht?
Weil die Familie das Geld braucht? Wo
gibt es Kinderbetreuung - ganztags - zu
vernünften Preisen? Verständnisvolle
Arbeitgeber? Nicht in Deutschland,
in: Vorwärts,
April
- DOHRN, Susanne
(2002): "Die Familie hat für mich
absoluten Vorrang".
Wie vereinbart ein
Bundeskanzler Familie und Beruf? Was will
die SPD? Interview mit Gerhard Schröder
über Fernsehabende zu Hause, neue
Familienformen, die Zukunft des
Ehegattensplittings, die Leistungen der
Regierung und die Pläne der SPD für die
Zeit nach der Wahl,
in: Vorwärts,
April
- Vorwärts (2002):
Die Entdeckung der Mütter,
in: Vorwärts,
April
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- KREUTZ,
Daniel (2002): Neue Mitte im Wettbewerbsstaat.
Zur sozialpolitischen Bilanz
von Rot-Grün,
in: Blätter
für deutsche und internationale Politik ,
April
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- KRUMPHOLZ-REICHEL,
Anja (2002): Kaum da, schon wieder weg!
Die einen nehmen täglich
lange Fahrtzeiten zum Arbeitsplatz auf sich,
andere leben unter der Woche wie Singles und
werden nur am Wochenende wieder zu
Familienmenschen. Berufliche Mobile und ihre
Partner leben mit vielen Strapazen, nur um sich
einen Umzug in eine fremde Stadt zu ersparen.
Damit wählen sie den schwersten Weg, wie eine
aktuelle Studie belegt,
in: Psychologie
Heute, April
- KRUMPHOLZ-REICHEL,
Anja (2002): "Die negativen Folgen der
Mobilität dürfen nicht länger übersehen
werden".
Ein Gespräch mit Norbert F.
Schneider, Professor für Soziologie an der
Universität Mainz und Projektleiter der Studie
Berufsmobilität und Lebensform,
in: Psychologie
Heute, April
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 16. - 31. März 2002
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Bernd Kittlaus |
[email protected] |
Stand:
01. September 2002 |
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