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Medienrundschau:
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News vom 10. - 14. August 2008
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Zitat
des Monats:
Für ein
Gesellschaftsmodell der geteilten Eltern- und Arbeitszeit
"Selbstverwirklichung und
Emanzipation auf Kosten der Partner ist eine traurige
Geschichte. Gut wäre, wenn es gelingen könnte, beide zu ihrem
Recht kommen zu lassen, kein Gegeneinander, sondern ein
Miteinander zu erstreiten. Dafür müssen die Sackgassen des
Feminismus klar benannt werden, ohne dass man in eine
patriarchale Reaktion verfällt. Die Frauen müssen sich
entscheiden, ob sie wie Männer sein wollen, oder ob beide
Geschlechter gemeinsam ein auf geteiltem Lebensglück basierendes
Gesellschaftsmodell entwerfen und verwirklichen wollen. Denn um
nichts Geringeres geht es letztlich."
(aus: Robert Habeck
"Verwirrte Väter", 2008, S.11)
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SZ-Magazin-Thema:
Warum behandeln wir die Liebe wie ein Wirtschaftsgut? |
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LESSENICH, Stephan (2008): Der neosoziale Umbau des Sozialstaats.
Die rot-grünen Reformen haben das Verhältnis von Staat und Bürgern
umgekehrt. "Neoliberal" waren sie aber nicht,
in: Die ZEIT Nr.34 v. 14.08.
- Inhalt:
Der Politikwissenschaftler
Stephan LESSENICH betrachtet den
aktivierenden Sozialstaat nicht als neoliberal, sondern als
neosozial, weil sozialpolitische Maßnahmen Orientierungsdaten der
Lebensführung setzen. Dies ist für LESSENICH eine "im Kern
illiberale Veranstaltung". Nach seiner Ansicht sollte der
Sozialstaat sich der "kollektiven, solidarischen, umverteilenden
Absicherung von Individualität, Autonomie und Differenz"
verschreiben.
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HOFFRITZ, Jutta (2008): Deutschland in der Mutterfalle.
Wer lieber ins Büro geht als mit seinem Kind zum Baby-Yoga oder
Englisch-Kurs, ist in diesem Land gebrandmarkt. Ansichten einer
Rabenmutter,
in: Die ZEIT Nr.34 v. 14.08.
- Inhalt:
Auszug aus dem Buch "Aufstand der
Rabenmütter".
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JUNGLE
WORLD-Thema: Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein
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Anmerkungen:
In der aktuellen
Neon-Ausgabe
gab es ein Streitgespräch zwischen Patrick BAUER und Ingo MOCEK über
Emos. Die Jungle World widmet den Emos nun gleich eine
Titelgeschichte.
Die
Zeitschrift
De:bug fragte angesichts des
Ausbleibens neuer jugendlicher Strömungen in ihrer aktuellen
Ausgabe, ob Jugend gar ein Auslaufmodell sei. Trotzig wurde dort
behauptet, dass eben Tradition die Zukunft sei.
Nur
eines scheint sicher: die Medien der Berufsjugendlichen suchen
verzweifelt nach einem neuen Hype. Vielleicht sollten sie es einfach
mal mit
erwachsen werden versuchen.
BEHRENS, Roger (2008): Kein Ego ohne Emos.
Die Emos wissen selbst nicht, wer sie sind, was sie darstellen
und wogegen sie sich richten. Das wollen sie aber auch gar nicht,
in: Jungle World Nr.33 v. 14.08.
-
BÜSSER, Martin (2008): Die zarteste Versuchung.
Niemand kann die Emos leiden. Doch die Motive hinter dem neuen
Feindbild sind allesamt reaktionär. Ein Plädoyer für die Emos,
in: Jungle World Nr.33 v. 14.08.
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WEIDENFELD, Ursula (2008): Wann, wenn nicht in der Rushhour des
Lebens?
In welchem Alter ist man am besten in der Lage, die richtigen
Prioritäten zu setzen? Vermutlich in genau dem Alter, in dem die
Soziologen jetzt die furchtbare Lebensrushhour mit drohendem
Burn-out-Syndrom definieren,
in: Tagesspiegel v. 14.08.
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zitty-Titelgeschichte:
Massensport Seitensprung |
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LEBER, Sebastian (2008): Glaube, Lüge Hoffnung,
in: zitty Nr.17 v. 14.08.
- Inhalt:
"Als
ob die fragwürdige Auszeichnung
»Singlehauptstadt«
nicht reichen würde –
die wenigen festen Paare, die hier leben, turnen auch noch
heimlich durch fremde Betten. Gibt es überhaupt noch normale,
funktionierende Beziehungen?"
fragt sich LEBER.
-
BRAKEBUSCH, Lydia (2008): Nur für den Klick, für den Augenblick,
in: zitty Nr.17 v. 14.08.
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BERNDT, Christina (2008): Verheiratete leben glücklicher, Singles
auch.
Die Ehe galt lange Zeit als Glücksfaktor schlechthin. Doch
Alleinstehende sind mittlerweile ähnlich zufrieden und gesund,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.08.
- Anmerkungen:
"Auch
echten Singles geht es besser, wie Ruut Veenhoven von der
Universität in Rotterdam bestätigt. Der Glücksforscher hat
Eurobarometer-Daten ausgewertet - und kommt mit Blick auf die
Zufriedenheit zu einem ähnlichen Ergebnis wie seine US-Kollegen",
behauptet BERNDT.
Wer
"echte Singles" mit
Partnerlosen gleichsetzt, der liegt
falsch. Die
Eurobarometer-Daten beruhen auf den
amtlichen Statistiken, d.h. Singles werden als
Einpersonenhaushalte erfasst.
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GEPP, Joseph & Matthias WRITZE (2008): Niederer Stadtadel.
London, Berlin, New York: Überall führt die Aufwertung von
Stadtvierteln zur Verdrängung der Armen. Außer in Wien. Was macht man
hier anders?
in: Falter Nr.33 v. 13.08.
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GLASER, Peter (2O08): Marco Dettweiler, "seriöser Journalist",
in: blogg.stuttgarter-zeitung.de v. 12.08.
- Inhalt:
Der Schriftsteller
Peter GLASER zeigt dem FAZ-Journalisten,
was den Blogger vom "seriösen Journalisten" unterscheidet.
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AMMER, Andreas (2008): Brautschau auf dem Nil.
Eine dreiteilige Reportage. Teil 1: Ich suche eine Frau,
in: mdr v. 12.08.
- Inhalt:
"Erich
Klas ist Landwirt und Single. Erich Klas hat Ideen: Seit er sein Heu
als Delikatesse für Kaninchen verpackt, kann er von seinem kleinen
Hof in Oberbayern gut leben. Jetzt hat er sein nächstes Projekt in
Angriff genommen.
Um eine
Frau fürs Leben zu finden, hat er auf dem Nil ein ganzes
Kreuzfahrtschiff gechartert: 75.000 Euro musste er allein als
Vorauszahlung leisten. Nun ist er auf der Suche nach 150 Mitfahrern
mit ähnlichen Sehnsüchten. Mit seiner Idee schafft er es bis in die
Talkshow von Frank Elstner. 104 Mitfahrer finden sich schließlich,
sie alle wollen auf dem Nil eine Partnerin finden."
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Die
Forsa-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift "Eltern" in der Debatte
-
DEHMER, Dagmar (2008): Was Eltern schafft.
Forsa hat Eltern in Deutschland über ihre Lebenssituation und
ihre Zufriedenheit befragt. Wie geht es den Vätern und Müttern
hierzulande?
in: Tagesspiegel v. 12.08.
-
DEIßNER, David (2008): Eltern haben Kinder gut im Griff.
Mütter und Väter kommen mit der Erziehung offenbar besser klar
als angenommen - Studie über das neue Lebensgefühl der Familien,
in: Welt v. 12.08.
-
GESTERKAMP, Thomas (2008): Eltern wollen gerechte Arbeitsteilung.
Vater und Mutter kümmern sich um Kinder und Karriere - das ist
nach einer neuen Umfrage das Ideal der meisten Eltern. Aber nur ein
Drittel realisiert dieses Modell. Besonders Eltern mit wenig Geld
fällt es schwer, Familie und Beruf zu vereinbaren,
in: TAZ v. 12.08.
-
KAPPUS, Monika (2008): "Saures vom Kollegen".
Experte Rainer Volz über aktive Väter und die Probleme,
in: Frankfurter Rundschau v. 12.08.
- Inhalt:
"Kleinere
Unternehmen sind tendenziell familienfreundlicher, wenn die Chefs
die Probleme aus eigener Anschauung kennen.
Große Betriebe werden dagegen oft von Managern geleitet, denen
eine nichtberufstätige Ehefrau den Haushalt führt",
meint Rainer VOLZ.
-
KUHR, Daniela (2008): Frauen beklagen Rollenverteilung.
Eine gerechte Aufgabenverteilung streben zwar viele Paare an,
doch nur den wenigsten gelingt sie auch, zeigt eine Forsa-Studie,
in: Süddeutsche Zeitung v. 12.08.
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WEITZEL, Barbara (2008): Der Familie geht es gut.
Forsa-Umfrage: Erziehung und Rollenverteilung sind kein Problem,
aber Beruf und Anerkennung,
in: Berliner Zeitung v. 12.08.
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DÖRRE, Klaus (2008): Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage
am Beginn des 21. Jahrhunderts,
in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.33-34 v. 11.08.
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BURZAN, Nicole (2008): Die Absteiger: Angst und Verunsicherung in
der Mitte der Gesellschaft,
in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.33-34 v. 11.08.
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VOGEL, Berthold (2008): Prekarität und Prekariat - Signalwörter
neuer sozialer Ungleichheiten,
in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.33-34 v. 11.08.
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Berthold Vogel - Prekärer Wohlstand
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BESCHERER, Peter/RÖBENACK, Silke/SCHIERHORN, Karen (2008): Nach
Hartz IV: Erwerbsorientierung von Arbeitslosen,
in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.33-34 v. 11.08.
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PELIZÄUS-HOFFMEISTER, Helga (2008): Unsicherheiten im Lebensverlauf
um 1900 und um 2000,
in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.33-34 v. 11.08.
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NEUGEBAUER, Gero (2008): Die Unterschicht und die Parteien,
in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.33-34 v. 11.08.
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Gero Neugebauer - politische Milieus in Deutschland
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BUHR, Elke (2008): Bohème in Teheran,
in: Frankfurter Rundschau v. 11.08.
- Inhalt:
"»Softcore«
(gibt) Einblick in eine Großstadt-Bohème, die mit den gängigen
Klischees vom Gottesstaat Iran nicht viel zu tun hat. Und auch ohne
die Schecks der Geheimdienste aus den Taschen flattern zu lassen,
gibt sich sein Autor Zolghadr darin durchaus als Doppelagent zu
erkennen. Denn der 1973 in Los Angeles geborene Iraner ist
einerseits seit einigen Jahren im globalisierten Kunstbetrieb
unterwegs, hat Ausstellung von New York bis Dubai kuratiert und
versorgt Kunstzeitschriften wie
»Frieze«
mit seinen Analysen. Andererseits nimmt er genau diesen globalen
Kunstbetrieb mit seinen Sprechblasen und Posen in
»Softcore«
auf das Amüsanteste auseinander - mit besonderer Berücksichtigung
dessen, was Zolghadr »Ethno-Marketing
nennt»",
meint
Elke BUHR.
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Film
"La possibilité d'une île"
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NASSOUFIS, Aliki (2008): Selbsthilfe für erwachsene Jungfrauen.
Ein Leben völlig ohne Sex: eigentlich unvorstellbar. Für manche
Erwachsene ist die Enthaltsamkeit jedoch Realität - ungewollt. Sie
haben einfach nie den Anschluss gefunden. Und je älter man wird, desto
schwerer die Überwindung. Die "Absolute Beginners" wollen Abhilfe
schaffen,
in: Spiegel Online v. 10.08.
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BRINCK, Christine (2008): Das fragile Geschlecht.
Stärke, Ehre und Macht sind nicht mehr gefragt: Walter Hollstein
konstatiert eine Krise der Männer,
in: Tagesspiegel v. 10.08.
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DONADIO, Rachel (2008): My Beautiful London.
Why the novelist and screenwriter Hanif Kureishi is still in love
with Britain’s pansexual, multicultural metropolis,
in: New York Times Magazine v. 10.08.
-
Hanif Kureishi - Das sag ich dir
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News
vom
01. - 09. August 2008
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