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Medienrundschau:
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News vom
15. - 31. Dezember 2012
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SZ
(2012): Ideen, die uns bleiben & Gefällt mir,
in: Süddeutsche Zeitung v. 31.12.
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JHL geht im Feuilleton dem
neuen Biedermeier im Jahr 2012 nach. Eine Idee, die
wahrlich seit dem 19. Jahrhundert ständig neu ausgerufen wird.
Witzigerweise wird es in der SZ mit der Zeitschrift
Landlust und der Wochenzeitung Die Zeit assoziiert,
letztere hat 2007 das
Bionade-Biedermeier im Berliner Szene-Bezirk
Prenzlauer Berg gesichtet. Nicht nur in der SZ findet
man das neue Biedermeier dagegen unter dem Stichwort neue
Bürgerlichkeit. Den Mummy Porn gibt es nicht
online, sondern nur gedruckt. Wie bieder!
Auf der Medienseite haben
einige SZ-Autoren den Gefällt mir-Button gedrückt,
natürlich nur bildlich gesprochen. Hans-Jürgen JAKOBS lobt das
neoliberale Kampfblatt
The Economist, Heribert PRANTL ist für das Münchner
Lokalkolorit zuständig:
Die Gazette. Holger GERTZ findet im TV-Mainstream der
Tatort-Reihe, das anscheinend ganz andere: den
Homo Faber, denn
nur die Irren sind heutzutage noch normal. Und Marc Felix
SERRAO hat in
Harald MARTENSTEIN (schwimmt
seit geraumer Zeit auf der Welle der Konformität des
Anderssein) den letzten Hippie ausgemacht.
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BARTSCH, Michael (2012): Eltern tatkräftig unterstützt.
Sachsen-Anhalt: Das Bundesland will ab August nicht nur den
Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für unter Dreijährige garantieren,
sondern auch deren Ganztagsbetreuung,
in: TAZ v. 31.12.
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JELLEN, Reinhard (2012): Großfamilie 2.0.
Der Trendforscher Eike Wenzel über die Zukunft,
in: Telepolis v. 31.12.
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DITTRICH, Monika (2012): Bei den Krippenplätzen mangelt es an der
Qualität.
Familienpolitik im Jahr 2013: Betreuungsgeld versus Krippenausbau,
in: DeutschlandRadio v. 30.12.
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HELD,
Gerd (2012): Verteidigung des Herdes.
Der Streit über das Betreuungsgeld wird zum Kulturkampf, der die
Bedeutung der Privatsphäre angreift. Das wird der Vielfalt der
Beziehungen, die das häusliche Leben bietet, nicht gerecht,
in: Welt v. 29.12.
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MÜLLER, Wolfgang (2012): Aus dem Funkhouse wird das Punkhouse.
Szene West: Sunshine trifft Karl Lagerfeld, die Genialen Dilletanten
treiben Unfug im piefigen Westberlin. In "Subkultur Westberlin
1979-1989" erzählt Wolfgang Müller, was im Exil, im Risiko und im
Anderen Ufer los war und was es zu bedeuten hat. Ein Auszug,
in: TAZ Berlin v. 29.12.
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KARRER, Sabine (2012): Großstadtliebe gesucht.
Singles auf urbaner Partnersuche: Viel Auswahl macht noch keine
Liebe,
in: Wiener Zeitung Online v. 26.12.
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SCHADE, Alexandra & Roderick PANCAUD (2012): "Natürlich sind wir eine
Bühne für Hipster".
Das Sankt Oberholz ist als Heimat der digitalen Boheme über die
Stadtgrenzen Berlins hinaus bekannt. Gespräch mit dem Betreiber Ansgar
Oberholz über Start-up-Groupies, die sich ändernde Arbeitswelt und die
Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen,
in: The Europeen v. 26.12.
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MINKMAR,
Nils (2012): Die große Müdigkeit.
Ausgebrannt zu sein ist heute kein persönliches Schicksal mehr,
sondern ein gesellschaftliches. Es rührt von einem System, das die
Kosten historischer Umbrüche immer nur auf denselben Schultern ablädt.
Von der politischen Ursache eines privaten Gefühls,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.12.
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LEYEN, Ursula von der (2012): Kinder sind willkommen.
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen ist zuversichtlich:
Deutschland wird familienfreundlicher, und junge Paare werden mehr
Lust auf Nachwuchs bekommen,
in: Welt am Sonntag v. 23.12.
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BAUM, Antonia
(2012): Töchter einer Revolution.
Warum der
Feminismus noch lange nicht erledigt ist,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
23.12.
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lm Einklang mit der
BIB-Broschüre, die westdeutschen
Frauen ein veraltetes Mutterbild bescheinigt, erklärt die
Schriftstellerin Antonia BAUM:
"Wie viel leichtsinniger,
lebensgefährlicher, ja kopfverdrehter ist es, den eigenen Kopf
an eine fremde Firma zu verkaufen, die ihn, über kurz oder
lang, zu einem passenden Firmenwürfel deformiert, als einfach
zu Hause zu bleiben. Es wäre so schön, würden die
feministischen Schwestern und die über ihre Würfel-Förmigkeit
erbitterten einem diesen Wunsch nicht zum Vorwurf machen. Zu
Hause könnte ich (Akademikerin, gebärfähig, kinderlos) mir
auch vorstellen, Kinder zu bekommen, die ich mit viel Liebe zu
Akademikern erziehen würde. Denn wie viel leichtsinniger,
lebensgefährlicher, ja kopfverdrehter wäre es, würde ich, wie
es weithin für richtig gehalten wird, meinen Kopf an eine
Firma verkaufen UND ein Kind bekommen? Das arme Kind! Von
einer gestressten Würfel-Mutter und dem dazugehörigen
Würfel-Vater unausgesetzt wegrationalisiert zu werden, möchte
ich ihm nicht zumuten."
Damit outet sich Antonia
BAUM als wahre
Enkelin von Norbert BLÜM.
Auch Karen KRÜGER hält sich
strikt an die Vorgaben der BIB-Broschüre,
kritisiert höchstens deren Fokus auf die Kultur der
Kinderlosigkeit bzw. die freiwillige Kinderlosigkeit.
Im dem kürzlich
erschienenen Buch Zukunft mit Kindern
wird ein Paradigmenwechsel gefordert: im Fokus des
Aufklärungsunterrichts soll zukünftig die ungewollte
Kinderlosigkeit stehen. In diesem Sinne kritisiert KRÜGER:
"Im
»Guardian« stand kürzlich (Anmerkung: vor fast einem halben
Jahr) ein kluger Artikel über ungewollte Kinderlosigkeit.
Die Journalistin Kate Brian wies darauf hin, dass es im
Sexualunterricht letztendlich immer nur darum gehe, wie
Schwangerschaften verhindert werden können. Um ungewollte,
nicht medizinisch begründete Kinderlosigkeit ginge es hingegen
nie, und das, obwohl in einer Klasse, in der dreißig Schüler
sitzen, mindestens fünf Mädchen davon betroffen sein werden
(die Zahl ungewollter Schwangerschaften ist weitaus geringer).
Noch viel wichtiger als diese Beobachtung, die, wenn ich an
meine Schulzeit zurückdenke oder mich mit meiner Schwester,
die Lehrerin ist, unterhalte, offenbar auch immer noch für
Deutschland gilt, war das, was ein gewisser Professor Michael
Reiss dazu der Journalistin vom »Guardian« erklärte. Früher
sei die Situation immer so dargestellt worden, als wolle jedes
Mädchen möglichst früh Mutter werden: »Unbewusst werden solche
Themen noch immer durch die Sichtweisen vorangehender
Generationen abgesteckt.«".
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KRÜGER, Karen
(2012): Kinder einer Generation.
Warum wir
ein neues Mutterbild brauchen,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
23.12.
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HOFFMANN, Christiane
(2012): Markt und Familie,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v.
23.12.
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MAAK, Niklas
(2012): Ungewohnte Nähe.
Die heilige
Kleinfamilie gibt es nicht mehr: Japanische Architekten bauen Häuser
für die Familien der Zukunft,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
23.12.
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WEIGUNY, Bettina
(2012): Generation Weichei.
Freizeit
statt Karriere, Sabbatical statt Stress: Die jungen Leute geben für
den Beruf nicht mehr alles: Fortschritt oder Verfall?
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
23.12.
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Bettina WEIGUNY benutzt das
angestaubte Etikett "Generation Y", das bereits seit Anfang
der 1990er Jahre im Umlauf ist, und seitdem für die
Generation, die nach Douglas COUPLANDs Generation X
kommt, steht.
In Deutschland hat der BWL-Professor Christian SCHOLZ vor 10
Jahren die Generation Y als Anfang der 1970er Jahre
Geborene definiert. Nun also definiert WEIGUNY als
Echo von KarriereSpiegel und anderen
Wirtschaftspostillen, die Generation Y als nach 1985
Geborene. Mehr als Klischees, die man in nachrichtenarmen
Zeiten gerne mal wieder aus der Mottenkiste hervorkramt, um
Seiten zu füllen, gibt es nicht, weshalb WEIGUNY am Schluss
"Beruhigendes über die Generation der Karriereverweigerer" zu
berichten hat.
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SCHIRG, Oliver (2012): Allein, aber nicht einsam.
Hamburger Haushalte: In 52 Prozent von Hamburgs Haushalten lebt nur
eine Person. Viele der Singles in der Hansestadt sind mit der
Situation aber ganz zufrieden,
in: Hamburger Abendblatt v. 22.12.
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Die Broschüre (Keine) Lust auf Kinder?
in den Medien
FAZ-Thema (2012):
Warum ist das mit den Kindern so kompliziert?
Trotz aller Anreize werden wenig Kinder geboren. Das größte
Hindernis, so fand das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
heraus, sind die kulturellen Einstellungen: Das Leben mit Kindern
gilt als anstrengend und soll perfekt gelingen. Muss das so sein?
Was sollte sich ändern?
GEYER, Christian (2012): Kinderhirn in der Vaterzeit,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
22.12.
KARICH, Swantje
(2012): Morgen, Kinder, wird's euch geben,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
22.12.
STROBEL Y SERRA, Jakob
(2012): Familienfreunde sind ein Fluch,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
22.12.
HUCKLENBROICH,
Christina (2012): Mütter im Konflikt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
22.12.
SCHULZ, Stefan (2012):
Firma anstatt Familie,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
22.12.
MÜHL, Melanie (2012): Gestrandet auf der Familieninsel,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
22.12.
KILB, Andreas (2012):
Macht Kinder endlich steuerfrei!
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
22.12.
LÜBBERDING, Frank
(2012): Kochen und Kinder als Lifestyle,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
22.12.
KEGEL, Sandra (2012): Kinder als Schule der Improvisation,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
22.12.
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MESSMER, Susanne (2012): Kommt mal zur Besinnung!
Durchatmen: Was tun, wenn einem der Stress in der Stadt über den
Kopf wächst? Ein Spaziergang mit dem Flaneur und Autor David Wagner -
und eine Gebrauchsanweisung, wie man im dichtesten Gewimmel zur Ruhe
kommt,
in: TAZ Berlin v. 21.12.
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TAN, Daniela (2012): Wie man in Japan die Jahreswende begeht.
Aufbruch zum Leben: Unter dem Firnis der (post)modernen Industrie-
und Informationsgesellschaft lebt in Japan eine Zeit weiter, die tief
vom Glauben an die Naturgewalten und ihre Rhythmen geprägt war. Selbst
junge Leute wenden sich heute vermehrt der shintoistischen Tradition
zu,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 21.12.
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ROSENDORFF, Kathrin (2012): Mann, wo steckst du bloß?
Die Frankfurter Autorin Juli Rautenberg hat einen Dating-Marathon
absolviert – und ein hochkomisches Buch darüber geschrieben. Ein
Gespräch über Putz-Autisten, Verdauungsprobleme und echte Liebe,
in: Frankfurter Rundschau Online v. 20.12.
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DUWE, Silvio (2012): Altersarmut? Selber schuld!
Der Wissenschaftliche Beirat bei Röslers Wirtschaftsministerium
betreibt Klassenkampf von oben,
in: Telepolis v. 19.12.
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Die Broschüre (Keine) Lust auf Kinder?
in den Medien
RASCHE,
Uta (2012): Immer weniger Deutsche wollen Kinder.
Bei Geburtenrate und Kinderwunsch gehört Deutschland im
internationalen Vergleich zu den Schlusslichtern. Hinderlich sei
nicht zuletzt das kulturelle Leitbild einer „guten Mutter“, die zu
Hause erzieht, so eine Studie,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 18.12.
SCHMOLLACK, Simone (2012): Schuld ist der Perfektionismus.
Familie: Trotz Kinder- und Elterngeld und verbesserter
Betreuungsangebote bleibt die Geburtenrate niedrig,
in: TAZ v. 18.12.
"Geht es hierzulande
endlich aufwärts mit der schwachen Reproduktionsfreudigkeit?
Nein. Das belegt seit Montag eine Untersuchung des
Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden
und bestätigt damit bekannte Fakten: Die Geburtenrate in
Deutschland beträgt seit vielen Jahren 1,39 Kinder pro Frau",
behauptet Simone SCHMOLLACK.
Dagegen heißt es in der Broschüre:
"Die zusammengefasste
Geburtenziffer, berechnet nach Kalenderjahren,
liegt in der Bundesrepublik seit 1975 zwischen 1,24 und 1,45
Kindern pro Frau und erreichte im Jahr 2010 einen Wert von
1,39."
SCHMOLLACK verkauft uns
also den Wert von 2010 als Wert der letzten Jahre. 2011 lag
der Wert bei 1,36. Warum werden wir mit alten Werten
abgespeist? Weil es gerade zu den Argumenten passt?
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GAULHOFER, Karl & Ulrike WEISER (2012): Lieber kinderlos als
"Rabenmutter".
Warum bekommen Frauen so wenige Kinder? Eine deutsche Studie zeigt,
dass sich viele die Elternrolle nicht mehr zutrauen. Zudem gibt es
zunehmend andere Ziele im Leben. Das gilt auch für Österreich,
in: Die Presse v. 18.12.
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DDP/EPD/AP (2012): Die Deutschen haben keine Lust auf Kinder.
Der Kinderwunsch ist hierzulande deutlich weniger ausgeprägt als in
anderen Ländern Europas. Schuld daran ist laut Studie das Mutterbild,
in: Berliner Morgenpost v. 17.12.
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Es gibt nichts Neues zur
Geburtenentwicklung in Deutschland? Macht nichts! Bringen wir
einfach eine Broschüre mit den Best of Hits heraus, weshalb
das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung nun eine
neue Broschüre mit dem Titel
(Keine) Lust auf Kinder? in der nachrichtenarmen
Vorweihnachtszeit lanciert. Das BIB wärmt darin
nochmals seine altbekannten Thesen zur
Kinderlosigkeit in Deutschland auf.
Die Daten zur
Kinderlosigkeit stammen aus dem Jahr 2008, weil die Politik
aktuelle Daten erst wieder mit dem Mikrozensus 2012 erheben
ließ, dessen Ergebnisse aber erst nächstes Jahr veröffentlicht
werden. Man darf nicht zu Unrecht vermuten, dass diese wieder
einmal zu Wahlkampfzwecken missbraucht werden. Oder warum hat
man sonst diesen Veröffentlichungstermin gewählt?
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KLOEPFER, Inge (2012): "Der Kapitalismus zersetzt die Familie - ganz
subtil".
Die Wirtschaft verlangt größte Flexibilität. Die Familie beruht auf
Stabilität - und zieht den Kürzeren, sagt der Philosoph Dieter Thomä,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 16.12.
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SIEMS,
Dorothea (2012): Die Mär vom Absturz.
Wer heute jung ist, wird im Alter weniger Geld haben als seine
Eltern. Wer sehr jung ist, noch weniger. Länger arbeiten müssen
alle. Damit muss man erst mal klarkommen,
in: Welt v. 15.12.
"Allein in dieser
Woche kamen zwei Studien auf den Markt, die hierauf eine
gegensätzliche Antwort geben.
Die konservative Konrad-Adenauer-Stiftung kommt zu dem
Schluss: Deutschlands Mitte ist stabil.
Das eher gewerkschaftsfreundliche Deutsche Institut für
Wirtschaftsforschung (DIW) attestiert der hiesigen
Mittelschicht dagegen Schwindsucht. Erstaunlicherweise
argumentieren beide Lager auf der gleichen Faktenbasis. Es ist
die Interpretation, die den Unterschied macht. Definiert man
die Mittelschicht breit und rechnet alle Personen dazu, die
mindestens 60 Prozent und höchstens das Doppelte des mittleren
Einkommens zur Verfügung haben, hat sich die
Bevölkerungsstruktur in den vergangenen Jahren wenig
verändert. Beschränkt man die Mittelschicht dagegen wie das
DIW auf den Einkommensbereich zwischen 70 und 150 Prozent,
zählen heute weniger dazu als noch 1998",
behauptet
Dorothea SIEMS, um dann zum Fehlschluss zu kommen:
"Die bürgerlichen Schichten
sind in aller Regel nicht auf die fürsorgliche Unterstützung
von Vater Staat angewiesen. Eigenverantwortung, Fleiß und
Bildungswillen gehören hier zum Selbstverständnis."
Tatsächlich widerspricht
sogar die von SIEMS als "konservative Deutung" bezeichnete
Mittelschicht der Konrad-Adenauer-Stiftung dieser Sichtweise:
"Die mittlere
Einkommensschicht ist in Deutschland also wesentlich größer,
als sie ohne Steuern, Abgaben und Transferzahlungen des
Staates wäre. Der staatliche Eingriff wirkt folglich
mittelschichtsvergrößernd." (2012, S.41)
Ergo: Ohne Umverteilung
wäre auch die Mittelschicht im Sinne der
Konrad-Adenauer-Stiftung, definiert zwischen 60 bis 200
Prozent des Medians, nicht stabil, sondern geschrumpft. Der
Soziologe Berthold VOGEL spricht deswegen von der
Staatsabhängigkeit der Mittelschicht, während der Zyniker
Walter WÜLLENWEBER in seinem Pamphlet
Die Asozialen diesen Aspekt ausblendet, denn nicht die
Unterschicht ruiniert das Land, sondern
große Teile der Mittelschicht profitieren von der
Problemdefinition "Unterschicht".
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POLITYCKI, Matthias (2012): Was bringt den Schriftsteller zum
Schreiben?
Der Autor und die Schräglage zur Welt,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 15.12.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 01. -
14. Dezember 2012
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