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Medienrundschau:
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News vom
09. - 23. August 2015
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Sommerthema:
Sind Singles schuld an der Wohnungsnot in Deutschland? - Eine
Bibliografie der Debatte
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Zitat
des Monats:
Die Bevölkerungsentwicklung in Japan im Vergleich zu
Deutschland
"In
Japan verläuft der Alterungsprozess (...) schneller als in
Deutschland und ist weiter vorangeschritten (...). Das liegt
daran, dass erstens
die japanischen Babyboomer früher geboren wurden, daher älter als
die deutschen sind und damit früher in das Rentenalter eintreten.
Zweitens verzeichnet Japan eine höhere Lebenserwartung als
Deutschland, wodurch der Alterungsprozess beschleunigt wird.
Drittens verfügt Japan nicht über eine Zuwanderung, die
Alterungseffekte mildern könnte. (...).
Japan ist aufgrund eines nicht funktionierenden Heiratsmarktes
durch eine niedrige Verheiratungsquote gekennzeichnet, was quasi
automatisch eine hohe Kinderlosigkeit bedeutet. In Deutschland
besteht dieser Zusammenhang auch, ist aber deutlich entkoppelter.
Alleinerziehende und nichteheliche Lebensgemeinschaften mit
Kindern sind gesellschaftliche Normalität, in Japan kommen diese
Lebensformen kaum vor. Daher erscheint in Deutschland ein
Geburtenanstieg leichter realisierbar zu sein als in Japan.
Versuche der japanischen Regierung, pronatalistisch zu agieren,
sind bislang fehlgeschlagen."
(Jürgen Dorbritz & Gabriele Vogt
"Rasanter
demografischer Wandel Deutschland und Japan im Vergleich" in
Bevölkerungsforschung aktuell Nr.4 vom 28.07.2015, S.6f.) |
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WELT
AM SONNTAG KOMPAKT-Titelgeschichte:
Liebestöter.
Emanzipation
beim Flirten hat vor allem eine Folge: Sie erstickt Liebe und
Begehren. Folgen Sie lieber Ihren Instinkten |
WAGNER, Beatrice
(2015): Casanova hatte doch recht.
Politisch korrekt flirten funktioniert nicht, sagt die
Sexualtherapeutin Beatrice Wagner. Nur wenn er den Macho gibt und
sie ihn anhimmelt, klappt es mit dem Date,
in: Welt am Sonntag v.
23.08.
Die Welt am Sonntag Kompakt
titelt dagegen Klartext: Ich Tarzan, Du Jane. Da weiß man
sofort, was geboten wird:
"Lust und sexuelle Anziehung
funktionieren nicht nach den Regeln der Gleichberechtigung,
sondern nach den Regeln der Natur",
erklärt uns die
Sexualtherapeutin Beatrice WAGNER, deren neues Buch hier
vermarktet wird.
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LEMBKE, Judith
(2015): Wachsen oder schrumpfen.
Deutschland driftet auseinander. Wie Hiddenhausen und Ilvesheim.
Hier verwaisen Häuser, dort fehlen sie. Doch der Wandel lässt sich
gestalten. Ein Besuch in Ostwestfalen und Baden,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
23.08.
KÖHN, Rüdiger
(2015): Die Boazn weicht dem Coffeeshop.
Wohnen in München-Giesing: Kaum ein Münchener Stadtteil ist so
vielschichtig wie Giesing: ein Arbeiter- und Handwerkerviertel, mit
alten Bauernhöfen und großen Mietskasernen. Das macht dieses Original
so anziehend,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
23.08.
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ENCKE, Julia (2015): Das letzte Bollwerk.
Es ist gerade populär, auf Michel Houellebecq zu schimpfen. Wie groß
er aber als Autor ist, zeigt Bernard Maris′ "Houellebecq, Ökonom",
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
23.08.
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LITERARISCHE WELT-Thema: Land ohne Eltern.
Mutti putzt in Italien. Vati schuftet auf dem Bau in Istanbul. Im
Osten Europas wächst eine ganze Generation vereinsamter Kinder auf.
Liliana Corobcas berührender Roman erzählt vom Schicksal moderner
Arbeitsnomaden
SCHÜMER, Dirk
(2015): Mama ist nur einmal im Jahr zu Hause.
Wer in Moldawien eine Familie ernähren will, muss sie verlassen.
Liliana Corobaca erzählt von der Tragik eines Landes, das seine
Kinder und Alten vernachlässigt, um den Anschluss an Europa zu
finden,
in: Welt v.
22.08.
Zur Arbeitssituation in
Moldawien erfährt man von Dirk SCHÜMER nur:
"Von den über drei Millionen
Moldawiern arbeiten Hunderttausende im Ausland. Sie stehen in
Venedig oder Florenz an der Bar und brühen Kaffee. Sie putzen in
Altersheimen in Rom und Madrid. Sie schuften auf dem Bau in
Andalusien oder Istanbul. Oder sie arbeiten an den Ölquellen und
in den Diamantminen in Jakutien und Sibirien, die russischen
Oligarchen unmessbaren Reichtum einbringen".
In ihrem Buch
Fernliebe (2011) haben Ulrich BECK & Elisabeth
BECK-GERNSHEIM dieses Phänomen der "Weltfamilie" beschrieben. Das
Kapitel VI widmet sich den Hausarbeitsmigrantinnen. Auf dieser
Website wurde über das Problem der globalisierten
Dienstleistungsgesellschaft bereits
im Jahr 2000 berichtet. Öffentliche Aufmerksamkeit erregte das
Thema erst, nachdem man nicht mehr von (kinderlosen) Frauen,
sondern von Müttern sprach.
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KAMANN, Matthias
(2015): "Kinder, hört auf zu streiten!"
Leitartikel: Wie kaum eine andere Generation schlagen die jungen
Leute von heute auf sich selbst ein. Könnte diese Gnadenlosigkeit an
oft fehlenden Geschwistern liegen?
in: Welt v.
22.08.
Matthias KAMANN will in der
öffentlichen Debatte zwischen Angehörigen der Generation Y
einen Ton heraushören, der typisch für einen Streit zwischen
Geschwistern sei - obgleich er dies Geschwisterlosen, d.h.
Einzelnkindern vorwirft.
Aber müsste es ein Angehöriger
der 78er-Generation nicht besser wissen? Wurde nicht von
Richard SENNETT die Tyrannei der Intimität kritisiert und
Cora STEPHAN sprach vom
Betroffenheitskult? Der in jeder Generation neu erhobene
Vorwurf des Verfalls der öffentlichen Debattenkultur ist kein
Privileg der Generation Y.
Was das mit Geschwisterlosigkeit
zu tun haben soll, bleibt unklar, außer dass
vor kurzem
Demografen die Zunahme von Ein-Kind-Familien beklagt haben. Das wäre
aber dann wohl ein bevölkerungspolitisches Thema...
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MENKENS, Sabine
(2015): Kinderministerin an die Macht.
Manuela Schwesig besucht auf ihrer Sommertour Flüchtlinge und wirbt
für mehr staatlich organisierte Erziehung,
in: Welt v.
22.08.
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LACHMANN, Anne (2015): Auf ungute Nachbarschaft.
In vielen Großstädten wächst die Unzufriedenheit über neue
Bauprojekte. Eine Grillparty in Berlin bietet Anlass zum Protest,
in: Welt v.
22.08.
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GRASSHOFF, Friederike Zoe
(2015): Leerstelle.
Jeder ist vernetzt, wo soll da noch Platz für Einsamkeit sein? Nun
will ein Autor ein verdrängtes Gefühl wieder salonfähig machen,
in: Süddeutsche
Zeitung v.
22.08.
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CAN, Devin
(2015): Die neuen Alten.
Die heutigen Best-Ager jenseits der Sechzig pflegen ihr ganz eigenes
Konsumverhalten,
in:
Frankfurter Rundschau v.
22.08.
Devin CAN berichtet über die Ergebnisse des Marktforschungsinstitut
GfK zum veränderten Konsumverhalten der Älteren, das mehr und mehr von
der Babyboomer-Generation dominiert werde. Insbesondere der
Lebensmittelmarkt, die Kosmetik- und die Tourismusbranche stehen im
Mittelpunkt des Artikels.
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D'INKA, Werner
(2015): Wachstum mit Schmerzen.
Frankfurt ist eine Stadt im Dauerwandel. Groß sind entsprechend die
Herausforderungen,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v.
22.08.
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Die Pressemitteilung "Mehr Geburten und
weniger Sterbefälle im Jahr 2014" in den Medien
DOEMENS, Karl
(2015): Mehr Kinder und mehr Ehen.
Statistik: Rund 715.000
Mädchen und Jungen geboren - Höchste Rate seit dem Jahr 2004,,
in:
Kölner Stadt-Anzeiger v.
22.08.
MENKENS, Sabine
(2015): So viele Babys wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Deutschland verzeichnet deutliches Plus an Geburten, Zahl der
Sterbefälle sinkt. Schwesig will Haushaltsmittel für den Kita-Ausbau
verwenden,
in:
Welt v.
22.08.
KREITLING, Holger
(2015): Kinder, Kinder.
Kommentar,
in:
Welt v.
22.08.
DOEMENS, Karl
(2015): Mehr Geburten - aber nicht genug.
Die Geburtenrate in Deutschland steigt, aber langfristig braucht es
Zuwanderung für eine stabile Quote. Und zwischen den Bundesländern
gibt es große Unterschiede,
in:
Frankfurter Rundschau Online v.
22.08.
DOEMENS, Karl
(2015): Baby-Boom in Deutschland.
Erstmals seit zehn Jahren werden im Jahr 2014 mehr als 700.000
Kinder geboren. Zuwachs in Berlin besonders deutlich. Experten sehen
Einwanderung als eine Ursache,
in:
Berliner Zeitung v.
22.08.
DPA
(2015): Mehr Babys, mehr Tote - mehr Zuwanderung?
Mehr Kinder, weniger Todesfälle der Abstand zwischen Geburtenzahl
und Sterbefällen ist 2014 ein bisschen geschrumpft. Doch der Effekt
ist nicht von Dauer. Um gegenzusteuern, gibt es nur zwei Optionen.
Eine davon heißt: Mehr Zuwanderung,
in:
Badische
Zeitung v.
22.08.
DPA
(2015): Das Defizit schrumpft, es werden mehr Babys geboren.
Demografie: Statistiker dämpfen Hoffnung auf eine Trendwende, denn
die Zahl der Todesfälle liegt weit über der Zahl der Geburten,
in: Stuttgarter
Zeitung v.
22.08.
BREINING, Thomas
(2015): Kinderland dank Zuwanderung.
Statistik: Die Zahl der Geburten hat zugenommen; das hat einiges mit
der Migration zu tun,
in: Stuttgarter
Zeitung v.
22.08.
"Warum so viele Sprösslinge?
Weil hier plötzlich alle so kinderfreundlich sind? Knapp 22
Prozent der im Land neu Geborenen haben eine ausländische Mutter
(wie viele Kinder mit deutscher Mutter einen ausländischen Vater
haben, weiß die Statistik leider nicht). Ein großer Teil der
genetischen Auffrischung geht also auf Zuwanderung zurück. Von
den ins Land Gekommenen dazu gehören auch die hier bleibenden
Flüchtlinge sind eben viele Frauen im gebärfähigen Alter. Ohne
sie wäre Deutschland dem Aussterben schon etwas näher. Wer noch
nicht kapiert hat, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist,
sollte schleunigst den Kopf aus dem Sand ziehen",
behauptet Thomas BREINING.
Woher er die Zahl von 22 Prozent ausländischen Müttern hat, ist
unklar, denn darüber gab weder das Statistische Bundesamt, noch
das Statistische Landesamt Baden-Württemberg Auskunft.
WERMELSKIRCHEN, Axel
(2015): Das Geburtendefizit wird kleiner.
Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland mehr Kinder, mehr Ehen und
weniger Sterbefälle als 2013,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v.
22.08.
FISCHHABER, Anna & Thomas ÖCHSNER
(2015): Babys im Boom.
In Deutschland werden so viele Kinder geboren wie seit Jahren nicht
- mehr, als alle Experten erwartet hatten. Doch wie lange hält der
Trend?
in:
Süddeutsche Zeitung v.
22.08.
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DESTATIS (2015):
Mehr Geburten und weniger Sterbefälle im Jahr 2014,
in: Pressemitteilung des
Statistischen Bundesamtes
v. 21.08.
"Im Jahr 2014 wurden in
Deutschland 715 000 Kinder lebend geboren. Wie das Statistisches
Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt,
waren das 33 000 Neugeborene oder 4,8 % mehr als im Jahr 2013 (682
000).
In Deutschland waren zuletzt im Jahr 2004 mehr als 700 000 Kinder
zur Welt gekommen. Im Jahr 2014 starben 868 000 Menschen,
gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Sterbefälle um 2,8 %
gesunken (2013: 894 000). Wie in allen Jahren seit 1972 starben
somit mehr Menschen als Kinder geboren wurden. 2014 lag die
Differenz bei 153 000, im Jahr 2013 bei 212 000.
Den Bund der Ehe haben 386 000 Paare im Jahr 2014 geschlossen. Das
ist eine Steigerung um 12 000 beziehungsweise 3,3 % gegenüber dem
Vorjahr (2013: 374 000)",
heißt es in der Pressemitteilung
des Statistischen Bundesamts.
Im Januar
ist das Statistische Bundesamt noch von
675.000 bis 695.000 Geburten ausgegangen.
Noch vor einer Woche hieß es auf Spiegel Online:
"Deutschland steht weltweit auf
dem letzten Platz, wenn es um die Zahl der Geburten pro 1000
Einwohner geht. Ein Grund: Der Anteil der Frauen ohne Kind ist im
Laufe der vergangen Jahrzehnte kontinuierlich angestiegen, 2012
blieb jede fünfte Frau zwischen 40 und 44 Jahren kinderlos."
Den angeblich letzten Platz
bastelte sich das - nicht gerade hippe - Hamburger
Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) zurecht, um endlich wieder einmal die
Medien auf sich aufmerksam zu machen.
Die Presse griff das
im Juni auch gierig auf.
Die Presse verspielt ihre
Glaubwürdigkeit, weil sie lediglich auf Klickzahlen starrt und
Analysen vermissen lässt. Stephan RUSS-MOHL sieht die Journalisten
gar
in einer Blase leben:
"viele Journalisten,
Chefredakteure und Medienmanager inklusive, folgen ziemlich
blindlings ihrem irrationalem Herdentrieb und sind längst »Victims
of Groupthink«, Gefangene ihrer Ingroup, geworden".
Mit welchen Schablonen werden die
Medien nun an diese Pressemeldung herangehen? Erste Meldungen lassen
wenig Optimismus aufkommen, denn die Meldung der absoluten
Geburtenzahlen lässt keine Rückschlüsse auf die Geburtenrate (TFR)
zu. Bei Welt online titelt man z.B.:
Höchste Geburtenrate seit zehn Jahren in Deutschland.
Tatsächlich heißt es nur, dass es letztmalig 2004 so hohe
GeburtenZAHLEN gab. Die Geburtenrate (TFR) setzt jedoch das Wissen
um die Anzahl der gebärfähigen Frauen voraus. Dazu hat das
Statistische Bundesamt nichts verlauten lassen. Es könnte stimmen,
muss jedoch nicht. Die Geburtenrate ist abhängig von der
Entwicklung der Lebendgeborenen in Deutschland, der Entwicklung
des durchschnittlichen Gebäralters, das bislang immer gestiegen ist
und der Entwicklung der Zuwanderung. Je nachdem, ob es hier
Änderungen gab, könnte dies das Ergebnis der Geburtenrate verändern.
Genaueres werden wir erst wissen, wenn die Zahlen zur Geburtenrate
für das Jahr 2014 vorliegen. Alle Meldungen hierzu sind nichts als
Spekulation...
FISCHHABER, Anna
(2015): "Möglicherweise gibt es eine Trendwende in Deutschland".
715 000 Kinder wurden dem Statistischen Bundesamt zufolge 2014 in
Deutschland geboren. Ein Grund für den Anstieg - 2013 waren es fast
fünf Prozent weniger - könnte die Zahl der potentiellen Mütter sein.
Auch die Zahl der Eheschließungen ist gestiegen: 386 000 Paare haben
im vergangenen Jahr geheiratet,
in:
sueddeutsche.de v.
21.08.
Den informativsten Artikel zur
Geburtenentwicklung bietet derzeit die Online-Website der SZ
(was viel über den Online-Journalismus der angeblichen
Qualitätsmedien aussagt):
"Wer
diesen Babyboom ausgelöst hat, weiß man beim Statistischen Bundesamt
noch nicht - Daten etwa über das Alter oder die Staatsangehörigkeit
der Mütter gibt es erst im Oktober. Ergebnisse über die tatsächliche
Zahl der Kinder, die eine Frau bekommt, also die Geburtenrate, sogar
noch später.
(...).
Wie viele Kinder geboren werden, hänge aber auch immer mit der
Bevölkerungsentwicklung zusammen, heißt es beim Statistischen
Bundesamt. Und die ist derzeitig günstig: Die Zahl der Frauen, die
zwischen 26 und 35 Jahren alt sind und besonders häufig Nachwuchs
bekommen, habe sich seit 2008 stabilisiert und nehme sogar zu."
Das wurde bereits in ähnlicher
Weise auf dieser Website geschrieben. Wie immer wiegelt Olga PÖTZSCH
bei der Geburtenentwicklung ab:
"Beim Statistischen Bundesamt
geht man allerdings davon aus, dass nach 2020 die Zahl der
potentiellen Mütter wieder schrumpft - und damit auch die Zahl der
Geburten wieder sinkt."
Dies würde nur stimmen, wenn die
Geburtenrate weiterhin bei 1,4 verharren würde. Deshalb gibt es auch
optimistischere Stimmen wie den Familiensoziologen Johannes HUININK,
der von einem Anstieg der Geburtenrate ausgeht. Außerdem ging es mit
den Geburtenzahlen nicht immer stetig bergab, d.h. nach einem
Rückgang potenzieller Mütter gibt es auch wieder einen Anstieg
potenzieller Mütter.
Die Frage stellt sich zudem, wann
man von einer Trendwende sprechen kann. Die Kriterien werden leider
nicht genannt, sodass es sich eher um eine nichts sagende Worthülse
handelt.
DORN, Julian
(2015): Ist das die Trendwende?
Geburtenhoch: Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland so viele
Kinder auf die Welt wie seit zehn Jahren nicht mehr. Dafür gibt es
mehrere Gründe,
in:
faz.net v.
21.08.
Bei der Online-FAZ wird
Herwig BIRG immer noch als Professor für Bevölkerungswissenschaft an
der Universität Bielefeld geführt, obwohl BIRG seit 2004 emeritiert
ist und der Lehrstuhl mittlerweile umgewidmet wurde. Derzeitiger
Leiter des
Instituts für Bevölkerungs- und Gesundheitsforschung ist Ralf
ULRICH.
In seine Zeit als
Lehrstuhlinhaber fallen die gravierenden Fehlschätzungen zur
Kinderlosigkeit in Deutschland. Statt der von BIRG geschätzten ein
Drittel Kinderloser des westdeutschen Jahrgangs 1965, blieben gemäß
dem Mikrozensus 2012 lediglich
21 % der westdeutschen Frauenjahrgänge 1963 - 1967 kinderlos.
Insbesondere das
Gutachten von BIRG zum
Pflegeurteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2001,
das für die Einführung höherer Beitragszahlungen Kinderloser
verantwortlich war, fußte auf weit überhöhten Kinderlosenzahlen. Die
Durchsetzung war nur möglich, weil die
Erhebung der biologischen Geburtenfolge durch die amtliche Statistik
bis nach Einführung des Elterngeldes erfolgreich politisch
verhindert wurde. Kaum war das Elterngeld durchgesetzt, war
plötzlich kein Problem mehr, was bis dahin als UNMÖGLICH galt.
Historiker werden klären müssen, wie dieser Machtmissbrauch zustande
kam.
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STATISTISCHES LANDESAMT BW
(2015): Hohe Zuwanderung lässt Zahl der Geburten ansteigen.
Baden-Württemberg: In 15 der 44 Stadt- und Landkreise gab es im Jahr
2014 mehr Geborene als Gestorbene,
in:
Pressemitteilung des Statistischen
Landesamts Baden-Württemberg v.
21.08.
"In Baden‑Württemberg sind im
vergangenen Jahr rund 95 600 Kinder lebend geboren worden und damit
etwa 4 100 mehr als in 2013. Somit lag die Zahl der Lebendgeborenen
nach Angaben des Statistischen Landesamts zum dritten Mal in Folge
höher als im jeweiligen Vorjahr. Als Hauptursache für diesen
positiven Trend wird die in den vergangenen Jahren enorm
angestiegene Zuwanderung gesehen, die auch zu einer Zunahme der Zahl
der Frauen im gebärfähigen Alter geführt hat. So lag der
Wanderungsgewinn Baden‑Württembergs also die Differenz zwischen
Zu- und Fortzügen in den Jahren 2008 und 2009 bei lediglich
jeweils 3 000 bis 4 000 Personen; im vergangenen Jahr zogen dagegen
rund 90 000 Menschen mehr zu als fort. Gleichzeitig ist im
vergangenen Jahr auch die Zahl der Gestorben gegenüber 2013 um etwa
1 300 auf ca. 100 700 gesunken. Das Geburtendefizit, also die
Differenz zwischen der Zahl der Geborenen und der der Gestorbenen,
hat sich somit gegenüber 2013 auf ca. 5 000 halbiert und lag
letztmals im Jahr 2008 niedriger. In immerhin 15 der 44 Stadt- und
Landkreise Baden‑Württembergs konnte im vergangenen Jahr ein
Geburtenplus verzeichnet werden, im Jahr zuvor gab es diese günstige
Konstellation lediglich in 9 Kreisen, so das Statistische Landesamt
weiter. Die Spitzenstellung nahm hierbei die Landeshauptstadt
Stuttgart ein (1 124 mehr Geborene als Gestorbene), gefolgt vom
Stadtkreis Freiburg im Breisgau (+ 577) sowie den Landkreisen
Böblingen (+ 457), Ludwigsburg (+ 415) und Tübingen (+ 352).
Insgesamt wiesen 29 Stadt- und Landkreise des Landes weniger
Geborene als Gestorbene auf. Die höchsten Geburtendefizite waren
2014 im Landkreis Karlsruhe (−542), im Rhein‑Neckar- (− 533) und im
Zollernalbkreis (− 523) zu beobachten. Unter den 9 Stadtkreisen
wiesen lediglich Baden-Baden (− 345) und Heilbronn (− 83) ein
Geburtendefizit auf. Die unterschiedliche Bilanz aus der Zahl der
Geborenen und der der Gestorbenen in den einzelnen Kreisen wird
wesentlich durch die Altersstruktur der Bevölkerung beeinflusst.
Aber auch die Geburtenhäufigkeit also die durchschnittliche
Kinderzahl je Frau und die unterschiedliche Lebenserwartung in den
einzelnen Teilräumen bestimmen das Verhältnis von Geburten zu
Sterbefällen", meldet das Statistische Landesamt Baden-Württemberg.
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SCHRUPP, Antje
(2015): Eine Million Gründe gegen Kinder.
Frauen sollten sich ganz bewusst für eine Familie entscheiden.
Manche verspüren den Wunsch nach Nachwuchs nie, wie unsere Autorin.
Was ist daran so schlimm?
in:
ZEIT Online v.
21.08.
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Das Politikpapier des IW Köln "Der künftige Bedarf an Wohnungen" in
den Medien
WILKE, Felicitas
(2015): Verbaut.
In den Großstädten bekommen Wohnungssuchende keine bezahlbare
Unterkunft. Aber in schrumpfenden Regionen entstehen ständig neue
Häuser. Eine Studie zeigt: Deutschland baut an der falschen Stelle,
in:
Süddeutsche Zeitung v.
20.08.
Der Artikel geht kaum über das hinaus, was das
von der Privatwirtschaft finanzierte IW Köln in seinen
Pressematerialien bereits zeitungsgerecht vorgefertigt hat.
"Besonders viele neue
Wohnungen, die nicht benötigt werden, entstehen zurzeit in der
Eifel, im Schwarzwald, im Bayerischen Wald und in Teilen
Mecklenburg-Vorpommerns",
heißt es bei Felicitas WILKE.
In der Pressemitteilung des IW Köln liest sich das folgendermaßen:
"Anders
sieht die Lage in einigen ländlichen, strukturschwachen Kreisen
wie der Eifel, dem Schwarzwald oder weiten Teilen
Ostdeutschlands aus. Dort gibt es zu viele Wohnungen, die gar
nicht benötigt werden."
Im Anhang des Politikpapiers
des IW Köln sind ab Seite 17 alle 402 Kreise aufgelistet. Daraus
kann sich dann jede Zeitung die für ihr Einzugsgebiet wichtigsten
Regionen aussuchen...
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Das Politikpapier des IW Köln "Der künftige Bedarf an Wohnungen" in
den Medien
IW KÖLN
(2015): Klüger Bauen.
Deutschlands Städte boomen, während viele ländliche Regionen
veröden. Doch in den Metropolen wird zu wenig gebaut, in einigen
Landkreisen gibt es indes schon jetzt zu viele Neubauten. Das zeigt
eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Die
Politik muss gegensteuern,
in:
Pressemitteilung des Instituts
der deutschen Wirtschaft Köln v.
19.08.
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SAUER, Stefan
(2015): Wohlfühloase für den Mann.
Frauen profitieren von der Familienfreundlichkeit deutscher
Unternehmen viel weniger als ihre Partner. Zu diesem Schluss kommt
eine aktuelle Studie. Für Wirtschaft und Gesellschaft sind das
alarmierende Befunde,
in:
Frankfurter Rundschau v.
18.08.
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KALTENBRUNNER, Robert
(2015): Altstadt und Heimatgefühl.
Ein Streiflicht auf einen verzwickten Zusammenhang,
in:
Telepolis v.
16.08.
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OCHS, Birgit u.a.
(2015): Gentrifi - Wie bitte?
Keine Diskussionen über den Wandel der Städte kommt ohne das
Modewort aus. Was heißt das überhaupt? Das ultimative Abc der
Gentrifizierung. Zum Mitreden,
in:
Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v.
16.08.
Im Gentrifizierungs-ABC gibt es
u.a. den bislang eher unüblichen Begriff "Family Gentrification":
"Darüber spricht man nicht
gerne. Schließlich bemühen sich die Städte seit Jahren, die
Abwanderung der (Mittelschichts-)Familien ins Umland zu stoppen,
und umwerben diese Zielgruppe mit Erfolg. Stadtplaner und
Immobilienentwickler haben die entsprechenden Angebote geschaffen.
Ein Paradebeispiel sind die sogenannten Wohnhöfe. Doch mit ihnen
kommt die Suburbanisierung geradewegs mitten in die Stadt - eine
Tendenz, die man auch in von Familien dominierten Altbauvierteln
beobachten kann. Das verändert das soziale Gefüge tiefgreifend."
Googlet man den Begriff "Family
Gentrification", dann steht an erster Stelle das
Glossar von single-generation.de (Stand 16.08.2015).
Bereits im Jahr 2002 wurden auf dieser Website die so genannten
"Family-Gentrifier" als neue Gruppe auf dem Wohnungsmarkt am
Beispiel der Stadt Frankfurt beschrieben. Zu diesem Zeitpunkt
wurde dieser Aspekt der Gentrifizierung von den Medien noch
vollkommen totgeschwiegen. Erst mit der neueren
Gentrifizierungsdebatte seit der Bankenkrise und der damit
verbundenen Niedrigstzinspolitik wurde dieses Thema überhaupt in den
Medien salonfähig. Die FAS sieht in der
Latte-macchiato-Mutter die Family-Gentrifier auf den Punkt gebracht:
"Feindbild
der Gentrifizierungsgegner mit knallengen Jeans und großem -
und sehr teurem - Kinderwagen. Werden so genannt, weil sie ihre
Elternzeit damit verbringen, mit Gleichgesinnten in den angesagten
Cafés des Viertels zu sitzen und den
namensgebenden Kaffee (mit Sojamilch!) zu trinken, während
ihre Kinderwagen die Fluchtwege versperren. Sind konsumorientiert,
Besserverdiener, vertreten die Family gentrification und stehen
somit für den Wandel des Quartiers von subversiv zu Spielplatz."
Auf dieser Website wird dagegen
allgemeiner von Doppel-Karriere-Familien gesprochen, wenn es um
Family-Gentrification geht.
Im Buch Die Single-Lüge
von Bernd KITTLAUS wird im Kapitel Doppelkarriere-Familien
erobern die Stadt zurück (2006, S.137; im Original
hier zu lesen) diese Entwicklung mit Blick auf die Durchsetzung
des Elterngeldes beschrieben.
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KLEMM, Thomas
(2015): Rentner sorgen für Rendite.
Die Menschheit wird älter. Demographie-Fonds machen sich das
zunutze,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
16.08.
Thomas KLEMM beschreibt, wie
Finanzdienstleister mit Demographie-Fonds ihre Produktpalette
erweitern. Marketingexperten umschreiben mit Etiketten wie "Silver
Ager" oder "Silver-Age-Economy" die kaufkräftigen, fitten
Alten, aber auch die Betagten sollen der Medizinbranche Auftrieb
geben:
"Die Weltbevölkerung wird immer
größer und älter. Zudem wird die Mittelschicht immer breiter, vor
allem, weil sie in den Schwellenländern wächst."
Ob Demographie-Fonds aber
rentabler sind als andere Fonds, muss sich erst erweisen.
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RÖTZER, Florian
(2015): Junge Menschen werden zunehmend zu familiären Nesthockern.
Nach einer Studie des Pew Research Center lässt sich der Trend, bei
den Eltern zu wohnen, wohl nicht wirtschaftlich oder mit dem
Arbeitsmarkt erklären. Wie aber dann?
in:
Telepolis v.
16.08.
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GURATZSCH, Dankwart
(2015): Heimkehr aus dem Cyberspace.
Wir hatten die Idee der realen Stadt schon verabschiedet. Es hieß, wir
könnten überall leben, Hauptsache vernetzt. Doch die Telepolis war
eine Illusion. Jetzt treiben ausgerechnet die Digital Natives die
Reurbanisierung voran,
in: Welt v.
15.08.
"Was wir soeben erleben, ist
eine kaum zu bändigende Reurbanisation. Einen Ansturm auf die
Städte, wie es ihn seit der Großstadtwerdung nicht gegeben hat.
Eine Rückkehr in die Mitte der Stadt, die Generationen von Planern
für utopisch gehalten haben!
Die Gesellschaft schrumpft aber die Städte wachsen. »Allein die
Großstädte Frankfurt und Offenbach konnten Zuwächse von fünf
Prozent verbuchen«, hat der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main
für den Zeitraum 2011 bis 2013 errechnet, und es klingt, als
könnten es die Statistiker selbst nicht glauben. In absoluten
Zahlen heißt das, dass die Mainmetropole ein Plus von 33.500
Einwohnern verzeichnet - mit anhaltender Tendenz. Ein Einzelfall?
Auch Berlin ist mit jetzt 3,5 Millionen Einwohnern über alle
Prognosen hinausgeschossen. Nur allein 2014 wuchs die Stadt um
mehr als 40.000 Einwohner. Ähnlich die Befunde aus anderen
Großstädten. Selbst ostdeutsche Städte, die noch vor zehn Jahren
über Einwohnerschwund klagten, legen zu: Leipzig 2014 um 13.000
Bewohner, Dresden um 10.000. Beide Städte verzeichnen zudem
Geburtenüberschuss, eine Rarität in den Städtestatistiken.
Innerhalb vieler Städte kommt es zu dramatischen
Wanderungsbewegungen, die das Gerede von der Wohnungsnot ad
absurdum führen. Verlierer sind wie die Bilanz für Berlin zeigt
vor allem die Trabantenstädte. Seit 1992 hat Marzahn 33.000
Bewohner verloren, Hohenschönhausen 16.000, Hellersdorf 9000. Es
bluten also gerade die Siedlungskomplexe aus, in denen sich die
Idee einer Auflockerung der Städte und die digitale Struktur der
Telepolis ausgebildet hatte",
meint der 68er Dankwart
GURATZSCH. Trabantenstädte sind jedoch keineswegs Produkte einer
Telepolis, sondern Auswüchse der Betonmoderne der 1960er Jahre.
Inwiefern man von Reurbanisierung sprechen kann, das ist unter
Stadtforschern durchaus umstritten. Warum wird von GURATZSCH
z.B. nicht auch die Entwicklung der Innenstädte ab 1992 aufgezeigt?
Weil dann die Argumentation in sich zusammenfallen würde? Und sind
für die Entwicklung überhaupt die "Wohnwünsche der Urbaniten"
ausschlaggebend oder nicht etwa die neoliberale Politik und die
Herrschaftsstrukturen des flexiblen Kapitalismus?
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Die Studie "Wachsen oder Schrumpfen" in der
Debatte
SCHWALDT, Norbert
(2015): Pulsierende Metropole, verödete Dörfer.
Kleinere Gemeinden verlieren stark an Einwohnern - auch im Westen.
Gewinner der Bevölkerungsveränderung sind Großstädte und ihr Umland,
aber auch dort gibt es Nachteile,
in:
Welt v.
14.08.
DELHAES/HEIDE/SCHMITT
(2015): Die moderne Völkerwanderung.
Junge Menschen zieht es vom Land in die größeren Städte - vor allem
mittlere Kommunen verlieren,
in:
Handelsblatt v.
14.08.
CREUTZBURG, Dietrich
(2015): Frankfurt wächst stärker als Berlin.
Die Diskrepanz zwischen Großstadt und Land nimmt zu. Im Osten
schrumpfen einige Landgemeinden dramatisch. Das lähmt dort die
Wirtschaft,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
14.08.
DRIBBUSCH, Barbara
(2015): Bitburg ist nämlich auch ganz schön.
Studie: München und Leipzig boomen, das Land verödet. Forscher
raten: die Mittelstädte stärken,
in:
TAZ v.
14.08.
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TAGESSPIEGEL- Frage des Tages: Wachsen und Schrumpfen.
Die Infrastruktur von morgen
DERNBACH, Andrea
(2015): Stadt, Land - Schluss.
Die Metropolen werden immer größer, die ländlichen Regionen leerer.
Welche Folgen hat das für Deutschland?
in:
Tagesspiegel v.
14.08.
METZNER, Thorsten
(2015): Kampf um jedes Dorf.
Das Land Brandenburg umschließt eine der dynamischten
Wachstumsregionen Deutschlands. Doch die berlinfernen Regionen
vergreisen. Wie wird man in dem Bundesland mit diesem Phänomen
fertig?
in:
Tagesspiegel v.
14.08.
IDE, Robert
(2015): In Würde vereinsamen.
Kommentar,
in:
Tagesspiegel v.
14.08.
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BBSR
(2015): Unterschiede zwischen Stadt und Land vergrößern sich.
BBSR legt Studie zur Entwicklung der Städte und Gemeinden vor,
in: Pressemitteilung Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und
Raumforschung v.
13.08.
Pressemitteilung des Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und
Raumforschung (BBSR) zur Studie
Wachsen oder Schrumpfen? BBSR-Typisierung als Beitrag für die
wissenschaftliche und politische Debatte.
In der öffentlichen Debatte zum
demografischen Wandel herrscht die Vorstellung vor, dass der
demografische Wandel Ursache eines Abwärtssoges sei, der zum
Niedergang einer Kommune bzw. eines Landes führt. Empirische
Untersuchungen zeigen jedoch, dass es einen solch simplen
Zusammenhang nicht gibt:
"Allerdings bestätigen
empirische Ergebnisse selten eindeutig die theoretischen
Setzungen. Bezüglich der Komponenten des demographischen Wandels
quantitativer Bevölkerungsentwicklung, Veränderungen der
Altersstruktur, Zuwanderung vermitteln die empirischen Arbeiten
kein einheitliches Bild hinsichtlich ihrer Wirkungen auf die
wirtschaftliche Entwicklung (vgl. u. a. Grundlach 1993;
Franz 2003;
Eckey/Kosfeld/Muraro 2009). Empirische Ergebnisse legen
vielmehr nahe, dass Wirkungszusammenhänge zwischen Demographie und
Ökonomie hinsichtlich des allgemeinen ökonomischen
Entwicklungsstandes, hinsichtlich des Verdichtungs- bzw.
Verstädterungsgrades und hinsichtlich der
Produktivitätsentwicklungen differenziert werden müssen. Negative
wirtschaftliche Folgen aufgrund von Bevölkerungsrückgang seien
nicht zwangsläufig (Bartl/Rademacher
2011). Des Weiteren treten in den verschiedenen Regionen immer
wieder Phasen auf, in denen Bevölkerungs- und wirtschaftliche
Entwicklung gegenläufige Tendenzen aufweisen (Franz
2003)."
Leider ist die Studie
intransparent, d.h. die gewählte Darstellungsweise verzerrt die
Entwicklung und es ist z.B. nicht möglich die Daten mit früheren
Studien zum Thema (z.B. aus dem Jahr
2009) zu vergleichen, weil die Darstellung der Tabellen zum
Schrumpfen und Wachsen der Gemeinden unterschiedlich ist. So werden
2009 zwar 5-Jahres-Zeiträume betrachtet, aber nicht 2003-2008,
sondern der Zeitraum 2002-2007. In der Tabelle 1 (2009, S.445)
werden stark schrumpfende und stark wachsende Gemeinden in Ost/West
und Deutschland getrennt dargestellt. In der aktuellen Studie
dagegen werden in der Tabelle 2 (2015, S.10) schrumpfende und stark
schrumpfende Gemeinden zusammengefasst und nur für Deutschland
dargestellt, während die Anzahl stark wachsender und wachsender
Gemeinden fehlt.
Offenbar möchte man andere
Deutungsmöglichkeiten durch sehr selektive Wiedergabe der
Entwicklung erschweren.
Warum also verhindert das BBSR
die Vergleichbarkeit? Hat man Angst, der mündige Bürger könnte ganz
andere Schlussfolgerungen ziehen als es die Studie nahe legt? Möchte
man eine ernsthafte Debatte um den demografischen Wandel verhindern?
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STOKOWSKI, Margarete
(2015): Sich schön in die Fleischtheke legen.
Wer sich vom Feminismus beim Flirten verunsichern lässt, war auch
vorher schon zu dumm dazu. Dabei gibt es nur eine einzige Flirtregel,
in:
TAZ v.
13.08.
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KARA, Stefanie
(2015): Vergiss es!
Sie haben ein löchriges Gedächtnis? Hervorragend! Vergessen befreit,
hält die Liebe frisch und die Gesellschaft zusammen,
in:
Die ZEIT Nr.33 v.
13.08.
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NIEJAHR, Elisabeth
(2015): Und wenn Ja, wie viele?
Immer weniger Menschen wollen heiraten. Rechtlich binden möchten sie
sich trotzdem, zu zweit, zu dritt,
in:
Die ZEIT Nr.33 v.
13.08.
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KULLMANN, Katja (2015): "Eine Sonde ins Milieu".
Interview: Mit dem Projekt "Supermagnets" beleuchten Holm Friebe und
Annika von Taube Ängste der Gegenwart,
in:
Freitag Nr.33 v.
13.08.
"Es gibt, gerade in scheinbar
aufgeklärten Mittelschichtsmilieus, eine immense Bereitschaft,
diffuse Umweltkräfte zu unterstellen, jenseits jeder
naturwissenschaftlicher Erkenntnis. Impfgegner solche
Strömungen. Leviertes Wasser ist am Prenzlauer Berg gerade das
neue Ding: Es gibt da einen Laden, der sich nur damit beschäftigt,
wie man Leitungswasser von »schlechten Erinnerungen« und
»schädlichen Informationen« befreit. Da wird ein sehr gutes
Geschäft gemacht. Unser Magneten-Projekt ist auch eine Sonde in
dieses Milieu hinein. Wie weit geht der Irrationalismus der
gebildeten Kreise?"
fasst der Kurator Holm FRIEBE das
Ausstellungsprojekt zusammen. Dazu passt der Essay von Roland
REICHENBACH
Über Bildungsferne.
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SCHROEDER, Klaus
(2015): Den Menschen auf neue Weise schaffen.
Die hochgelobte Krippenbetreuung zu DDR-Zeiten hat schon damals
sichtbare Spuren in der Entwicklung hinterlassen. Auch wenn die
Herdprämie sich kaum eignen dürfte, besteht kein Anlass zur
allgemeinen Betreuungseuphorie rund um die Uhr,
in:
Frankfurter Allgemeine
Zeitung v.
13.08.
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MAAK, Niklas
(2015): Das Haus vor dem Gesetz.
Warum sind unsere Städte so hässlich? Und warum so teuer? Beides
könnte man ändern. Es braucht veränderte Rahmenbedingungen und
gegenseitiges Vertrauen von öffentlichen und privaten Bauherren,
in:
Frankfurter Allgemeine
Zeitung v.
13.08.
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WELT
AM SONNTAG-Titelgeschichte:
Warum es Ihr Kind in
die Elite schafft...
...oder eben
nicht. Für den Aufstieg in die Oberschicht reichen Fleiß und
Talent oft nicht aus. Herkunft ist wichtiger als bisher gedacht |
ETTEL, Anja/MICHLER, Inga/ZSCHÄPITZ, Holger (2015): Erfolgsrezept
Herkunft.
Für den Weg in die Oberschicht sind die Gene weniger entscheidend
als bisher angenommen. Aktuelle Studien befeuern aufs Neue die
Debatte um Chancengleichheit,
in:
Welt
am Sonntag v.
09.08.
ZSCHÄPITZ, Holger (2015): "Elite kann man kaum lernen".
Auf dem Weg an die Spitze der Gesellschaft nutzen weder Knigge-Kurse
noch Top-Schulen, sagt der Soziologieprofessor Michael Hartmann,
in:
Welt
am Sonntag v.
09.08.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 01. - 08. August 2015
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